schwarz-auf-weiss

autoren

themenliste ... >

 

 

Steffen Axmann, 1981 in Buchen geboren. Studium der Volkswirtschaftslehre. Lebt und arbeitet in Berlin.

 

Uwe Dörwald, 1958 in Mönchengladbach geboren.

Studium der Physik, Literaturwissenschaft und Philosophie in Köln, Heidelberg, Hannover, Budapest und Szeged. Literaturkritiken in verschiedenen Medien (u.a. Hessischer Rundfunk) und Arbeiten zur Klassischen Moderne, Geschichts- und Erkenntnistheorie. Bedingt durch seine Arbeit im Bildungsbereich vor allem interessiert an Managementtheorien,  Wirtschaftsethik, Arbeitsmarktforschung und Globalisierung.

 

Felicitas Hoppe, 1960 in Hameln geboren, lebt als freie Autorin in Berlin. Nach  Verbrecher und Versager.  Fünf Porträts, erschienen 2004 im Marebuchverlag Hamburg, sind weitere wichtige Bücher von Felicitas Hoppe erschienen. Besonders zu erwähnen sind: Johanna sowie Iwein Löwenritter. Ausführliche Informationen zu Felicitas Hoppe sind im Internet zu finden unter: Literaturport.

 

 

Dorothea Hoppe-Dörwald, 1963 in Hameln geboren.

Studium der Erziehungswissenschaften, Soziologie und Philosophie in Heidelberg. Heute tätig als Konfliktberaterin und im Bereich der Kommunikationsberatung.

 

 

 

 

Endre Kiss, 1947 in Debrecen geboren. Professor am Lehrstuhl für Philosophiegeschichte der Philosophischen Fakultaet der Universitaet Eötvös (Budapest). Wichtigste Buchveröffentlichungen: A k.u.k. általános világrend halála Bécsben, Budapest, 1977 (Der Tod der k.u.k. Weltordnung in Wien, erweiterte deutsche Ausgabe:Wien - Köln - Graz, 1986), Hermann Broch elmélete a polihisztorikus regényről, Budapest, 1981 (Hermann Brochs Theorie über den polyhistorischen Roman), A világnézet kora. Nietzsche magyarországi hatástörténete, Budapest, 1982 (Das Zeitalter der Weltanschauung. Nietzsches Rezeptionsgeschichte in Ungarn), Szecesszió egykor és most, Budapest, 1984 (Jugendstil einst und heute), Friedrich Nietzsche filozófiája, Budapest, 1993 (Friedrich Nietzsches Philosophie), Studien über die österreichische Philosophie, Cuxhaven - Dartford, 1995, Against New Metaphysics, Cuxhaven - Dartford, 1996, Zur Rekonstruktion der praesentistischen Rationalitaet Mittel-Europas. Cuxhaven-Dartford, 1998, A negativ univerzalizmus filozófiája és irodalma. Intellektuális monográfia Hermann Broch-ról. Budapest-Veszprém, 1999 (Philosophie und Literatur des negativen Universalismus. Intellektuelle Monographie über Hermann Broch). - Herausgeber vom Sammelband Friedrich Nietzsche und die globalen Probleme unserer Zeit (Cuxhaven-Dartford, 1997), sowie dem Band Friedrich Nietzsche, die Postmoderne und was danach kommt (zusammen mit U. Nussbaumer-Benz, Cuxhaven-Dartford, 2000). Humboldt-Stipendiat, mehrere Gastprofessuren. Zahlreiche weitere deutsch-, englisch- und französisch-sprachige Publikationen vor allem über Nietzsches Philosophie, den klassischen deutschen Idealismus, aus dem Gebiet der Philosophie- und Ideengeschichte Österreich-Ungarns, sowie aus dem umfassenden und interdiszplinaer zu bearbeitenden Gebiet der Sozialphilosophie des postkommunistischen Phaenomens.

 

Helge Meyer

-         geb. 1969 in Woltwiesche

-         verheiratet und ein Kind

-         Studium der Kulturwissenschaften in Hildesheim

-         Promotion an der Staatlichen Hochschule der Bildenden Künste in Stuttgart (Titel: Handeln und Leiden – Schmerz als Bild in der Performance Art) im Bereich Kunstwissenschaft. 

Helge Meyer beschäftigt sich seit Mitte der 80er Jahre mit Aktionskunst. Durch erste Versuche im Bereich des experimentellen und absurden Theaters entwickelte Meyer langsam ein dauerhaftes Interesse (sowohl praktisch als auch theoretisch) an der Kunstform Performance Art.

In seinen Performances, die unter dem Namen System HM2T (gemeinsam mit Marco Teubner) seit 1998 auf der ganzen Welt stattfinden, spielt grundsätzlich der Körper eine wichtige Rolle. Extremsituationen wie Schlafentzug („Counting rice“, Manila 2003, Dauer 22 Stunden), das Tragen schwerer Lasten („More valuable then gold“, u.a. Helsinki 2001, Meyer und Teubner trugen ihr Eigengewicht in Salz auf dem Rücken für etwa eineinhalb Stunden) oder scheinbar einfache Handlungen, die erst durch die Dauer und die Reduktion auf psychische und physische Weise belastend werden („perform“, Hildesheim 1999, 5 Tage a 12 Stunden, u.a. „gehen“ für 12 Stunden auf einem vorher festgelegten Weg oder “trinken“ von je 9 Litern Wasser über diesen Zeitraum.)

Solo beschäftigt sich Meyer noch stärker mit dem Leiden und der Möglichkeit zur Empathie seitens der Zuschauer. In der Performancereihe „Taschlich“ (u.a. Mexiko 2005 und Singapur 2005) vermischt Meyer beispielsweise die jüdische Tradition des Taschlich-Gebets mit der Märtyrerrolle im christlichen Glauben. In einem Ritual werden „Sünden“ des Publikums auf Steine geschrieben, die Meyer sich an den nackten, mit heißem Wachs übergossenen Körper bindet und diese zu einem nahe gelegenen Gewässer trägt, um als Stellvertreter die Sünden der Teilnehmer zu versenken.

Seit 2000 ist Meyer assoziiert in Black Market International.

Wissenschaftlich beschäftigt sich Helge Meyer ebenfalls mit dem breiten Gebiet der Performance Art. Er veröffentlicht international Texte und Kritiken über diese Kunstform.

 

Ram Adhar Mall, Jahrgang 1937, ist Professor für Philosophie und lehrt interkulturelle Philosophie und Religionswissenschaft an der Ludwig-Maxi­mili­ans-Universität München. Mall ist einer der Hauptinitiatoren der interkulturellen Philosophie weltweit und Gründungspräsident der internationalen Gesellschaft für interkulturelle Philosophie e. V., die seit 1991 besteht. Er ist Mitherausgeber der wissesnchaftlichen Schriftenreihen ›Bausteine zur Mensching-Forschung‹ und ›Interkulturelle Bibliothek‹

 

Stefanie Wernz lebt und arbeitet in Berlin.

 

Hamid Reza Yousefi

Am 11. November 1967 wurde ich in Teheran geboren.

1990 verließ ich das Land und wählte später Deutschland als zweite Heimat.

1994 besuchte ich in Köln das Studienkolleg.

1997 nahm ich an der Universität Trier ein Philosophie- und Pädagogikstudium auf.

2001 konnte die Dissertationsschrift dank eines Stipendiums in Trier in Angriff genommen werden. Thema war 'Der Toleranzbegriff im Denken Gustav Menschings. Eine interkulturelle philosophische Orientierung.' Schwerpunkte sind die Verknüpfung der Toleranz Menschings mit dem Weltgewissen und die Aufgaben der Angewandten Religionswissenschaft im Hinblick auf den Dialog der Kulturen.

Die Entwicklung dieser Thematik führt zu einer verstärkten Hinwendung zur interkulturellen Philosophie. Die Verschränkung von Angewandter Religionswissenschaft und interkultureller Philosophie hängt vor allem damit zusammen, daß beide sich von Absolutheitsansprüchen distanzieren. Beide setzen auf ein dialogisches Verstehen der Kulturen, Religionen und Philosophien. Es ist eine Grundvoraussetzung, sich die "orthafte Ortlosigkeit" und die "ortlose Orthaftigkeit" der Religionswissenschaft und der Philosophie einzugestehen.

Solche Gedanken sind im Werk Ram Adhar Malls zu finden. Ein Zufall bescherte mir die Bekanntschaft mit diesem interkulturellen Philosophen, die sich, nicht zuletzt wegen der gemeinsam gepflegten Denkart, zu einer kollegial-freundschaftlichen Beziehung entwickelte. Mall wurde nun zu einem weiteren Lehrer und Mentor, der meine Doktorarbeit als Zweitgutachter betreut. Erstgutachter ist Fischer.

Zur Toleranz kommt Mall nicht zuletzt durch die Erkenntnis, daß eine 'reine' Kultur, Philosophie oder Religion nicht existiert. Diese Idee hält er für einen Mythos, welcher der Menschheit großen Schaden zugefügt hat. Hier liegt für Mall ein hermeneutisches Problem vor. Es ist eine Ironie der Geschichte, daß in der westlichen Welt immer wieder die Vorstellung entstand, besser, klüger und raffinierter als andere Kulturen zu sein. Dieses Verstehensproblem liegt darin, daß einige Denker der westlichen Welt suggerieren, andere Kulturen besser zu verstehen als diese sich selbst. Sie tendieren dazu, wie Mall sagen würde, die "Software" ihres eigenen Denkens in die "Hardware" anderer Kulturen zu installieren und nehmen sich das Recht, die dadurch erhaltenen unverständlichen Ergebnisse als Unzulänglichkeit der fremden Kultur zu interpretieren.

Im Laufe meines Promotionsverfahren ist mir immer bewußter geworden, wie schwer es ist, die Mauer intrakulturellen Denkens zu durchbrechen, um für eine interkulturelle Denkart zu plädieren.

Ich gebrauche den Begriff der Philosophie im Plural und halte die Singularisierung derselben für eine Denkkategorie, die mit struktureller Gewalt einhergeht und eine Zentrum-Peripherie-Perspektive etabliert. Meine Idee zur Gründung einer 'Interkulturellen Bibliothek' soll dieser Denkkategorie zum Paradigmenwechsel verhelfen.

 

Wichtigste Publikationen von Hamid Reza Yousefi

Sokrates. Leben und Wirken. Sokrates und die Kunst des Nichtdenkens, Teheran 2000 [280 S.].

 

Reformgedanken und Herausforderungen im Iran als Erbe der Aufklärung, Teheran 2002 [208 S.].

 

Der Toleranzbegriff im Denken Gustav Menschings. Eine interkulturelle philosophische Orientierung (Bausteine zur Mensching-Forschung Bd. 7), Nordhausen 2004 [430 S.].

Grundpositionen der interkulturellen Religionswissenschaft (Interkulturelle Bibliothek Bd. 10), Nordhausen (in Vorbereitung 2005).

 

 

 

nach oben ... ^