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147 | 18.09.2012

Einbaum und Schreibtisch

Kulturüberschreitende Philosophie als Spiegel und Erkenntnis von Gesellschaften und Kulturen


Es gibt Autoren deren Bücher einen Leser ein Leben lang begleiten. Zu diesen Autoren gehört für mich die Philosophin Karen Gloy. Ihr neues Buch „Kulturüberschreitende Philosophie“, wie auch die Forschungsreisen, die zum Buch geführt haben, ist geprägt durch die wissenschaftlichen Tugenden Neugierde und Forschergeist und wird ergänzt durch eine gute Portion Abenteuerlust, wie die Autorin selber in einem der Filme sagt, die dem Buch als DVD beigelegt sind.

Karen Gloy richtet ihren nach Erkenntnis suchenden und forschenden Blick auf weitgehend unbekannte Kulturen, indigene Völker und Ethnien und öffnet damit gleichzeitig unseren Blick auf die Welt und damit quasi nebenbei und als Rückkopplung den Blick auf unsere eigene Kultur, Zivilisation und Gesellschaft. Ihr Interesse an der Ferne und am Fremden und Exotischen läßt sie, begleitet von Helga Lustenberger, der das dem Buch beiliegende Filmmaterial zu verdanken ist, zu Reisen und Expeditionen auf verschiedenen Kontinenten aufbrechen. Diese Forschungsreisen führen zum Kennenlernen und Schätzen der unterschiedlichen Kulturen, ihrer Menschen, Sitten und Gebräuche, ihrer Denk- und Verhaltensmuster. Für die am Projekt einer interkulturellen Philosophie interessierten Philosophin bereichern die uns fremden Kulturen auch unsere Welt. Die Autorin ist sich gewiss, dass „die Begegnung mit der kulturellen Vielfalt“ sie gelehrt hat, „daß unsere westliche Denkrichtung nicht die einzige ist, die Anspruch auf Anerkennung erheben kann gerade in einer Zeit zunehmender Globalisierung und Uniformierung.“

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