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Perina, Jitka
430 |

Sapere aude

Wage es, Deinen Verstand zu nutzen

Das Jahr 2021 ist erst einige Wochen jung, und doch überschlagen sich die Ereignisse weiterhin im gleichen Tempo, in dem wir sie Ende 2020 hinter uns zu lassen hofften. Der Wahlspruch der Aufklärung scheint gut zur aktuellen Situation zu passen. Zu Beginn der Aufklärung verbreiteten ihn in erster Linie die Gelehrten, welche unter den Bedingungen der Zensur in monarchisch regierten Systemen arbeiteten. Die Bürger der gegenwärtigen, modernen Demokratien stehen vor anderen Herausforderungen. Die Erlaubnis zum eigenständigen Denken ist, mindestens der Theorie nach, universell. Jeder darf sich selbst ein Urteil bilden. Die entsprechenden Möglichkeiten sind dank der globalen Verfügbarkeit der Information enorm gewachsen, die Komplexität jedoch…

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Lustenberger, Helga
428 |

Wohin führt uns all unser MEINEN und NACHPLAPPERN ?

Diese Frage beantworte ich gleich selbst: Dadurch werden wir zu gleichförmigen, normierten Menschen, die sich leicht manipulieren und gängeln lassen!

Als ob wir das nicht schon zur Genüge wüssten! Das Internet stellt uns zu jeder Zeit das gesamte Weltwissen zur Verfügung, und Radio, Fernsehen und Journalismus überfluten uns buchstäblich mit Informationen, die sie «vor-philosophiert» zur Sprache bringen und dafür Authentizität beanspruchen.

In unserer allzu hektischen Zeit konsumieren wir bereitwillig das uns so Vorgesetzte als Tatsachen, meistens ohne deren Bedeutung und Implikationen für unsere Gesellschaft zu hinterfragen. Gerade während der aktuellen «Corona-Pandemie» ist eine fatale Tendenz der Publizistik zu Sensationsmeldungen…

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Kiss, Endre
427 |

Johann Gottfried Herder – der Ein-Mann-Enzyklopädist

Philosophie muss nützlich sein

Herders kreative und immer weiter reichenden Ideen haben die spätere geistesgeschichtliche Entwicklung in vielerlei Hinsicht bestimmt bzw. vorgeprägt. Es ist auch dann so, wenn die engere Rezeptionsgeschichte dies nicht immer explizit bestätigen kann, denn Herders immer komplexe und oft sehr schwierige Positionen sind unter Schulen und Generationen sowie auch noch unter den grossen Gebieten der intellektuellen Produktion wie der klassischen Literatur und Philosophie sehr vielfältig verstreut. Dies macht verständlich, warum sein Werk als Ganzes jederzeit nur schwer einzuordnen war.

Wir suchten deshalb in dieser Arbeit auch die Gründe der Vielfalt dieser immer noch nicht immer ausweisbaren Wirkungen in der Rezeptionsgeschichte aufzuzeigen.

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Kiss, Endre
412 |

DER DOPPELTE KOSMOS DES ALEXANDER VON HUMBOLDT

Essay über einige Aspekte der Hausgeheimnisse des klassischen Idealismus und über die Entstehung einer Philosophie des Konkreten

Der klassische Idealismus, den wir als einen Gesamtprozess von Kants Kritizismus und von postkantianischer Spekulation interpretieren, ist gewiss ein mainstream, ein breiter Weg der Wissenschaft, wie dies Kant an einer Stelle genannt hat. Selbst dieser mainstream weist aber sehr markante und bedeutende Satelliten auf, die sich offensichtlich nicht in die Prozesse der Hauptströmung hineinzwingen lassen, die man aber aus mehreren Gründen auch nicht vernachlässigen darf. Diese Gründe sind traditionell vielfältig. Es geht um die Frage nach der wirklichen Einheit der philosophischen Prozesse, es geht um diverse Wechselwirkungen, es geht um polemische Positionen und letztlich geht es um die stete historische Gleichzeitigkeit von Anstrengungen,…

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Kiss, Endre
398 |

Einleitende Gedanken zu einer Rekonstruktion des klassischen Idealismus

Tausend Fäden der Nähe und zahlreiche feine Unterschiede - Erstveröffentlichung

Im Jahr 1770, also vor 250 Jahren, wurde der Philosoph des klassischen Idealismus geboren - G.W.F. Hegel. Sein philosophisches System steht, wie auch die Systeme Fichtes und Schellings, in vielen Beziehungen zu den Drei Kritiken Kants.

Der Philosoph Endre Kiss (Budapest) legt mit seinem hier erstveröffentlichten Essay "Einleitende Gedanken zu einer Rekonstruktion des klasssichen Idealismus" einen Text vor, der der Nähe und den Unterschieden der idealistischen Geisteswelt in Bezug zu Kant nachgeht und der die Tiefe und die Gedankenschärfe vermeintlich alter und vermeintlich überkommener philosophischer Konzepte deutlich werden läßt. Begriffe wie Possibilität, Plausibilität, Prozeßhaftigkeit, Oszillation  und Dynamik spielen bei Kiss'…

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Hoppe-Dörwald, Dorothea
391 |

GRÜNES KLEID UND JEDE MENGE ZIGARETTEN

Die drei Leben der Hannah Arendt

Irgendwie kennt sie jeder, aber so richtig verstanden wurde sie wohl von den Wenigsten. Ihre Werke werden vom interessierten Fachpublikum studiert und für viele wird ihre Theorie einfach nur kompliziert sein. Vielleicht kennt man sie über den Spielfilm von Margarethe von Trotta aus dem Jahr 2012: „Hannah Arendt. Ihr Denken veränderte die Welt“. Aber gesprochen hat man vermutlich mehr darüber, ob die Sukowa in der Rolle der Arendt überzeugend war, auch oder weil man Hannah Arendt nie gekannt hatte. Irgendwie hatte man wohl auf eine ungenaue Weise ein Bild von ihr, hatte Vorstellungen aufgebaut und sich aus den Bildern ein eigenes Bild gemacht, wenn einen das Denken dieser Frau jemals überhaupt interessiert hat, weil es kompliziert ist. Es…

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Dörwald, Uwe
380 |

Über einige Fragen und Probleme einer Wissenschaftsethik

"Aber ich bin nun mal Historiker." (E. Albee)

In Zeiten, in denen das Pentagon, Amazon, Bayer und andere große Player über nicht geringe Drittmittel auch die Forschung an deutschen Universitäten finanzieren, und wahrscheinlich auch Einfluß nehmen; und in Zeiten, in denen Hochschulen bisweilen sehr eng unter dem Label bzw. dem Etikett der Forschung mit Kommunen oder deren Wirtschaftsförderungen kooperieren, was durchaus zu Konkurrenzsituationen mit lokalen Wirtschaftsunternehmen führen kann, weil das simple Erstellen von APPs oder von Händlerseiten auf Amazon zum Beispiel eigentlich keine (angewandte) Forschung ist; und in Zeiten, in denen geisteswissenschaftliche Institute wie zum Beispiel die Germanistik an der Universität Dortmund abgewickelt werden, kann man sich die Frage nach der

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Dietz, Harald
378 |

Strenges Denken und grundloses Meinen

"Wer selber denkt, hat Heimvorteil."

Neben dem ungenauen, eher meinenden als begründenden Denken hat es immer ein strenges Denken gegeben. Eines, das auf Gründen und Begründungen besteht und auf logischer Schlüssigkeit. Das ist ein Denken, das das bloße Meinen erschwert, die bloß Meinenden oftmals verärgert, ihnen zumutet, worin sie keine Übung haben: Das Begründen der eigenen Meinung, das Achten auf (einfache) Regeln der Logik.

Eine häufige Reaktion auf dieses Erschweren des eigenen Meinens ist naheliegender Weise nicht Dankbarkeit und Bescheidenheit. Selten sagt dann jemand, dass er schlecht begründe und argumentiere und nun einsehe, dass er das lernen müsse. Vielmehr fühlt er oder sie sich im Meinen eingeschränkt, ist verärgert, erhebt vielleicht sogar den Vorwurf…

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Kiss, Endre
373 |

Naturschutz und Gesellschaftsschutz

Globalisation hat eine besondere Relation zum Klimawandel, und umgekehrt. Der Klimawandel besitzt auch eine besondere Relation zur Globalisation.

Sie leben und existieren zusammen und oft werden sie auch gemeinsam genannt und teilweise auch für identisch gehalten. Es ist jedoch klar, dass die Globalisation auch ohne Klimawandel problemlos existieren kann, während dasselbe auch vom Klimawandel ausgesagt werden kann.

Da es sich jedoch um zwei Phänomene von universaler, geradezu totaler Extensität handelt, haben wir mit einer langen Reihe von Fakten und Interpretationen zu tun, die davon zeugen, dass das Aufkommen der Globalisation und das des Klimawandels miteinander bereits relativ früh in Interaktion traten. Ein besonders wichtiges…

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Perina, Jitka
372 |

ASPEKTE DER ANDERSHEIT

Das neue Buch der Philosophin Karen Gloy trifft mit seinem Fokus auf das Verhältnis von Ich und dem Anderen genau das aktuelle Problem unserer westlichen Welt - die Begegnung mit dem Fremden.

Mit der zunehmenden Globalisierung scheint das Thema der Andersheit zunächst überwunden zu sein, was sich jedoch als Täuschung erweist. Zwar ist die traditionelle Grenzziehung durch die Globalisierung, Digitalisierung und Vernetzung aufgehoben und heterogene Kulturen vermischen sich und erzeugen Multikulturalität. Die Daseinsbewältigung des Einzelnen gründet jedoch auf einem rigorosen Egoismus. Dem Einzelnen geht es vor allem um sich selbst, er setzt seine Interessen im Kampf gegen andere durch und verfolgt die Gedanken der Selbstverwirklichung und Selbstbestimmung. Demgegenüber rückt die Beziehung zum anderen auf den zweiten Rang. Das Wir-Gefühl haben wir weitgehend verloren. Die Konflikte werden zu Gunsten des Ich entschieden.

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Boulous Walker, Michelle
367 |

Walter Benjamin: The Art of Critical Thought

Walter Benjamin's art survives in a series of critical texts, each embodying a poetic sensibility toward truth. It’s the artistic quality of Benjamin’s work that I am most interested in here, and my plan is to trace its movement throughout the ambivalent terrain of his critical thought. In so doing, I’ll touch upon the question of aura and the mimetic and sensuous moment this quality implies.

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Kiss, Endre
351 |

Georg Lukács´ Neubegründung des Marxismus

Von Hartmanns zu Lukács’ Ontologie

Der Positivismus galt Lukács’, allgemein formuliert, in allen Perioden als ein verachteter Gegner, - als ein seichtes Denken der Bourgeoisie -, sowohl der lebensphilosophische als auch der marxistische Lukács dachte so.   

Der Neopositivismus dürfte Lukács als eine Fleischwerdung all jener Tendenzen vorgekommen sein, die in seinen Augen in Kant und im klassischen Positivismus nicht akzeptabel waren, insbesondere der Überdimensionierung der Erkenntnistheorie zuungunsten einer sich auf die Realität richtenden philosophischen Einstellung.    

In der Gegenüberstellung des Neupositivismus und des in vielem verspäteten Spätstalinismus dürfte Lukács in der sich öffnenden Welt und in der immer freieren philosophischen Kommunikation klar geworden…

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Senigaglia, Cristiana
339 |

DIE VIRTUELLE WELT, NIETZSCHE UND DIE FRAGE DER WAHRHEIT

Die Beschaffenheit der virtuellen Welt entkräftet zumindest partiell die Aussagekraft der realitätsbezogenen Wahrheitskriterien. Die vier üblichsten Kriterien der Wahrheit beruhen auf: Kongruenz, Kohärenz, Pragmatik und Konsensus. In der virtuellen Welt verlieren sie teilweise an Bedeutung und Prägnanz, weil sie in den Konstellationen der Virtualität nicht mehr als notwendig und direkt anwendbar empfunden werden.   

(…)   

... laut Nietzsche (bedeutet) die Kritik an den Fakten und an dem festen Glauben daran keine Form der Relativierung und der Gleichgültigkeit ihnen gegenüber, sondern sie deutet auf die Notwendigkeit hin, das vermeintliche Selbstverständliche zu hinterfragen und genau da Verdacht zu schöpfen, wo alles selbstverständlich…

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Wallenhorst, Paul
335 |

SELFIES MIT DELEUZE

Ziel dieser Arbeit ist es zu verdeutlichen, dass Fotografie durchaus nichts Immaterielles an sich hat, auch wenn sich die Überlegungen ausdrücklich auf solche Fotografie beziehen, wie sie täglich mit digitalen Handy-Kameras für soziale Netzwerke betrieben wird. Im Gegenteil soll die Fotografie als eine materielle und performative Tätigkeit verstanden werden, weswegen der Begriff des fotografischen Aktes, der diese Tatsache verdeutlicht, häufiger fallen wird.

„Instagram-Fotografie“ ist eine Operation, die durch und in unserem Fleisch verläuft. Sie funktioniert mit unserem Begehren, Wünschen und Verlangen, die nur als materielle verstanden werden können. Es muss die Frage gestellt werden, ob sich in den Prozessen eines fotografischen Aktes…

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Dörwald, Uwe
333 |

THINKING IS READING-ON-THE-MOVE

"Slow Philosophy" is a love letter to philosophy

Man kann die Welt der Bücher beschreiben wie Hans Blumenberg in Die Lesbarkeit der Welt: "... mit einem Mal (wird) der Staub auf den Büchern sichtbar. Sie sind alt, stockfleckig, riechen moderig, sind eines vom anderen abgeschrieben, weil sie die Lust genommen haben, in anderem als in Büchern nachzusehen. Die Luft in Bibliotheken ist stickig, der Überdruß, in ihr zu atmen, ein Leben zu verbringen, ist unausbleiblich. Bücher machen kurzsichtig und lahmärschig, ersetzen, was nicht ersetzbar ist." Man kann einen Durchlauf, wenn nicht durch die ganze Geschichte der Kunst, so doch durch die im Louvre ausgestellte Kunst haben, entweder in 9 Minuten und 43 Sekunden wie in Jean-Luc Godards Film Bande à Part von 1964 oder gar in 9 Minuten und 27…

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