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Rainer, Ulrike
431 |

Rassismus und Polizeigewalt in den USA

Merkwürdigerweise fiel mir zu allererst der Charlie Chaplin Film Modern Times von 1936 ein. Im Film prügeln zwar die Polizisten wahllos “nur” mit Knüppeln auf die Bürger ein und geben eher eine lächerliche Figur ab, doch die Bereitwilligkeit zur Gewalt ist deutlich zu sehen. Ein Jahr zuvor war nach Unruhen in Harlem eine staatlich eingesetzte Kommission zu dem Schluss gekommen, dass willkürliche Polizeigewalt, neben Diskriminierung im Beruf, Bildung und in der Wohnungsbeschaffung, einer der Gründe für den Zorn der Schwarzen war. Nach den schweren Ausschreitungen in einer Anzahl der Großstädte Mitte der 1960iger Jahre folgerte die Kerner Kommission (1968) das Gleiche. Sie musste noch darum kämpfen, das Kind beim Namen zu nennen, d. h. das…

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Perina, Jitka
430 |

Sapere aude

Wage es, Deinen Verstand zu nutzen

Das Jahr 2021 ist erst einige Wochen jung, und doch überschlagen sich die Ereignisse weiterhin im gleichen Tempo, in dem wir sie Ende 2020 hinter uns zu lassen hofften. Der Wahlspruch der Aufklärung scheint gut zur aktuellen Situation zu passen. Zu Beginn der Aufklärung verbreiteten ihn in erster Linie die Gelehrten, welche unter den Bedingungen der Zensur in monarchisch regierten Systemen arbeiteten. Die Bürger der gegenwärtigen, modernen Demokratien stehen vor anderen Herausforderungen. Die Erlaubnis zum eigenständigen Denken ist, mindestens der Theorie nach, universell. Jeder darf sich selbst ein Urteil bilden. Die entsprechenden Möglichkeiten sind dank der globalen Verfügbarkeit der Information enorm gewachsen, die Komplexität jedoch…

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Dörwald, Lukas
429 |

Tomatensauce als Geduldsübung

Rezept des Monats - 2

Karneval im Corona-Jahr 2021 ist zu Ende und zu Ehren der roten Clownsnasen wird sich das Rezept des Monats rund um die Tomate drehen.

Die Tomate (lat. Solanum lycopersicum) gehört zur Familie der Nachtschattengewächse und ist uns sicherlich allen bekannt. Ich muss zugeben, bis vor gar nicht langer Zeit kam die Tomate bei mir nur als pürierte Sauce oder auf der Pizza vor. Roh mag ich bis heute nur die kleinen feinen Kirschtomaten.

Denke ich an Tomaten kommt mir direkt Italien in den Sinn. Der Pizza Margherita, die zu Ehren der gleichnamigen italienischen Königin (1851-1926) in Neapel geschaffen wurde, verleiht sie die Farbe rot, nur um mit Mozzarella und Basilikum die italienische Flagge widerzuspiegeln. Prall und saftig kommt sie daher…

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Lustenberger, Helga
428 |

Wohin führt uns all unser MEINEN und NACHPLAPPERN ?

Diese Frage beantworte ich gleich selbst: Dadurch werden wir zu gleichförmigen, normierten Menschen, die sich leicht manipulieren und gängeln lassen!

Als ob wir das nicht schon zur Genüge wüssten! Das Internet stellt uns zu jeder Zeit das gesamte Weltwissen zur Verfügung, und Radio, Fernsehen und Journalismus überfluten uns buchstäblich mit Informationen, die sie «vor-philosophiert» zur Sprache bringen und dafür Authentizität beanspruchen.

In unserer allzu hektischen Zeit konsumieren wir bereitwillig das uns so Vorgesetzte als Tatsachen, meistens ohne deren Bedeutung und Implikationen für unsere Gesellschaft zu hinterfragen. Gerade während der aktuellen «Corona-Pandemie» ist eine fatale Tendenz der Publizistik zu Sensationsmeldungen…

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Kiss, Endre
427 |

Johann Gottfried Herder – der Ein-Mann-Enzyklopädist

Philosophie muss nützlich sein

Herders kreative und immer weiter reichenden Ideen haben die spätere geistesgeschichtliche Entwicklung in vielerlei Hinsicht bestimmt bzw. vorgeprägt. Es ist auch dann so, wenn die engere Rezeptionsgeschichte dies nicht immer explizit bestätigen kann, denn Herders immer komplexe und oft sehr schwierige Positionen sind unter Schulen und Generationen sowie auch noch unter den grossen Gebieten der intellektuellen Produktion wie der klassischen Literatur und Philosophie sehr vielfältig verstreut. Dies macht verständlich, warum sein Werk als Ganzes jederzeit nur schwer einzuordnen war.

Wir suchten deshalb in dieser Arbeit auch die Gründe der Vielfalt dieser immer noch nicht immer ausweisbaren Wirkungen in der Rezeptionsgeschichte aufzuzeigen.

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Dörwald, Lukas
426 |

Dorade im Römertopf

Rezept des Monats - 1

Dieses Rezept des Monats ist vor allem für alle jene interessant, die einem alten Grundsatz folgen: „Freitags gibt es Fisch!“

Es handelt sich um die Dorade, auch Goldbrasse genannt, wird diese bereits seit der Antike als Speisefisch vom Menschen genutzt.

Biologisch gehört sie zu den Stachelflossern und zu den Barsch-Verwandten. Die wissenschaftliche Bezeichnung nach Linnaeus (1758) ist Sparus aurata, aber damit wird man an der Fischtheke wohl kaum weit kommen. Die Goldbrasse, küstennah lebend in Tiefen von 5 bis 150 Metern, ist in der Regel tagaktiv, jedoch sehr anpassungsfähig. Sind ihre Gewässer stark befischt, verlagern sie ihre Aktivität einfach in die Nacht hinein!

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Backes, Martina
425 |

Bitterer Beigeschmack

Koloniale Spuren im globalen Ernährungsregime

Der Handel mit Weizen, Reis und Gewürzen ist so alt wie die Migrationsgeschichte der Menschen. Doch erst seit dem frühen Kolonialismus wurden die körperzehrende Plantagenwirtschaft und der transkontinentale Handel mit Nahrung strategisch zum Zwecke der Machtsicherung eingesetzt. Der Kolonialismus hat das globale Ernährungssystem in seiner jetzigen Form stark geprägt.

Hier in Niumi hat er begonnen, der Export von Arbeitskraft, Salz und Palmöl. Der kleine Küstenort im westafrikanischen Gambia liegt an der Mündung des gleichnamigen Flusses, nicht weit entfernt von James Island, wo der Handel mit versklavten Menschen in den Black Atlantik im 16. Jahrhundert einen seiner Anfänge nahm und Tauschgeschäfte mit Gold, Salz, Arbeitskraft und Waffen…

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Rainer, Ulrike
424 |

Life in the United States - 24

Illinois - Prärie soweit das Auge reicht

„Bedrückend in seiner öden Monotonie“, stellte Charles Dickens bei seinem Besuch im Jahr 1842 fest und meinte damit nicht das offizielle Staatslied. Und später bezeichnete ein ebenfalls unbeeindruckter Besucher den Staat als „Illinoleum“. Die bis zum Horizont reichende Prärie der Illiniwek (die besten Menschen) waren nicht jedermanns Sache. Einem britischen Journalisten aber schienen die hohen Gräser wie ein „weiter, Wellen schlagender gewaltiger Ozean.“ Auch ein Reporter aus Boston blieb bei der Metapher: „Für Meilen und Meilen sahen wir nichts außer eine weit ausgedehnte Fläche, die man nur mit einem Ozean vergleichen kann.“

 

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Redaktion,
423 |

Ich saß auf einem Stein

Das schon jetzt legendäre Coronajahr 2020 neigt sich und geht in ein neues hinüber, mit jeder Menge unbeantworteter und nach wie vor unbeantwortbarer Fragen im Gepäck, die sich der große deutsche Dichter Walther von der Vogelweide, der in diesem Jahr seinen 850sten Geburtstag feiert, schon lange vor uns stellte. Ihm gilt unsere Hommage zum Jahresabschluss, denn seine Dichtung beweist: Er war mehr als bloß ein fahrender Sänger, der mit seinen Geliebten unter der Linde lag und die Minne vom wirklichen Leben trennte, sondern stand mit beiden Beinen zwischen Dichtung, Religion und Politik im wirklichen Leben.

Und so leihen wir uns zum Jahreswechsel seine zeitlose Stimme und setzen uns in der Silvesternacht so ruhig und gelassen wie möglich und…

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Brose, Thomas
422 |

CHANUKKA UND WEIHNACHTEN

Der eine oder andere hat ihn sicher gesehen: Seit einigen Jahren steht direkt vor dem Brandenburger Tor in der Adventszeit Europas größter Chanukka-Leuchter. Da, wo früher die Mauer die beiden Berliner Stadthälften scharf trennte und wo bewaffnete Soldaten Wache hielten, war der Leuchter in diesem Jahr vom 10. bis 17. Dezember zu sehen.

Chanukka – das ist das ältere jüdische Pendant zum Weihnachtsfest. Gott zeigt sich dabei im Wunder des Lebens und der Erneuerung. Bei allen Unterschieden gibt es viele Gemeinsamkeiten: Juden entzünden in den dunklen Dezembertagen Kerzen, um an einen Neuanfang zu erinnern, während Christen die Geburt des Kindes in der Krippe von Bethlehem feiern.

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