Diese Webseite nutzt Cookies

Diese Webseite nutzt Cookies zur Verbesserung des Erlebnisses unserer Besucher. Indem Sie weiterhin auf dieser Webseite navigieren, erklären Sie sich mit unserer Verwendung von Cookies einverstanden.

Einige dieser Cookies sind technisch zwingend notwendig, um gewissen Funktionen der Webseite zu gewährleisten.

Dar√ľber hinaus verwenden wir einige Cookies, die dazu dienen, Informationen √ľber das Benutzerverhalten auf dieser Webseite zu gewinnen und unsere Webseite auf Basis dieser Informationen stetig zu verbessern.

Suche:

Rainer, Ulrike
410 |

Rassismus in den USA

Déjà vu oder brauchen wir wirklich noch eine weitere Kommission?

 

Wenn ich mir die Bilder anschaue, √ľberkommt mich ein Gef√ľhl von Resignation, um nicht zu sagen von Hoffnungslosigkeit. Das hatten wir doch schon alles. Im Sommer 1965 unterzeichnete Pr√§sident Lyndon B. Johnson den Voting Rights Act.

Ein paar Tage sp√§ter stand Watts in Flammen. Der Z√ľnder war eine massive Polizeiaktion wegen einer Kleinigkeit. Viertausend Menschen wurden verhaftet und vierunddrei√üig starben. Damals sorgte die Polizei in Los Angeles effektiv daf√ľr, dass Afro-Amerikaner keine Arbeit bekamen: F√ľr eine geringf√ľgige Verkehrss√ľnde drohte Verhaftung und damit eine Anzeige. Der oder die Betroffenen waren nun vorbestraft und dadurch zu ewiger Arbeitslosigkeit verdammt. Zwei Jahre sp√§ter blockierten tausende von Polizisten und...

[Weiterlesen]
Rave, Marion
409 |

Der B√ľcherwurm und seine hungrigen Geschwister

Als B√ľcherw√ľrmer werden ja gemeinhin die Menschen bezeichnet, die sich hartn√§ckig und systematisch durch ein Buch nach dem anderen fr√§sen. In zahlreichen Cartoons wird der B√ľcherwurm als possierliches, bebrilltes Kerlchen dargestellt, fr√∂hlich winkend aus dem gerade zerst√∂rten Werk. Aber gibt es das wirklich? Sch√§dlinge, die sich durch ganze Regalmeter fressen, eine tunnelf√∂rmige Spur der Verw√ľstung hinterlassend? Einen hochspezialisierten B√ľcherwurm findet man nicht in der Welt der mitunter l√§stigen Kleintiere, daf√ľr aber diverse andere Tiere, die durchaus Interesse an gepresster Zellulose, Leim und Leder haben. Niedlich sind sie meistens nicht und der angerichtete Schaden reicht von l√§stig bis immens, besonders bei gr√∂√üeren und nicht...

[Weiterlesen]

Helga Schubert und der Bachmann-Preis, meine Großtante Hanna und ich

Als ich unter den Autoren und Autorinnen, die beim diesj√§hrigen Bachmann-Wettbewerb lesen w√ľrden, auch Helga Schubert fand, war ich √ľberrascht. Nicht nur, weil die Autorin mittlerweile 80 Jahre alt ist, sondern vor allem deshalb, weil ich von ihr bereits in den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts erste Texte gelesen hatte. Die Autorin geh√∂rte zu den drei Helgas, Helga K√∂nigsdorf, Helga Sch√ľtz und sie, die ich damals neben Christa Wolf, Brigitte Reimann, Irmtraud Morgner und Maxie Wander gern las, weil sie st√§rker √ľber die weibliche als die m√§nnliche Seite der Welt schrieben. Die interessierte mich damals mehr, entsprach auch eher meiner eigenen Befindlichkeit in der DDR.

Jahrzehnte hatte ich nichts mehr von Helga Schubert gehört oder...

[Weiterlesen]
Layne, Priscilla
407 |

UNLIKELY COUSINS

Inszenierungen von Blackness in deutschen Hip Hop- und antirassistischen Skinhead-Szenen

In diesem Beitrag möchte ich mich mit zwei deutschen Szenen auseinandersetzen, die sich beide jeweils rund um musikalische Genres entwickelt haben, die in Kulturen der afrikanischen Diaspora verwurzelt sind: HipHop- und antirassistische Skinhead-Szenen. Oberflächlich betrachtet erscheint es kaum möglich, deutsche HipHop-Fans und antirassistische Skinheads in Einklang zu bringen. Dabei gibt es in den Vereinigten Staaten auffallende stilistische Überschneidungen der Szenen, beispielsweise Skinheads, die HipHop hören, Baggy-Kleidung und Sporttrikots tragen. In Deutschland scheint es zwischen antirassistischen Skinheads und HipHop-Fans keinerlei Verbindung zu geben. Sie kleiden sich unterschiedlich, hören unterschiedliche Musikgenres und...

[Weiterlesen]

EINE REISE NACH CZERNOWITZ

Im Mai 1973 besuchte ich mit einem Freund den Dichter Peter Garstecki in Barth, einer kleinen Stadt an der Ostsee. Auf dem winzigen Balkon der von Garstecki und seiner Familie bewohnten Neubauwohnung las ich erstmals Gedichte von Paul Celan, nachdem uns der Gastgeber von seinem Lieblingsdichter Celan und der kurzen Begegnung mit ihm erzählt und mich neugierig auf dessen Lyrik gemacht hatte. Ich begann zu lesen und versank alsbald in die mir unbekannte, fremdartige und faszinierende Lyrik Celans. Zum ersten Mal las ich auch den Namen Czernowitz, Geburtsstadt Celans, in der seine Lyrik ihren Anfang genommen hatte. Jahre später begegnete ich ersten Gedichten von Rose Ausländer und Selma Meerbaum-Eisinger, und beide Lyrikerinnen waren ebenfalls...

[Weiterlesen]
Rainer, Ulrike
405 |

WAS IST SCHON EINE NUMMER ?

Die Verluste

Die 58.220 Soldaten, die während des zwanzigjährigen Vietnam Kriegs starben, haben ihre Namen auf einem großen Monument eingraviert. Sie sollen nicht vergessen werden. An die Menschen, die am 11.09.2001 in den Twin Towers umkamen, wird ebenfalls namentlich erinnert. Wer aber, außer den Angehörigen, setzt den 100.000 Opfern des Corona-19 Virus, die innerhalb von drei Monaten starben, ein Denkmal? Und das Ende ist noch immer nicht in Sicht.

 

[Weiterlesen]
Rainer, Ulrike
404 |

LIFE IN THE UNITED STATES AKTUELL

Corona - Fälle und Tote in den USA

Die Stadt New York mit den verheerenden Opferzahlen stand lange im Mittelpunkt der Diskussion aller Vers√§umnisse. Aber der Gouverneur Andrew Cuomo besch√∂nigte und verschleierte wenigstens nichts. Er mutet den Menschen die Wahrheit zu, und die ist d√ľster.

Die Reichen, die irgendwo auf dem Land ein Ferienhaus besitzen, verließen die Stadt. Einige meiner Nachbarn, deren Kinder in Manhattan arbeiten, holten ihre Sprösslinge nach Hause. Wir wohnen ländlich und sind von Wald umgeben. Distanzhalten ist hier leicht.

Die volle Wucht traf die Armen. Erstens wohnen sie oft als Gro√üfamilien in engen R√§umlichkeiten, zweitens sind die Vorbedingungen f√ľr eine schwere Erkrankung vorgegeben. Sie leiden √∂fter an Diabetes und Herzerkrankungen. Und drittens...

[Weiterlesen]
Dörwald, Uwe
403 |

NEBEN DER RUTE SOLL STETS DER APFEL LIEGEN

Eine Kindheit im konfessionellen Waisenhaus vor 1945

Es gibt nur √§u√üerst sp√§rliches (Forschungs-)Material zur Situation der Heimkinder vor 1945. Da nach 1945, das in der Heimerziehung sicher keine Stunde Null war, weil die Erzieher und Erzieherinnen wahrscheinlich nur die Farbe ihres Hemdes wechselten, von braun wieder zur√ľck zu blau, und weil kein konsequenter Bruch mit den nationalsozialistischen Erziehungsgrunds√§tzen und Erziehungsleitlinien stattgefunden hat, ‚Äď schwarze P√§dagogik gab es noch lange nach Kriegsende ‚Äď, ist stark davon auszugehen, dass Kinderheime lange Zeit totale Institutionen im Sinne von Erving Goffman gewesen sind. Zudem wurde von 1933 bis 1945 mit Sicherheit im Geist der nationalsozialistischen Doktrin erzogen. Dem politischen Einfluss der Nationalsozialisten konnten...

[Weiterlesen]
Berger, Thomas
402 |

GLANZ DES SCHEITERNS

Andreas Egerts Essay "Warum Cioran heute?"

W√§re E. M. Cioran, der aus Rum√§nien stammende, die meiste Zeit seines Lebens in Frankreich ans√§ssige Philosoph, in der Gegenwart popul√§r, w√§re in den K√∂pfen vieler Menschen und folglich im Weltgeschehen manches anders als in der sich der ‚ÄěUnterhaltungs-philosophie‚Äú und dem ‚Äě√Ėkonomismus‚Äú ausliefernden Gegenwart. Umso wichtiger und begr√ľ√üenswerter ist deshalb die intellektuelle Auseinandersetzung mit diesem Denker, die wir dem Aphorismus-Experten Andreas Egert verdanken.

Seit vielen Jahren widmet sich der 1968 in Frankfurt am Main geborene Autor der literarischen Gattung des Aphorismus. Er ver√∂ffentlichte die drei B√ľcher fehlfarbenfroh ‚Äď Aphorismen (Schardt Verlag), Vom Werden und Wesen des Aphorismus. Essays zur Gattungsproblematik bei...

[Weiterlesen]
Egert, Andreas
401 |

WARUM CIORAN HEUTE ?

Ein Vortrag, ein Nachwort zu Cioran ist heuer ein notwendiger Nachruf, ein Nachschrei auf die Kritik, das aphoristische Denken, die unbequeme Nicht-Anpassung, das Widerstandsdenken, die Unabh√§ngigkeit und Integrit√§t des Denkens wider die Unterhaltungsphilosophie unserer Tage und die Triumphz√ľge des mittelm√§√üigen √Ėkonomismus, der alle Lebensbereiche n√ľtzlich und pragmatisch vereinnahmt und untergr√§bt - Ciorans Aphorismen sind ein Remedium gegen unseren Zeitungeist und beharren auf einer Unbestechlichkeit des Denkens, wie sie leider immer mehr zu verloren gehen scheint. Wenn sich Cioran im Aphorismus behauptet, dann behauptet er sich in einer leidenschaftlichen Ohnmacht, die ihm eine gewisse menschliche W√ľrde zur√ľck gibt - in der...

[Weiterlesen]

Hier werden wir gelesen:

Seit unserem Online-Start im Jahr 2004 sind alle unsere Texte frei zugänglich.

Wenn Sie unsere Arbeit sch√§tzen und diese ‚Äď einmalig oder regelm√§√üig - unterst√ľtzen wollen, dann k√∂nnen Sie das durch eine √úberweisung auf folgende Bankverbindung tun: Hoppe-D√∂rwald * Stichwort: SAW * IBAN: DE76 5509 1200 0023 4039 00 * BIC: GENODE61AZY

__________________________