Rainer, Ulrike
186 | Oktober 2014

Life in the United States - 8

Connecticut - der erfinderische Staat


Vielleicht ist es das extrem launische Wetter, das für den sprichwörtlichen Erfindergeist der Connecticut Yankees verantwortlich ist, wie schon Mark Twain feststellte. Wir haben es auf alle Fälle mit einem Staat zu tun, in dem ein gutes Klima für Erfinder zu herrschen scheint. Erwähnt seien Goodyear (Reifen), William Gray (Münztelefon) oder die Herren Smith and Wesson. Connecticut ist ein Staat, der gut am Flugzeug-, Hubschrauber und U-Boot verdient(e). Und im Bildungssektor ist die YALE UNIVERSITY in New Haven eine Art Leuchtturm. [mehr]
Dimmers, Jan
185 | September 2014

Auf der Suche nach der verlorenen Unschuld

Über DER FALL von Albert Camus


"Als Mitarbeiter aus den Niederlanden schreibe ich jetzt über DER FALL von Albert Camus. Der Grund dafür ist, dass das Buch in Amsterdam spielt. Ich wohne dort seit 42 Jahren. Im Buch wird Amsterdam mit Dantes Hölle verglichen. Höchste Zeit also für eine Auseinandersetzung. - Die beste Gelegenheit dazu ist der 10.te Geburtstag von schwarz-auf-weiss" Mit diesen Worten beginnt Jan Dimmers seinen Essay zu Camus, aus dem wir neben anderen Erkenntnissen auch die entnehmen, dass ein Wachloder ein Lichtblick in der Düsternis des Lebens sein kann und dass man in der Kneipe anders redet als im Auditorium. Texte sind also nicht nur für (altkluge) Literaturkritiker, sondern in erster Linie für Leser da. [mehr]
Hoppe-Dörwald, Dorothea
184 | September 2014

WEIT VOM STAMM

Wenn Kinder ganz anders als ihre Eltern sind


In WEIT VOM STAMM befasst sich Solomon in zehn Kapiteln ausführlich mit zehn unterschiedlichen Formen der Andersartigkeit von Kindern und damit, wie Familien mit dieser zurecht kommen. Gehörlosigkeit, Kleinwuchs, Down-Syndrom, Autismus, Schizophrenie, Behinderung, Wunderkinder, Vergewaltigung, Kriminalität und Transgender sind die Phänomene, die eingehend und in ihrer Vielfalt beschrieben werden. Durch die genauen und offenen Berichte werden die Behinderungen erlebbar und machen uns, als Leser, bescheidener, scheint doch ein gesundes Leben plötzlich äußerst leicht. [mehr]
Hoppe, Felicitas
183 | August 2014

Vergissmeinnicht

Vom Bleiben und Verschwinden im digitalen Zeitalter


„Ich bin dann mal weg!“ Davon träumt im Sommer kurzfristig jeder. Aber auch der Sommer hält längst nicht mehr, was er verspricht. Sommerpause, Sommerfrische, Sommerhäuser und Sommergäste – das alles ist, falls es jemals mehr war, inzwischen schöne Literatur geworden. Dort allerdings, in der Nische des Schönen, haben die alten Phantasien vom guten bürgerlichen Leben nach wie vor Hochkonjunktur. Denn sie beflügeln unseren Wunsch nach dem richtigen Dasein, unsere Vorstellung von Freiheit und Atemholen, von Eigenleben und Privatsphäre, unseren Glauben daran, es wäre noch möglich, einfach die Läden herunterzulassen, sich aus dem Staub zu machen, um ans Meer, in die Berge, ins Umland zu verschwinden. Endlich ungestört sein, kurzfristig für nichts und niemand erreichbar, sich den wirklich wichtigen Dingen widmen. Aber wer weiß schon, was wirklich wichtig ist?... --- Der Text erschien zuerst am 10.08.2014 im Hörfunk, in der Sendung "Gedanken zur Zeit" bei NDR-KULTUR. [mehr]
Rainer, Ulrike
182 | Juni 2014

Life in the United States - 7

Imperium des Südens: Georgia


In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts bis in die Gegenwart versuchte man mit ziemlichem Erfolg, den Staat, in dem die Landwirtschaft vorherrschte, zu modernisieren. Die Häfen Savannah und Brunswick wurden erneuert.  Militärstützpunkte sind gut für das Geschäft. Der 1980 fertiggestellte William B. Hartsfield Internationale Flughafen  und das World Congress Center locken Menschen aus aller Welt an. Billige Immobilien und niedrige Steuern taten das ihre. Atlanta wurde zur Metropole für Versicherungen, Makler und Banken. 1996 war die Stadt stolzer Gastgeber der Olympischen Sommerspiele. 2008 gingen die 16 Wahlmänner an John McCain und 2012 an Mitt Romney. Für einen schwarzen Präsidenten reichte es eben doch noch nicht. [mehr]