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Rainer, Ulrike
431 |

Rassismus und Polizeigewalt in den USA

Merkwürdigerweise fiel mir zu allererst der Charlie Chaplin Film Modern Times von 1936 ein. Im Film prügeln zwar die Polizisten wahllos “nur” mit Knüppeln auf die Bürger ein und geben eher eine lächerliche Figur ab, doch die Bereitwilligkeit zur Gewalt ist deutlich zu sehen. Ein Jahr zuvor war nach Unruhen in Harlem eine staatlich eingesetzte Kommission zu dem Schluss gekommen, dass willkürliche Polizeigewalt, neben Diskriminierung im Beruf, Bildung und in der Wohnungsbeschaffung, einer der Gründe für den Zorn der Schwarzen war. Nach den schweren Ausschreitungen in einer Anzahl der Großstädte Mitte der 1960iger Jahre folgerte die Kerner Kommission (1968) das Gleiche. Sie musste noch darum kämpfen, das Kind beim Namen zu nennen, d. h. das…

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European Centre For Press & Media Freedom
396 |

FEINDBILD JOURNALIST

Bedrohung als Normalzustand - Eine 5-Jahres-Bilanz des European Centre For Press & Media Freedom

Attacken aus rechten Zirkeln hat es bisher immer gegeben, hauptsächlich gegen Fachjournalistinnen und Journalisten. Seit 2015 hat sich dies geändert: Sowohl das Feld der Betroffenen als auch die Täterkreise haben sich erweitert. Eine breite, heterogene Masse trägt die Pressefeindlichkeit. Journalismus ist unterschiedslos für alle Medienschaffende – insbesondere, wenn sie von rechten Großdemonstrationen berichten – zum Wagnis geworden.
 

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Alt, Franz
395 |

"... dann schließen wir doch den Laden 'Europa' wegen moralischer Insolvenz!"

Nicht Flüchtlinge bekämpfen, sondern Fluchtursachen

Der CDU-Sozialpolitiker Norbert Blüm sagt: "Wenn 500 Millionen Europäer nicht mehr fünf Millionen Flüchtlinge aufnehmen wollen, dann schließen wir doch den Laden 'Europa' wegen moralischer Insolvenz". Der Christ Blüm orientiert sich am jesuanischen Gleichnis vom Barmherzigen Samariter.

Die Machtpolitiker Putin und Assad, Erdogan und die vielen Rebellengruppen in Syrien haben die neue Flüchtlingskrise verursacht. Assad bombardiert und drangsaliert sein eigenes Volk seit acht Jahren. Putin lässt gezielt militärische Angriffe auf syrische Krankenhäuser, Marktplätze und Flüchtlingslager fliegen - mit tödlichen Folgen für Hunderte. Und Erdogan lässt seine Armee in Syrien einmarschieren.

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Quellenangabe am Ende des Textes

 

 

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Dimmers, Jan
394 |

DA LACHEN DIE HÜHNER

DIE PARTEI DER TIERE IM KONTEXT DER NIEDERLÄNDISCHEN GESELLSCHAFT UND KULTUR

In seinem Buch Sind wir schlau genug, um zu wissen wie schlau die Tiere sind? bezeichnet der niederländische Ethologe Frans de Waal folgenden Satz aus der Verwandlung von Kafka als Anfang der Abnahme des Anthropozentrismus: ‘Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheueren Ungeziefer verwandelt’. Ein Mensch sieht und empfindet die Welt mit dem Körper der Tiere. Allmählich sind auch zeitlose Fragestellungen wie die folgenden von Montaigne, Wittgenstein und Thomas Nagel mit der jetzt dazu gehörenden politischen Betonung zurück auf der Tagesordnung:  
Die erste ist von Michel de Montaigne (1533 - 1592): Spiele ich mit meiner Katze oder spielt sie mit mir? (Quand je me joue à ma…

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Brose, Thomas
388 |

Wie glaubt man in Potsdam?

Eine spezielle City-Map gibt Auskunft

Potsdam, die einstige Bezirkshauptstadt der DDR, hat sich innerhalb
der letzten Jahrzehnte zu einem herausragenden Wissenschafts-
standort entwickelt. Allerdings werden hier nicht nur Probleme
globaler Klimaveränderungen erforscht. Durch seinen Promi- und
Glamourfaktor fühlen sich gerade Touristen von der Brandenburger
Landeshauptstadt angezogen. Dass sie dabei auch religiöser Vitalität
begegnen, wird vom Stadtmarketing mit Hinweis auf eine tief
verwurzelte religiöse Toleranz (1685: Potsdamer Toleranzedikt) gern
unterstrichen.

 

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KRÖLL, Tobias
384 |

Die Zerstörungen der Wirtschaftswissenschaften

Von „Komplizen der Sachzwänge“ und warum es nach dem „Rezo-Effekt“ erst richtig losgehen muss!

Wenn es darum geht, die Klimakrise und soziale Probleme auf der Welt nachhaltig zum Besseren zu verändern, muss nicht zuletzt darauf geschaut werden, auf welchen (unhinterfragten) Ideen und Gedankengebäuden die herrschende (Wirtschafts-) Politik beruht. Der Fokus liegt – trotz etwa 20 Jahren globalisierungskritischer Bewegung und fundierter Kritik – in den Mainstream-Wirtschaftswissenschaften immer noch vor allem auf dem „freien Markt“.

Mit „wirtschaftsliberal“ bezeichne ich das Gedankensystem, bzw. die Grundlagen des gültigen ökonomischen Fachwissens, das im Wesentlichen immer noch auf der so genannten „neoklassischen Theorie“ aufbaut. Mit „neoliberal“ bezeichne ich die darauf bezogenen politischen Aspekte.

Ein Auswechseln des Personals…

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Frank, Svenja
379 |

Das Feminine als Seinszustand

Essay über die Schattenseite der Weltmeisterschaft im Frauenfußball, die gerade mit einem 2:0 Sieg der USA über die NIEDERLANDE zu Ende ging.

Es ist Fußballweltmeisterschaft und niemand interessiert es. Naja fast. Ein paar Menschen interessieren sich dafür, dass es niemand interessiert. Mit der Aufstellung für das nächste Spiel haben auch sie sich vermutlich nicht befasst. Die Fußballweltmeisterschaft in Frankreich zeigt auf bizarre Weise, was aus einem Ereignis, das alle vier Jahre das öffentliche Leben lahmlegt, wird, wenn es nicht von Männern handelt. Dass sie zum Anlass wird, die Diskriminierung von Frauen anzuprangern und die Gleichberechtigung – aller – Geschlechter einzufordern, ist unerlässlich. In der Diskussion findet aber ein anderes Problem zu wenig Beachtung, das gesamtgesellschaftlich genauso gravierend ist, wie das Schattendasein des Frauenfußballs: die Tatsache,…

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Dörwald, Uwe
376 |

Max Ottes Abschiedsvorlesung an der Hochschule Worms

Kein Verlust: Ein Netzwerker am konservativen rechten Rand der Gesellschaft verlässt die akademische Welt.

Am 15. Mai 2019 hielt Max Otte seine Abschiedsvorlesung vor circa 180 Gästen im halbgefüllten Audimax der Hochschule Worms. Anders als bei einer Veranstaltung Ottes Ende Dezember 2018 an der Universität Köln regte sich in Worms kein Protest gegen seine Vorlesung.

Das Thema der Abschiedsvorlesung war: „Meinungsfreiheit in Deutschland im Jahr 2019.“ Die Frage: „Wie steht es um die Demokratie?“, die noch in der Einladungzur Vorlesung stand, stand nicht mehr auf der Eingangsfolie zur Vorlesung. Eigentlich ein interessantes Thema, wenn es denn eine Vorlesung gewesen wäre und keine eklektizistische Aneinanderreihung von Allgemeinplätzen, mit denen Max Otte aufzeigte, dass und wie er nach seiner Wahlempfehlung für die AfD bei der letzten…

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Dörwald, Uwe
368 |

Salman Rushdies "Satanische Verse"

Begleitet von einer Art doppeltem Vorspann bringen wir aus Anlass des dreißigsten Jahrestages der Fatwa gegen den Schriftsteller Salman Rushdie (Februar 1989) eine Besprechung der Satanischen Verse aus dem gleichen Jahr.

Denn es bleibt wichtig, sowohl die Meinungsfreiheit als auch die Kunstfreiheit zu verteidigen.

Am 21. Februar 2019 brachte die FAZ einen Text des amerikanischen Journalisten James Kirchick mit der Überschrift Die freie Welt legt sich selbst einen Maulkorb an. Kirchick beschreibt in seinem Text, wie seit der Fatwa gegen Salman Rushdie die Schere im Kopf funktioniert und er beklagt ein „kollektives Versagen westlicher Gesellschaften, die vor drei Jahrzehnten, als ein Schurkenstaat einen Schriftsteller zur Zielscheibe einer…

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Red.
362 |

70 Jahre Allgemeine Erklärung der Menschenrechte

UN-Resolution 217 A (III)

Heute vor 70 Jahren, am 10.Dezember 1948, wurde die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte unterzeichnet.

Aus diesem Anlass haben wir einige unserer Autoren gebeten, ein kurzes Statement zum Stellenwert der Menschenrechte zu schreiben. Mit den Statements von Hartmut Buchow, Lukas Dörwald, Jitka Perina, Ulrike Rainer und Milo Rau gratulieren wir der UN-Resolution 217 A zum Geburtstag.

 

 

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Brose, Thomas
360 |

Universalisten aller Lager vereinigt Euch!

Wenn Katholiken und Linke miteinander diskutieren

An der Katholischen Akademie des Bistums Dresden-Meißen fand am 13. November 2018 ein Gespräch zwischen dem Politiker Gregor Gysi und Bischof Gerhard Feige statt. Betitelt war das Gespräch mit: "Ich hasse nicht zurück." Eine das Gespräch leitende Fragen war: Gibt es Möglichkeiten, Konfessions-, Religions- und Weltanschauungsunterschiede zu überwinden, um gemeinsam die tiefen Gräben, die unsere Gesellschaft durchziehen, zu verringern?

Dass die Leipziger Diskussion sich durch Prägnanz und Schlagfertigkeit auszeichnete, war auch Frank Richter zu verdanken. Der Theologe und Bürgerrechtler, der den christlich-sozialistischen Dialog moderierte und zu einem Trialog erweiterte, trug dazu bei, eine manchmal bedrückende Gegenwart an den…

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Wolfgang HÖRNER & Tobias ROTH
358 |

>>Ich liebe die Freiheit. Ich will und kann keiner Partei dienen.<<

Möge der Name Verpflichtung sein!

"Manchmal hat man das Gefühl, es sei Zeit: diesmal, Zeit dafür, auf die Benennung der AfD-nahen Stiftung als "Desiderius Erasmus"-Stiftung zu reagieren. Die Benennung einer AfD-nahen Stiftung nach Erasmus hat kurz ein wenig schockiert und verblüfft und zum Widerspruch herausgefordert, aber beim Weiterdenken zu einer anderen Idee geführt: warum nicht die Gelegenheit beim Schopf packen und einen kleinen Band Erasmus machen. Damit alle nachlesen können, wonach die sich benannt haben: nämlich nach einem höchst menschenfreundlichen, die Toleranz, den Ausgleich und die Herzensgüte propagierenden Menschen, den Deutschland nicht sonderlich interessierte und der nicht mehr und nicht weniger als Weltbürger sein wollte.“ Wolfgang Hörner   

Wir von sc…

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TU BERLIN
357 |

Antisemitismus 2.0

Antisemitismen haben im Netz stark zugenommen

In welchen Manifestationen tritt Antisemitismus im 21. Jahrhundert in Erscheinung? Welche Stereotype werden kommuniziert? Und welche Rolle spielt die emotionale Dimension beim aktuellen Judenhass?

Mit diesen Fragen beschäftigt sich im Rahmen der empirischen Antisemitismusforschung die von 2014 bis 2018 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Langzeitstudie zur Artikulation, Tradierung, Verbreitung und Manifestation von Judenhass im digitalen Zeitalter unter der Leitung der Kognitionswissenschaftlerin Prof. Dr. Dr. h.c. Monika Schwarz-Friesel. 

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WORLD BANK
354 |

WHAT A WASTE 2.0

A Global Snapshot of Solid Waste Management to 2050

MÜLL und die Vermeidung von Müll ist ein wichtiges und ein globales Thema.

Zu dieser Thematik hat die Weltbank eine Studie veröffentlicht, auf die wir hinweisen möchten. 

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Reporter ohne Grenzen
329 |

Immer mehr Hetze gegen Journalisten in Europa

Rangliste der Pressefreiheit 2018

In keiner anderen Weltregion hat sich die Lage der Pressefreiheit im vergangenen Jahr so stark verschlechtert wie in Europa. Das zeigt die Rangliste der Pressefreiheit 2018 von Reporter ohne Grenzen: Vier der fünf Länder, deren Platzierung sich am stärksten verschlechtert hat, liegen in Europa, drei davon sind Mitgliedsstaaten der Europäischen Union.   

Bei uns werden seriöse Medien von rechts-nationalen Kräften als "Lügenpresse" diffamiert, die Türkei ist inzwischen bekannt für ihre Einschränkungen der Pressefreit und in Ungarn gab es Listen unliebsamer Jourmalisten in der staatsnahen Presse. Wenige Tage nach dem erneuten Sieg der Fidesz-Partei bei den Parlamentswahlen, veröffentlichte das regierungsnahe Wochenblatt Figyelö unter der…

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