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Rainer, Ulrike
397 |

Life in the United States - 23

Mississippi - Der allerÀrmste Staat

Wir sind wieder im SĂŒden, und zwar im Ă€rmsten Staat der USA. 20% seiner Bevölkerung leben unter der Armutsgrenze. 34,1% von ihnen sind nicht Weiße. Wie konnte es dazu kommen, wenn man bedenkt, dass auch hier einst König Baumwolle unumstrittener Herrscher war und manche Menschen auf Kosten anderer reich machte? Der Zensus von 1860 zeigt, dass 55% der Bevölkerung Mississippis Sklaven waren.

Sie waren es, die Straßen und Deiche bauten, SĂŒmpfe trockenlegten, das Vieh versorgten, kochten, nĂ€hten, WĂ€sche wuschen und die Felder bestellten. Lassen wir fĂŒr diesen Staat hauptsĂ€chlich sowohl die einen als auch die anderen fĂŒr sich selbst sprechen.

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European Centre For Press & Media Freedom
396 |

FEINDBILD JOURNALIST

Bedrohung als Normalzustand - Eine 5-Jahres-Bilanz des European Centre For Press & Media Freedom

Attacken aus rechten Zirkeln hat es bisher immer gegeben, hauptsĂ€chlich gegen Fachjournalistinnen und Journalisten. Seit 2015 hat sich dies geĂ€ndert: Sowohl das Feld der Betroffenen als auch die TĂ€terkreise haben sich erweitert. Eine breite, heterogene Masse trĂ€gt die Pressefeindlichkeit. Journalismus ist unterschiedslos fĂŒr alle Medienschaffende – insbesondere, wenn sie von rechten Großdemonstrationen berichten – zum Wagnis geworden.
 

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Alt, Franz
395 |

"... dann schließen wir doch den Laden 'Europa' wegen moralischer Insolvenz!"

Nicht FlĂŒchtlinge bekĂ€mpfen, sondern Fluchtursachen

Der CDU-Sozialpolitiker Norbert BlĂŒm sagt: "Wenn 500 Millionen EuropĂ€er nicht mehr fĂŒnf Millionen FlĂŒchtlinge aufnehmen wollen, dann schließen wir doch den Laden 'Europa' wegen moralischer Insolvenz". Der Christ BlĂŒm orientiert sich am jesuanischen Gleichnis vom Barmherzigen Samariter.

Die Machtpolitiker Putin und Assad, Erdogan und die vielen Rebellengruppen in Syrien haben die neue FlĂŒchtlingskrise verursacht. Assad bombardiert und drangsaliert sein eigenes Volk seit acht Jahren. Putin lĂ€sst gezielt militĂ€rische Angriffe auf syrische KrankenhĂ€user, MarktplĂ€tze und FlĂŒchtlingslager fliegen - mit tödlichen Folgen fĂŒr Hunderte. Und Erdogan lĂ€sst seine Armee in Syrien einmarschieren.

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Quellenangabe am Ende des Textes

 

 

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Dimmers, Jan
394 |

DA LACHEN DIE HÜHNER

DIE PARTEI DER TIERE IM KONTEXT DER NIEDERLÄNDISCHEN GESELLSCHAFT UND KULTUR

In seinem Buch Sind wir schlau genug, um zu wissen wie schlau die Tiere sind? bezeichnet der niederlĂ€ndische Ethologe Frans de Waal folgenden Satz aus der Verwandlung von Kafka als Anfang der Abnahme des Anthropozentrismus: ‘Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen TrĂ€umen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheueren Ungeziefer verwandelt’. Ein Mensch sieht und empfindet die Welt mit dem Körper der Tiere. AllmĂ€hlich sind auch zeitlose Fragestellungen wie die folgenden von Montaigne, Wittgenstein und Thomas Nagel mit der jetzt dazu gehörenden politischen Betonung zurĂŒck auf der Tagesordnung:  
Die erste ist von Michel de Montaigne (1533 - 1592): Spiele ich mit meiner Katze oder spielt sie mit mir? (Quand je me joue Ă  ma...

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SIRI
393 |

U2 UND DER ANTI-TUCKERN-CLUB

Depeschen aus der Kapitale

Manchmal passiert es, dass Wörter, die man in bestimmten ZusammenhÀngen benutzt, plötzlich ihre Umgebung verlassen und woanders hingehen. Das mag linguistisch unsauber klingen und hÀtte als These in keiner UniversitÀt Bestand. Doch so stelle ich es mir vor und meine damit keine Jugendsprache.

Woody Allen schrieb eine Kurzgeschichte ĂŒber ein haariges, unregelmĂ€ĂŸiges Verb, das einen Lustmolch in einem felsigen GelĂ€nde jagt. Obwohl man heutzutage nicht genau weiß, ob Woody Allen nicht selbst ein Lustmolch ist, habe ich das haarige, unregelmĂ€ĂŸige Verb immer gerngehabt, zumal es aus einem spanischen Wörterbuch ausgebrochen ist. Mir wĂ€re es lieb, wenn es das Wort jagen wĂŒrde, ĂŒber das ich heute sprechen möchte: tuckern. Ich bringe es kaum in die...

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Dörwald, Uwe
392 |

DINGE VON GESTERN

Ein Fotoalbum

Es ist nicht so sehr, dass man nicht mehr kriegen kann, was man frĂŒher hatte, sondern einsieht, dass es Dinge gibt, die man nie mehr kriegen wird. (M.M. Driessen)

 

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GRÜNES KLEID UND JEDE MENGE ZIGARETTEN

Die drei Leben der Hannah Arendt

Irgendwie kennt sie jeder, aber so richtig verstanden wurde sie wohl von den Wenigsten. Ihre Werke werden vom interessierten Fachpublikum studiert und fĂŒr viele wird ihre Theorie einfach nur kompliziert sein. Vielleicht kennt man sie ĂŒber den Spielfilm von Margarethe von Trotta aus dem Jahr 2012: „Hannah Arendt. Ihr Denken verĂ€nderte die Welt“. Aber gesprochen hat man vermutlich mehr darĂŒber, ob die Sukowa in der Rolle der Arendt ĂŒberzeugend war, auch oder weil man Hannah Arendt nie gekannt hatte. Irgendwie hatte man wohl auf eine ungenaue Weise ein Bild von ihr, hatte Vorstellungen aufgebaut und sich aus den Bildern ein eigenes Bild gemacht, wenn einen das Denken dieser Frau jemals ĂŒberhaupt interessiert hat, weil es kompliziert ist. Es...

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Berger, Thomas
390 |

FUNDAMENT DER SCHULD

"Unterm Birnbaum" von Theodor Fontane

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts erschien ein Werk der Kriminalliteratur, das bis heute breites Interesse hervorruft. Einen zusĂ€tzlichen Genuss vermittelt das entsprechende Hörbuch des unvergleichlichen Rezitators Gert Westphal (1920−2002).

Der Prosatext Unterm Birnbaum (1885) verarbeitet eine tatsĂ€chliche Fallgeschichte, die sich 1842 in der Oderbruch-Gemeinde Letschin zutrug, wo Fontanes Vater, Louis Henri Fontane (1796−1867), der – wie seine Gattin Emilie (1797−1869), geborene Labry − von Hugenotten abstammte, eine Apotheke besaß. Beim Graben entdeckten Straßenarbeiter im Garten des Gasthauses Zum Alten Fritzen ein Skelett, das einem Handlungsreisenden aus Stettin zugeordnet wurde. Der Wirt Fitting geriet in Verdacht, der Mörder zu sein....

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