< Depeschen aus der Kapitale - 7
296 | 27.11.2017

Das Lachen in Shakespeares >>Ein Sommernachtstraum<<


In diesem Texte über Lachen und Humor habe ich Inspiration in einer Zeit gesucht, in der Humor ins Zentrum der Aufmerksamkeit gezogen wurde. Das war an der Grenze des späten Mittelalters und der Renaissance. Die Wurzeln der Moderne stammen aus dieser Zeit und in diesem Zusammenhang nenne ich die Namen von Erasmus, Rabelais, Montaigne, Cervantes und Shakespeare. Die vier genannten Autoren rückten auf ähnliche Weise und aus gleichen Gründen das Lachen in den Mittelpunkt wie Shakespeare.  

Zuerst spreche ich über das Lachen und auch über das Lächerliche als gesellschaftliches Phänomen. Dann lasse ich Theorien darüber Revue passieren und versuche diese auf die Werke von Shakespeare anzuwenden. Zur weiteren Konkretisierung hole ich dies näher an den letzten Akt des Mittsommernachtstraums heran. Dieses Fragment habe ich gewählt, weil hierauf haarscharf Freuds spätere Aussage über den Humor anwendbar ist: Sieh’ her, das ist nun die Welt, die so gefährlich aussieht. Ein Kinderspiel, gerade gut, einen Scherz darüber zu machen.  

Und noch etwas: Humor, Torheit und Verrücktheit kreieren im Theater eine eigenständige Wirklichkeit. Der unumgängliche Wahrheitsbeweis dafür ist, dass unter dem Druck der Puritaner das Theater Shakespeares 1644 schließen musste und danach abgerissen wurde. - Das wiederum verweist uns auf die Gegenwart. Da werden in manchen Ländern Leute, die über die Aktualität etwas Lustiges zu sagen haben, wenn sie überhaupt noch ihres Lebens sicher sind, einfach mundtot gemacht.

 

 

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