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KRÖLL, Tobias
384 |

Die Zerstörungen der Wirtschaftswissenschaften

Von „Komplizen der SachzwĂ€nge“ und warum es nach dem „Rezo-Effekt“ erst richtig losgehen muss!

Wenn es darum geht, die Klimakrise und soziale Probleme auf der Welt nachhaltig zum Besseren zu verĂ€ndern, muss nicht zuletzt darauf geschaut werden, auf welchen (unhinterfragten) Ideen und GedankengebĂ€uden die herrschende (Wirtschafts-) Politik beruht. Der Fokus liegt – trotz etwa 20 Jahren globalisierungskritischer Bewegung und fundierter Kritik – in den Mainstream-Wirtschaftswissenschaften immer noch vor allem auf dem „freien Markt“.

Mit „wirtschaftsliberal“ bezeichne ich das Gedankensystem, bzw. die Grundlagen des gĂŒltigen ökonomischen Fachwissens, das im Wesentlichen immer noch auf der so genannten „neoklassischen Theorie“ aufbaut. Mit „neoliberal“ bezeichne ich die darauf bezogenen politischen Aspekte.

Ein Auswechseln des Personals...

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Strigl, Daniela
383 |

MICHEL HOUELLEBECQ UND DIE SIEBEN TODSÜNDEN

Nachdruck der Laudatio anlĂ€sslich der Verleihung des österreichischen Staatspreises fĂŒr europĂ€ische Literatur 2019 an Michel Houellebecq - gekĂŒrzte Fassung

„Lob ist schlecht", heißt es bei Rainald Goetz, einst BĂŒrgerschreck, heute BĂŒchner-Preis-TrĂ€ger: "Zustimmung schwĂ€cht, Kritik stachelt an, energiefiziert die Welt." Ich bin also auf der Hut. Lob und Ruhm ist Michel Houellebecq, TrĂ€ger des Prix Goncourt, Ritter der Ehrenlegion, reichlich zuteilgeworden.

Er hat sich auch ĂŒber einen Mangel an anstachelnder Kritik bisher nicht beklagen können. Ich spreche hier ĂŒber Michel Houellebecq, und ich spreche ĂŒber die sieben TodsĂŒnden, die in der Sprache der "aufgeklĂ€rten" Kirche seit dem Zweiten Vatikanum gern "HauptsĂŒnden" genannt werden oder, noch genauer, "Hauptlaster", aus denen die SĂŒnden erst erwachsen. (...)

Vielleicht ist Houellebecqs Werk, bei aller ausdrĂŒcklichen Distanzierung von der...

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Dörwald, Uwe
382 |

BIG PLAYER - ESSAY ZU GOOGLE, FACEBOOK, AMAZON

Teil 1 – Über GesprĂ€che, Events, Likes und eine geschlossene TĂŒr

 

WĂ€hrend der letzten Wochen habe ich mehrere lĂ€ngere GesprĂ€che bzw. Interviews mit anspruchsvollen Inhalten transkribiert. Beim Verschriftlichen eines mĂŒndlichen GesprĂ€chs von einer mp3-Datei in Text kann man gut beobachten bzw. hören, wie sich Gedanken formen: langsam, zögernd, tastend von einem Punkt zum nĂ€chsten nimmt ein GesprĂ€ch, die Kommunikation zwischen den GesprĂ€chsparteien, seinen Gang. Als derjenige, der transkribiert, ist man (zu)hörender Beobachter, ein Ohrenzeuge. Neben dem Inhalt des GesprĂ€chs, auf den es natĂŒrlich in erster Linie ankommt, registriert man auch Kleinigkeiten am Rande. Man nimmt wahr, wenn gegessen und getrunken wird; man hört, wenn gezögert wird; man hört die Stille, wenn das GesprĂ€ch stockt und man hört auch,...

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Dörwald, Uwe
381 |

Nibelungenfestspiele 2019 - ÜBERWÄLTIGUNG

Impressionen von der Fotoprobe (10.07.2019) / PREMIERE: 12.07.2019

In diesem Jahr bringen wir keine Besprechung der Nibelungenfestspiele in Worms. DafĂŒr aber Impressionen der FOTOPROBE vor dem Wormser Dom.

Wir empfehlen den Besuch des StĂŒcks.

 

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Dörwald, Uwe
380 |

Über einige Fragen und Probleme einer Wissenschaftsethik

"Aber ich bin nun mal Historiker." (E. Albee)

In Zeiten, in denen das Pentagon, Amazon, Bayer und andere große Player ĂŒber nicht geringe Drittmittel auch die Forschung an deutschen UniversitĂ€ten finanzieren, und wahrscheinlich auch Einfluß nehmen; und in Zeiten, in denen Hochschulen bisweilen sehr eng unter dem Label bzw. dem Etikett der Forschung mit Kommunen oder deren Wirtschaftsförderungen kooperieren, was durchaus zu Konkurrenzsituationen mit lokalen Wirtschaftsunternehmen fĂŒhren kann, weil das simple Erstellen von APPs oder von HĂ€ndlerseiten auf Amazon zum Beispiel eigentlich keine (angewandte) Forschung ist; und in Zeiten, in denen geisteswissenschaftliche Institute wie zum Beispiel die Germanistik an der UniversitĂ€t Dortmund abgewickelt werden, kann man sich die Frage nach der ...

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Frank, Svenja
379 |

Das Feminine als Seinszustand

Essay ĂŒber die Schattenseite der Weltmeisterschaft im Frauenfußball, die gerade mit einem 2:0 Sieg der USA ĂŒber die NIEDERLANDE zu Ende ging.

Es ist Fußballweltmeisterschaft und niemand interessiert es. Naja fast. Ein paar Menschen interessieren sich dafĂŒr, dass es niemand interessiert. Mit der Aufstellung fĂŒr das nĂ€chste Spiel haben auch sie sich vermutlich nicht befasst. Die Fußballweltmeisterschaft in Frankreich zeigt auf bizarre Weise, was aus einem Ereignis, das alle vier Jahre das öffentliche Leben lahmlegt, wird, wenn es nicht von MĂ€nnern handelt. Dass sie zum Anlass wird, die Diskriminierung von Frauen anzuprangern und die Gleichberechtigung – aller – Geschlechter einzufordern, ist unerlĂ€sslich. In der Diskussion findet aber ein anderes Problem zu wenig Beachtung, das gesamtgesellschaftlich genauso gravierend ist, wie das Schattendasein des Frauenfußballs: die Tatsache,...

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Dietz, Harald
378 |

Strenges Denken und grundloses Meinen

"Wer selber denkt, hat Heimvorteil."

Neben dem ungenauen, eher meinenden als begrĂŒndenden Denken hat es immer ein strenges Denken gegeben. Eines, das auf GrĂŒnden und BegrĂŒndungen besteht und auf logischer SchlĂŒssigkeit. Das ist ein Denken, das das bloße Meinen erschwert, die bloß Meinenden oftmals verĂ€rgert, ihnen zumutet, worin sie keine Übung haben: Das BegrĂŒnden der eigenen Meinung, das Achten auf (einfache) Regeln der Logik.

Eine hĂ€ufige Reaktion auf dieses Erschweren des eigenen Meinens ist naheliegender Weise nicht Dankbarkeit und Bescheidenheit. Selten sagt dann jemand, dass er schlecht begrĂŒnde und argumentiere und nun einsehe, dass er das lernen mĂŒsse. Vielmehr fĂŒhlt er oder sie sich im Meinen eingeschrĂ€nkt, ist verĂ€rgert, erhebt vielleicht sogar den Vorwurf...

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Steierwald, Ulrike
377 |

1046: Finis.

Zu Hermann Burgers Gedicht "Worte"

2019 jĂ€hrte sich der Todestag des Schweizer Autors Hermann Burger zum dreißigsten Mal. Jenseits der Schweiz waren jedoch nur wenige Texte der Erinnerung an diesen Schriftsteller – in Feuilletons oder literarischen / literaturwissenschaftlichen Zeitschriften –  zu finden. Dies mag auch daran liegen, dass seine Mortologismen wenig aktuellen Unterhaltungs- und damit Marktwert haben.

Ulrike Steierwald nahm in der Vorlesungsreihe 10 Minuten Lyrik. Der Dichtung eine Gasse (Leuphana UniversitĂ€t LĂŒneburg) Burgers drei Jahrzehnte zurĂŒckliegenden Suizid zum Anlass, ihm mit seinen eigenen  Worten und in der ihm eigenen logischen Konsequenz zu antworten: „Aber du bist nicht tot.“ (Aus: Der stumme Bruder. In: Rauchsignale. Gedichte. ZĂŒrich und...

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Hoppe, Felicitas
375 |

Mein Mensch, mein Hund:

Hermynia Zur MĂŒhlen im 21. Jahrhundert lesen

Das Vorwort ist eine Gattung fĂŒr sich, das, wenn es wie im vorliegenden Fall gelingt, in einen Text oder ein Werk auf eigene Weise einfĂŒhrt und Lust macht, auf eine literarische Entdeckungsreise zu gehen.

Wir danken der Autorin und dem Paul Zsolnay Verlag fĂŒr die Genehmigung das Vorwort zur gerade erschienenen Ausgabe der Werke von Hermynia Zur MĂŒhlen publizieren zu dĂŒrfen und empfehlen auf diesem Weg die LektĂŒre einer vergessenen Autorin des 20. Jahrhunderts.

Hermynia Zur MĂŒhlen: Werke
Im Auftrag der Deutschen Akademie fĂŒr Sprache und Dichtung und der WĂŒstenrot Stiftung herausgegeben von Ulrich Weinzierl. Mit einem Essay von Felicitas Hoppe.

Bibliothek WĂŒstenrot Stiftung. Autorinnen des 20. Jahrhunderts * 4 BĂ€nde im Schuber, 2581...

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Hoppe, Felicitas
374 |

DAS ROTKÄPPCHENPRINZIP

Wie oft haben Sie in Ihrem Leben versucht, wirklich (tatsÀchlich) originell zu sein? Ich erinnere mich, vage, an Themenpartys, die das gestellte Thema möglichst originell konterkarieren sollten. Die Aufgabe erzeugte vor allem Stress, weil sich das Thema in der Regel aus dem Fundus alter Partykulturen bediente und damit selten unter OriginalitÀtsverdacht stand. Es ging um JahrgÀnge, Orte, Musik oder Farben, um Kleidung, Tiere und Statussymbole oder, nur scheinbar ambitionierter, um Ideen und Kunst. Sind Sie jemals als Dichter, Komponist oder Philosoph zum Fasching gegangen? Und war die Aufgabe leichter, als Sie sich in eine Dichterin, Komponistin oder Philosophin verwandeln durften?

   Ich wusste nie, als was ich gehen sollte – als Frau...

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Kiss, Endre
373 |

Naturschutz und Gesellschaftsschutz

Globalisation hat eine besondere Relation zum Klimawandel, und umgekehrt. Der Klimawandel besitzt auch eine besondere Relation zur Globalisation.

Sie leben und existieren zusammen und oft werden sie auch gemeinsam genannt und teilweise auch für identisch gehalten. Es ist jedoch klar, dass die Globalisation auch ohne Klimawandel problemlos existieren kann, während dasselbe auch vom Klimawandel ausgesagt werden kann.

Da es sich jedoch um zwei Phänomene von universaler, geradezu totaler Extensität handelt, haben wir mit einer langen Reihe von Fakten und Interpretationen zu tun, die davon zeugen, dass das Aufkommen der Globalisation und das des Klimawandels miteinander bereits relativ früh in Interaktion traten. Ein besonders wichtiges...

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Perina, Jitka
372 |

ASPEKTE DER ANDERSHEIT

Das neue Buch der Philosophin Karen Gloy trifft mit seinem Fokus auf das VerhÀltnis von Ich und dem Anderen genau das aktuelle Problem unserer westlichen Welt - die Begegnung mit dem Fremden.

Mit der zunehmenden Globalisierung scheint das Thema der Andersheit zunächst überwunden zu sein, was sich jedoch als Täuschung erweist. Zwar ist die traditionelle Grenzziehung durch die Globalisierung, Digitalisierung und Vernetzung aufgehoben und heterogene Kulturen vermischen sich und erzeugen Multikulturalität. Die Daseinsbewältigung des Einzelnen gründet jedoch auf einem rigorosen Egoismus. Dem Einzelnen geht es vor allem um sich selbst, er setzt seine Interessen im Kampf gegen andere durch und verfolgt die Gedanken der Selbstverwirklichung und Selbstbestimmung. Demgegenüber rückt die Beziehung zum anderen auf den zweiten Rang. Das Wir-Gefühl haben wir weitgehend verloren. Die Konflikte werden zu Gunsten des Ich entschieden.

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Eisenberg, Peter
371 |

Hannover hat das beste Deutsch

Die Stadt Hannover will die Sprache gerechter machen. Sie empfiehlt dafĂŒr geschlechtsumfassende Formulierungen. Der Linguist Peter Eisenberg hat sich einige davon genauer angeschaut.

Im FrĂŒhjahr 2019 hat die Landeshauptstadt Hannover ein Faltblatt mit „Empfehlungen fĂŒr eine geschlechtergerechte Verwaltungssprache“ veröffentlicht. Es bestehen Zweifel daran, dass es sich tatsĂ€chlich um Empfehlungen und nicht um verbindliche Sprachregelungen handelt. So liest man im einleitenden Text: „Wenn eine geschlechterumfassende Formulierung nicht möglich ist, ist der Genderstar (z. B. Antragsteller*innen) zu verwenden.“ Das ist keine Empfehlung, sondern eine Anweisung, die zudem gegen geltendes Recht verstĂ¶ĂŸt. FĂŒr den öffentlichen Dienst ist die Verwendung der amtlichen Rechtschreibung verbindlich.

Ko-Publikation mit freundlicher Genehmigung von Peter Eisenberg und von MERTON (www.merton-magazin.de)

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Rainer, Ulrike
370 |

Life in the United States - 21

Louisiana: Les Belles Et Les Bêtes

Louisiana war von 1682-1762 französische Kolonie, von 1762 bis 1800 unter spanischer Herrschaft, und wurde von 1800 bis 1803 wieder an Frankreich abgegeben. 1803 fiel das Territorium durch den Louisiana Purchase an die USA.

Mehr zur Geschichte LOUISIANAS lesen Sie in unserem neuen Text aus unserer AMERIKA-Reihe.

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Hoppe-Dörwald, Dorothea
369 |

Das ökologische Auge

Eine andere Möglichkeit der Kulturgeschichte

Das Buch mit dem Titel Das ökologische Auge und dem Untertitel Landschaftsmalerei im Spiegel nachhaltiger Entwicklung besteht aus zwei Teilen. Teil I: Das gab es schon -Teil II: Das gab es noch. Ich wusste zunächst gar nicht so genau, was es mit dem Buch auf sich hat, als ich es eines Tages bei uns auf dem Tisch liegen sah. Dann entdeckte ich für mich aber schon bald: So gab es das noch nicht. Ich mag mich irren, aber für mich war die Lektüre ein besonderes Erlebnis, denn es war wie eine große Überraschung, die sich mir beim Lesen entfaltete, ich hatte so ein Buch noch nie gelesen.

 

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