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Tunnel des Lebens

Das säkulare Gewand eines theologischen Denkmodells

Der 1990 in Neuchâtel verstorbene schweizerische Schriftsteller Friedrich DĂźrrenmatt (geboren 1921) hinterließ ein breit gefächertes Werk: TheaterstĂźcke, HĂśrspiele, Romane, Erzählungen und Essays. Vor allem einer seiner Texte ist mir in lebhafter Erinnerung geblieben: die Erzählung Der Tunnel. Sie erschien erstmals 1952, in der bearbeiteten Fassung 1978.   

Steigen wir in einen Eisenbahnzug nach ZĂźrich, wie es der vierundzwanzigjährige Student der Geschichte an einem Sonntagnachmittag tut. Lassen wir nun etwa zwanzig Minuten Fahrtzeit vergehen, wobei wir uns dessen erfreuen, was zwischen Alpen und Jura vom Fenster aus zu betrachten ist. Nach Verstreichen dieser Frist fährt unser voll besetzter Zug gleich nach Burgdorf im Kanton Bern in einen Tunnel. Bis jetzt verläuft alles ohne Besonderheiten. 

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