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Leser - Statements
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"SAW ist, schwarz auf
weiß, eine Säge, die im zeitgeistigen Unterholz Licht und Luft
schafft. Unbedingt immer wieder lesen!"
-
"Die Beiträge auf
schwarz-auf-weiss
sind immer interessant und anregend. Oft fühlt man
sich in den eigenen Meinungen und Gedanken bestätigt, was natürlich
der Eitelkeit schmeichelt. Zum Glück stimme ich nicht allen Ansichten
zu, denn das wäre langweilig."
-
"Vielen Dank für Ihre
langjährige Informationspolitik mit schwarz-auf-weiss. Viele
Artikel waren und sind wirklich interessant, da sie aktuelle Themen
betreffen."
-
"Eure
Idee mit schwarz-auf-weiss bringt immer gute Punktlandungen."
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"schwarz-auf-weiss
ist inhaltlich ERSTE LIGA ..."
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"schwarz-auf-weiss
ist eine höchst interessante Seite: ich habe mich [...] regelrecht
festgelesen."
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Monat-Jahr*Nr.
-
2012 - |
AUTOR
/ RUBRIK |
THEMA |
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15.05.2012 |
*** Meldung
*** |
Wir, die Macher von
schwarz-auf-weiss,
gratulieren - Felicitas Hoppe - zum Georg-Büchner-Preis
2012.
[(c) Bild privat]
Wir
freuen uns mit der Autorin über diesen Preis, der unseres Erachtens
eine Auszeichnung ihrer klaren Sprache und ihrer Fähigkeit,
Geschichten zu erfinden und diese auch formal auf neue und mutige
Weise zu erzählen ("Hoppe"), ist.
"Hoppe Cuts to the
Chase" titelten wir unsere
Besprechung zu "Hoppe" - Mit diesem Preis haben "Fly" und
Felicitas Hoppe gepunktet – mit
Leuchtpuck
und Sprache.
Wir
sind stolz darauf, dass wir Beiträge von Felicitas Hoppe auf
unserer Internetseite publizieren konnten.
Was für Sportler die Hall of
Fame - ist für Schriftsteller der Georg-Büchner-Preis.
HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH - und
keep on writing! |
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04-2012*126 |
THIELEMANN, Ulrich |
Der Wettbewerb und die "Effizienz". Vom ethischen Scheitern des
Neoliberalismus ...mehr
Auszug:...
Der Wettbewerb taugt nicht zum Prinzip der
guten und gerechten Ordnung von Wirtschaft und Gesellschaft.
Eine Wirtschaftsethik, die sich ihrer eigenen praktisch-politischen
Grenzen bewusst ist und sich folglich auf transzendentale Kritik
(Aufzeigen der Verletzung des Moralprinzips) und Werterhellung
(statt Wertentscheidung) beschränkt, bringt daher die Option einer
Begrenzung des Wettbewerbs ins Spiel. Die Gründe, diese Option
praktisch-politisch nicht aus-, sondern einzuschließen, sind
vielfältig.
• Da ist zunächst (und
wohl auch zuletzt) der Freiheitsverlust, der darin besteht, ein
zunehmend ‚unternehmerisches‘ Leben führen zu müssen. Unter der
Ägide ungebremsten Wettbewerbs ist der Zwang zum
‚Lebensunternehmertum‘ vollständig unausweichlich. Dies ist unter
dem normativen Gesichtspunkt einer liberalen und pluralistischen
Gesellschaft nur dann unproblematisch, wenn die dem Wettbewerb
Unterworfenen ein ‚unternehmerisches‘ Leben marktlicher
Selbstbehauptung unbedingt führen wollen, und wenn man einem kruden
Freiheitsbegriff anhängt, der mit ‚Freiheit‘ nicht reale Freiheit
meint, sondern bloß die Abwesenheit von Gewalt, so dass ‚die
Freiheit‘ bereits und nur dann als verwirklicht angesehen wird, wenn
auf die Ausübung positiver Macht, gleich ob rechtsstaatlicher oder
privater Natur, verzichtet wird, alle Fragen der Fairness also als
irrelevant ausgeschlossen werden. ...mehr
Im Zusammenhang mit diesem Beitrag empfehlen
wir auch die
DENKFABRIK FÜR WIRTSCHAFTSETHIK
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04-2012*125 |
s-a-w
Lesenswert |
Hoppe Cuts to the Chase von Uwe
Dörwald
Auszug:...
Felicitas Hoppe zieht uns
in ein Abenteuer, das Hoppe heißt, vorgibt eine Biographie
und ein Roman zu
sein, und die Geschichte eines abenteuerlichen Leben ist. - Mit allen Risiken und Nebenwirkungen ...mehr
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04-2012*124 |
s-a-w
Lesenswert |
Ein Meister und seine Form - zu
den Essays von Montaigne
Lesen ist (und bleibt) ein Fest des
Intellekts von Uwe Dörwald
Auszug:...
Mit seinem
Hauptwerk, den Essais, die 1580 in zwei und 1588 in drei Büchern
erschienen, wurde Montaigne zum Begründer des Essays als
Form. Er behandelt in seinen Essays
sehr frei und unter Verwendung der antiken Überlieferung moral- und
lebensphilosophische Themen. Sein Hauptthema ist der Mensch und die
Frage nach dem richtigen Leben. ...mehr
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04-2012*123 |
s-a-w
Lesenswert |

Vorausschauende Träume
Besprechung zu "Emma James und die Zukunft der Schmetterlinge" von Dorothea
Hoppe-Dörwald
Auszug:...
Wenn man als
Mädchen Emma James heißt, dann muss man schon recht selbstbewusst
sein, um bei diesem Doppelnamen gelassen zu bleiben. Aber Emma James
bekommt das sehr gut hin, denn schließlich gilt es, in ihrem Leben
ganz andere Dinge zu meistern. Beispielsweise das Leben mit einem
schwerkranken kleinen Bruder, mit dem sie nie wirklich spielen kann,
...mehr
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03-2012*122 |
RAINER, Ulrike |
Steile Karriere! Jim Yong Kim, der Präsident des renommierten
Dartmouth College, wechselt höchstwahrscheinlich zur Weltbank.
Inzwischen weiß es ein Großteil
der Welt: der (noch) Dartmouth Präsident Jim Yong Kim wird
höchstwahrscheinlich der nächste Präsident der World Bank.
Ich, die ich mich eher dem wunderbaren Kinderbuchautor Dr. Seuss,
einem ehemaligen Studenten dieses Colleges nahe fühle, freue mich,
vor allem natürlich für den Mediziner Dr. Kim, aber noch mehr, dass
er nun nicht mehr “unser” Präsident ist. Das hat nichts mit den
objektiv gesehen beachtlichen Fähigkeiten und Leistungen des Manns
zu tun, sondern mit der Tatsache, dass er einen Typus repräsentiert,
der mit humanistischen und künstlerischen Anliegen wenig bis nichts
am Hut hat, obwohl der Sinn eines Liberal Arts Colleges
gerade, auch historisch gesehen, darin besteht, junge Menschen zu
gedankenfähigen und gedankenvollen Bürgern heranzubilden, nicht zu
einseitig orientierten Fachkräften. Dafür ist nach dem College Zeit
genug.
...mehr
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03-2012*121 |
GLOY, Karen |
Das
Verhältnis zwischen Wirtschaftssystem und Lebenswelt
"Meine Aufgabe als Philosophin, als
Vor- und Querdenkerin, als jemand, der einen Schritt zurücktritt und
eine Sache als Ganzes zu überblicken sucht, ist es, Strukturen
freizulegen und ihre Tendenzen aufzuzeigen, zu fragen, woher wir
kommen und wohin wir gehen." (Karen Gloy)
Auszug:...
Wirtschaft geht uns alle an, weil sie Teil unserer Lebenswelt ist.
Wer noch bis vor kurzem glaubte, sich ruhig in seinem Lehnstuhl
zurücklehnen zu können, weil er seinen Arbeitsplatz für sicher
hielt, weil er seine Rente für gesichert wähnte, weil er
vorsorglich - wie die meisten Deutschen – ein Sparbuch als
Rücklage und Notgroschen angelegt oder in Fonds und Aktien
investiert hatte, der sah sich plötzlich durch die weltweite
Wirtschafts- und Finanzkrise eines anderen belehrt.
...mehr
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03-2012*120 |
s-a-w
Lesenswert |
Über die Komplexität der
Wahrnehmung und der Welt. Besprechung zu Karen Gloys "Wahrnehmungswelten" von Uwe Dörwald
Auszug:...
Wir nehmen die Welt wahr mit allen unseren Sinnen. Meinen wir. So
wie wir unsere Umwelt und Mitwelt wahrnehmen, ist es die richtige
und die passende Art und Weise. Meinen wir. Wie eingeschränkt und
andere Wahrnehmungsrealitäten ausschließend unser (westlicher) Blick
auf die Welt ist, wie „die Totalität möglicher
übereinandergeschichteter Wahrnehmungswelten“ aussieht, „statt
reduktionistisch allein auf die Sachqualitäten (der Dinge, U.D.)
abzuheben“, zeigt Karen Gloy in ihrem Buch >>Wahrnehmungswelten<<.
Die inzwischen emeritierte Professorin für Philosophie und
Geistesgeschichte zeigt damit auch „die Defizite fest
eingeschliffener, traditioneller Vorstellungsgewohnheiten“.
Wie alle Bücher von Karen Gloy, - die Philosophie, Germanistik,
Physik, Psychologie und Kunstgeschichte an den Universitäten Hamburg
und Heidelberg studierte und an den Universitäten Wien, München und
Ulm lehrte und ihren Lehrstuhl an der Universität Luzern hatte -,
ist auch dieses Buch in einer klaren Sprache verfasst, die
systematisch, aber nie schulmeisterlich belehrend darüber aufklärt,
was unter dem scheinbar unscheinbaren Begriff Wahrnehmungswelten zu
verstehen ist, wie unsere Wahrnehmung (der Welt) funktioniert und
welche Vorstellungen von Wahrnehmung es in der Kultur- und
Geistesgeschichte gibt. ...mehr
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03-2012*119 |
RAINER, Ulrike |
Happy Birthday, Dr. Seuss
Am 2. März feiert man in den USA den
Geburtstag des berühmten Kinderbuchautors Ted Geisels (1904-1991),
alias Dr. SEUSS, auf ganz besondere Weise. Es gibt landesweit
Read-Across-America Events. Das bedeutet, dass in Schulen,
Bibliotheken und im Fernsehen Kinder und Erwachsene sich dem Lesen
widmen.
...mehr
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02-2012*118 |
s-a-w
Glosse |
Was weiß Amazon, was Elkes Mann
nicht weiß
von Elisabeth Heinemann
Eins
ist klar: Wir sind nicht nur "Kunden" von Facebook, Google
oder Amazon, sondern auch deren Produkte. Portale
und soziale Netzwerke wie beispielsweise Amazon, Facebook oder Google machen
ordentlichen Gewinn mit unseren Persönlichkeitsprofilen und Daten. ...mehr
Auszug:...Jedes
Mal, wenn Du Dich auf Amazon.de anmeldest, dann merkt sich Amazon
genau, was Du auf der Seite so treibst. Wenn Du Dir Anhänger für
Dein Bettelarmband anschaust, merkt sich das eine im Hintergrund
laufende Software und bietet Dir im nächsten Newsletter eben genau
diese oder ähnliche Anhänger an. Du hast ja schon mal Interesse
gezeigt und brauchst vielleicht nur noch einen kleinen Kaufimpuls.
Wenn Du ein bestimmtes Buch anschaust oder sogar auf Deinem
virtuellen Wunschzettel abspeicherst, dann behält sich das Amazon
quasi im Hinterkopf.
.....mehr
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02-2012*117 |
s-a-w
Lesenswert |

Von einem Luftkutscher, der keine
Luftnummer ist
Besprechung zu "Wie die Wörter tanzen lernten" von Dorothea
Hoppe-Dörwald
Auszug:...Leicht
und nicht als Lehrbuch, sondern verspielt und beglückt, lässt uns
Harig an seinem Leben mit der Poetik teilhaben. Sprachlich kommt ihm
immer wieder ein verschmitztes Lächeln über die Lippen.
Hier
schreibt ein Mann, dessen Handwerk mit Feder und Tinte, mit
Bleistift und Leim ausgeführt wird. Und mit viel Lesen!
Für Poetikkenner ist
dieses Buch sicherlich ein literarischer Leckerbissen. Für
Poetikeinsteiger vielleicht ein Buch, das Lust auf vertiefende
Lektüre macht. Und für Schüler - Dank des hervorragenden Glossars,
welches alle Begrifflichkeiten der Poetiklehre erklärt, vom
Alexandriner bis hin zum Vers - ein ideales Nachschlagwerk.
.....mehr
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02-2012*116 |
s-a-w
im
Gespräch
→ •
←
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mit Hubertus
Wolf - Institut für Zukunftsmanagement
Über die Notwendigkeit von Nachhaltigkeit, Strategie und gute
Unternehmensführung
.....mehr
Auszug:...
In der Tat, der
Begriff Nachhaltigkeit ist ein sehr problembehafteter Begriff, ich
möchte sagen sehr fiktiv, sehr widersprüchlich, vielfach
missbräuchlich, verlogen und anderes. Die FAZ sprach mal in einem
Kommentar zur gescheiterten Klimakonferenz von Kopenhagen von einem
„bürokratischen Wieselwort“. Es ranken sich um diesen vermeintlichen
Begriff des Guten und Besseren für die Welt („Welt in Balance“)
endlose, teils versponnene und idealistische Initiativen. Das ist
alles kaum mehr überschaubar und eher verwirrend als wegweisend. Und
entscheidend: Vom Reden und Appellieren, von immer neuen Kodizes und
Ethik-Formeln wird nichts besser. Aber alles das eignet sich enorm
gut für Augenwischerei.
Zum anderen werden
die politische Ebene verantwortlicher Gestaltung von
Rahmenbedingungen und die Ebene unternehmerisch selbst
verantwortlicher Gestaltung verwischt und verwaschen. Dazwischen
nehmen mächtige Interessengruppen Einfluss. Wie auf einem
Verschiebebahnhof. Und jeder wartet auf den anderen. Das ist das
Gegenteil von Leuchtturm-Kompetenz und Strategie.
Für mich ist Nachhaltigkeit ganz grundsätzlich zunächst einmal ein
Gegenbegriff zu allem, was wir mit der Bedrohung und Zerstörung
unserer Lebensgrundlagen erfahren. Und zwar unabhängig davon, ob
diese nun vorsätzlich oder unwissentlich geschehen. Die Botschaft
ist: Verhalte dich auf deinem Lebensweg und dem eigenen Bestreben
nach Entfaltung und Erfüllung deiner Lebensvorstellungen so, dass
andere, die Mitwelt im weitesten Sinne, dadurch in ihrem eigenen
Streben nicht bedroht oder gefährdet werden.
.....mehr
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01-2012*115 |
KISS,
Endre |
Der TOTO-Skandal im Medium von Soziologie und Geschichte. Das
Beispiel einer Korruption vor dem Einbruch der Globalisierung
Auch wenn der hier beschriebene
TOTO-Skandal schon einige Zeit zurückliegt, so zeigt er, wie sich
Korruption in einer geschichtlichen Perspektive gewandelt hat.
Auszug:...Dieser
Skandal erfolgte in den 1980er Jahren, im historischen Augenblick
vor dem Einbruch der Globalisierung. Gerade deshalb zeigen sich
auch markante Unterschiede zu den Arten der Sportskandale unserer
Tage.
Die
heutigen Skandale generieren sich nicht aus dem (negativen) Mangel
im alten Sinne, sondern aus dem (positiven) Hunger nach dem großen
Geld. Sie sind nicht eingeschüchtert von der Allmacht eines
Establishments, sondern sind von dem in ihrer Nähe zirkulierenden
cash flow fasziniert. Sie wollen nicht eine Stagnation beleben,
sondern nehmen auch die Zerstörung von funktionalen Systemen in
Kauf. Sie nehmen nicht von unten, sondern von oben, zumindest von
einem nennenswerten Zentrum ihren Ausgang. Sie akzeptieren keine
Macht über sich, wenn nötig, kämpfen sie gegen sie.
Oft gilt
heute, was auch damals schon galt: Die Normenlosigkeit ist die Norm...... .....mehr
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01-2012*114 |
s-a-w
Lesenswert |
Die Vermessung der fiktiven
Welt - Ein ATLAS besser als jedes GPS -
Besprechung zu "Atlas der fiktiven Orte" von Uwe Dörwald
Auszug:...Mercator,
dessen 500.ten Geburtstag wir in diesem Jahr Anfang März begehen
(können) und dessen Karten und Globen die Welt erschlossen und den
Menschen Orientierung gaben, hätte an diesem Buch wahrscheinlich
auch seine Freude gehabt.
.....mehr
Im >>Atlas der fiktiven Orte<< begeben sich Werner Nell (Texte) und
Steffen Hendel (Illustrationen) auf „eine Entdeckungsreise zu
erfundenen Schauplätzen“ der Weltliteratur. Es sind Orte der
Phantasie, die bereist, beschrieben und kartografiert werden.
Insgesamt 30 Orte liegen auf der ausgedehnten Reise- und
Abenteuerroute der Autoren. Es geht von Atlantis und dem Auenland
über Entenhausen und Lilliput nach Lummerland, Schilda, ins
Schlaraffenland und am Ende, unter dem Buchstaben Z, bis hoch hinauf
in die dünne Luft des Zauberbergs.
.....mehr
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01-2012*113 |
DIMMERS,
Jan |
Die Autonomie des
Schönheitsempfindens
Über Snobismus und
Kitsch
Auszug:...Der
Snob hält den Schein aufrecht. Er will der die Hochkultur oder eine
Hochkultur vertretenden Gruppe angehören. Er stattet sich deswegen
mental aus mit der Statussymbolik dieser Gruppe. Demzufolge imitiert
er, bis in alle Einzelheiten, diese Gruppe in ihrem Aufwand des
guten Geschmacks: die Schätzung der Kunst und den dazu gehörenden
Lebensstil. Damit ist eine in sich verflochtene, verwickelte, aber
auch sich trotzdem locker und lustig präsentierende Dramaturgie der
verbalen und nicht verbalen Anstrengung, Aufbietung und Darstellung
gemeint. Sie ist die Expression einer imitierten Authentizität, in
der man sich die Kultur des Kunstgenusses in ihrem innersten
Zusammenhang zu eigen gemacht hat. Der Snob verbringt damit eine
glänzende, aber mental sehr komplexe Leistung. Eine Sache gelingt
ihm aber nicht: er wird, der Art der Sache wegen, nicht imstande
sein, die Kunst um der Kunst Willen zu lieben. Seine Zuwendung zur
Kunst bleibt, in ihrer ganzen Passioniertheit, instrumental.
Deswegen wird er immer auf Zehenspitzen gehen, denn Gesichtsverlust
ist immer in der Nähe...... .....mehr
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Monat-Jahr*Nr.
-
2011 - |
AUTOR
/ RUBRIK |
THEMA |
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12-2011*112 |
RAINER, Ulrike |
Kandidatenkür
der Republikaner in den USA
Obama's
Gegner bringen sich in Stellung. Ihr einziger Programmpunkt heißt: Weg mit Obama!
Auszug:...In
einem Jahr wissen wir, ob wir hier die Hände vor Verzweiflung ringen
oder erleichtert aufseufzen. Das kann vorläufig niemand vorhersehen.
Noch ist alles offen. Da die Republikaner das schamlos prahlerisch
zugegebene einzige Programm vertreten, Obama aus dem Amt zu jagen,
komme was wolle und egal, was es im Land dringend an echten,
ernsten Problemen zu lösen gäbe, verkommt der sogenannte
Wahlkampf seit mindestens letztem Frühjahr zum Komödiantenstadel. Die
Comic Zeichner haben Hochkonjunktur...... .....mehr
Es gibt zudem ein
trauriges Phänomen, dass die Armseligkeit der Presse in immer
grelleres Licht rückt. Täglich erscheinen Kandidaten, egal welchen
Unsinn sie verzapfen, im Fernsehen und werden von der eitlen
Wichtigtuerei der Interviewer legitimiert. Mit Respekt empfangen und
unterwürfig behandelt werden hier Leute, die man anderorts in die
Gummizelle sperren würde. Millionen Zuschauer hören dann von
Gingrich, dass Obama eine genauso große Gefahr für die USA ist wie
Hitler für Deutschland und Stalin für Russland, und sie hören von
Bachmanns idiotischer Behauptung, dass die HPV Impfung für junge
Frauen, die später Krebs verhindern kann, zur “geistigen
Zurückgebliebenheit” führt. Journalisten sollten eigentlich solcher
Ignoranz entgegenarbeiten. Sie tun es immer seltener. Außerdem ist
die Qualifikation mancher derjenigen, die sich im Medium
profilieren, zweifelhaft. “Prominente”, für die nicht mehr spricht,
als dass man ihren Namen erkennt, treten als “Experten” auf Gebieten
auf, von denen sie keine Ahnung haben.
.....mehr
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12-2011*111 |
s-a-w
Lesenswert |
That’s definitly
not Russia
Besprechung zu "Das eingeschossige Amerika" von Dorothea
Hoppe-Dörwald

Auszug:...Ich
war noch nie in Amerika und bin mit meinen Vorstellungen über diesen
Kontinent vielleicht auch genau auf dem Stand wie es 1935 Ilf und
Petrow waren, als sie gemeinsam Amerika bereisten. Die zwei
berühmten russischen Autoren, die ihren Durchbruch mit dem
Doppelroman „Zwölf Stühle/Das goldene Kalb“ hatten, unternahmen die
Reise als Korrespondenten der Zeitung Prawda.
Noch nie habe ich einen so fantastischen Reisebericht gelesen, der
mit viel Humor und Zugewandtheit Amerika beschreibt.
.....mehr
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12-2011*110 |
s-a-w
im
Gespräch
→ •
←
|
mit Mathew
D. Rose - investigativer Journalist und Autor von KORRUPT?

s-a-w
startet mit diesem Interview
eine neue Rubrik.
im
Gespräch
nutzt das Interview, um Themen auf den Punkt zu bringen.
In Beitrag
#107 >>Die Macht des Lobbyismus<< hat
s-a-w
das Buch von Mathew D. Rose
besprochen und vorgestellt. Unser Fazit war: Kaufen und Lesen! Denn:
"Korrupt liest sich wie ein Polit-Krimi, nur ist das Thema von
Mathew D. Rose nicht die Fiktion, sondern die Realität und die
Gegenwart."
- Der in Berlin lebende Journalist
Mathew D. Rose wurde 1954 in New York geboren, ist Historiker und
arbeitet seit Jahren in Deutschland.
s-a-w
hatte Gelegenheit, ein ausführliches Interview mit dem Autor zu
führen.
Lesen Sie es hier und jetzt!
.....zum
Interview
Auszug:...Tagtäglich
berichten die Medien von einer politischen Märchenwelt, die wenig
mit der Realität zu tun hat. Entscheidend sind die materiellen
Aspekte und die tatsächlichen Ergebnisse des politischen Handelns.
Es gibt noch Politiker aus Leidenschaft, aber als schwindende
Qualität. Da Parteien sich zunehmend auf ihre Geschäfte
konzentrieren, sind die Wirtschaftsmanager gefragt, nicht die
Politik-Manager. [.....]
am Ende bedienen die politischen Parteien
die Partikularinteressen auf Kosten der Mehrheit. Die CDU, CSU und
FDP (geschweige denn die großen Energieversorger und Wirtschaft)
beklagen ständig die Verteuerung von Energie durch erneuerbare
Quellen. Doch gleichzeitig wird die Industrie von vielen
Strom-Gebühren befreit oder sogar mit öffentlichen Mitteln
subventioniert. Diese Geschenke an die Wirtschaft werden
hauptsächlich auf die Kleinverbraucher abgewälzt. Das ist keine
Energiepolitik, sondern eine Umverteilung von Reichtum. Gehen sie
mal auf einen Parteitag oder schauen sie in die
Mitgliederzeitschriften der Parteien. Wer mietet die teuren Stände
oder schaltet die Anzeigen?........mehr
zum Thema siehe auch
den Bericht von MONITOR am 12.01.2012
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11-2011*109 |
HOPPE, Felicitas |
Lösung: Liebe
Heinrich von Kleist zum 200sten Todestag
Heute vor 200 Jahren nahm sich der Schriftsteller Heinrich von
Kleist zusammen mit Henriette Vogel am Kleinen Wannsee zwischen
Berlin und Potsdam das Leben. .....mehr
Das wird offenbar
und exzessiv zum Anlaß genommen, zahlreiche Gedenkveranstaltungen
und Lesungen zu zelebrieren, wie man einer Pressemeldung des
internationales literaturfestival berlin
entnehmen kann. Dort heißt es: "am 21. November 2011 liegt die
Selbsttötung von Heinrich von Kleist 200 Jahre zurück. An diesem Tag
wird Heinrich von Kleist mit einer weltweiten Lesung geehrt. Zu der
außerordentlichen Initiative des worldwide readings, zu der die
Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft in Kooperation mit dem
internationalen literaturfestival berlin aufgerufen haben, sind
bereits mehr als 130
Kulturinstitutionen, Theaterhäuser, Bibliotheken und
Universitäten aus aller Welt angemeldet. Die Liste der Teilnehmer
wächst stetig. -
Hier finden Sie eine Übersicht zu den Lesungen, die weltweit
stattfinden werden."
Da wollte Felicitas Hoppe nicht nachstehen. Am
18.11.2011 trug sie im Bonner Theater einen Text vor, den wir
hier mit freundlicher Genehmigung der Autorin und des Bonner Theaters
publizieren.
.....mehr
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11-2011*108 |
s-a-w
Lesenswert |

Lachen
garantiert -
Besprechung zu
GRÜNES EI MIT SPECK von
Ulrike RAINER
Auszüge:...
Wenn ich frage, ”und
wer kennt Dr. Seuss”, schießen sofort alle Hände in die Höhe,
denn den kennt fast jedes amerikanische Kind. Immerhin haben sich
über 222 Millionen seiner Bücher verkauft. Kein Wunder, denn die
Texte, Verse und dazugehörigen farbprächtigen Illustrationen dieses
begnadeten Künstlers sind sowohl für Kinder als auch Erwachsene
unwiderstehlich. - [...] - Kindheit ist
voller Phantasie und Magie, und wir müssen diese nur zulassen und
uns ab und zu als Erwachsene daran erinnern, dass es eine Zeit gab,
als “die ganze Welt wunderbar” war, weil noch alle Türen weit offen
standen und man aus dem Staunen nicht herauskam und alles, aber auch
alles, selbst probieren wollte. [...]
Ein Wort noch zu der
genialen Übersetzung von Felicitas Hoppe. Besser oder glücklicher
hätte es nicht kommen können. Ich, die ich mit den Originalen
vertraut bin und deren Wirkung öfter erprobt habe, habe nun erlebt,
dass sich Seuss ebenso wunderbar auf Deutsch liest bzw.
vorliest.
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11-2011*107 |
s-a-w
Lesenswert |
Die Macht des Lobbyismus
- von
Uwe Dörwald
Besprechung zu
Mathew D. Rose: Korrupt? - Wie unsere Politiker und
Parteien sich bereichern - und uns verkaufen
Nicht nur literarisch gesehen geht es um den >>prize of souls<<...
thou art virtue, fame, honour, and all things else...und um die
Frage, inwieweit wir unser Handeln contrecoeure ausrichten
können.
Denn: Mit Gold kann man die Seele kaufen, [...], also nicht nur
die Menschen zwingen, etwas gegen ihren innersten sittlichen Antrieb
zu tun, sondern diesen innersten sittlichen Antrieb, das was ihre
Seele ausmacht, ihr fühlendes, liebendes, hassendes Dasein,
tatsächlich umschaffen. Ihr Gewissen spricht dann so, wie das Gold
es will. - aus P.v.Matt: Die
Intrige
Auszug:...Die
Missstände und die für eine demokratisch organisierte Gesellschaft
zersetzenden Strukturen mit klaren Worten und guten Belegen zu
beschreiben, ist ein klares Verdienst des vorliegenden Buches. Es
geht um ein effektives "Netzwerk von Kreuzbeteiligungen und
Verflechtungen"; gemeinhin heißt dies Filz.
-
Korrupt liest sich wie ein Polit-Krimi, nur ist das Thema von
Mathew D. Rose nicht die Fiktion, sondern die Realität und die
Gegenwart.
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10-2011*106 |
van BERKEL,
Jan |
X-Terra WM 2011: Ist das ein echter Sieger?
Abwägungen zwischen juristischen und
sportlich-gesellschaftlichen Wertvorstellungen. .....mehr
Auszug:...Nach
dem Sieg von Michael Weiss (AUT) bei der X-Terra WM in Maui (Hawaii)
mehren sich die emotionalen Kommentare. Eine Statusaufnahme der
sportlich-gesellschaftlichen sowie juristischen Elemente.
Juristische
Würdigung des Falles
Michael Weiss hat
die Ziellinie in Maui als erster regelkonform überquert. Es liegen
momentan keine, weder im Vorfeld noch im Zielbereich durchgeführte,
positive Dopingbefunde vor. Er gilt somit, vorbehaltlich der
Resultate der Dopingtests im Ziel, als offizieller Sieger des
Rennens. Michael Weiss ist X-Terra Weltmeister.
Ist doch alles eine
klare Sache, oder? Warum dann die Aufregung?
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10-2011*105 |
s-a-w
Lesenswert |

Von Menschen und Notizbüchern -
Besprechung zu HARRIET - Spionage aller Art von Dorothea
Hoppe-Dörwald
Auszug:...
Harriet wächst wohl behütet auf. Sie ist Einzelkind und lebt mit
ihren Eltern, ihrem Kindermädchen Ol' Golly und der immer etwas
mürrischen Köchin in einem großen Haus in New York. Harriet ist elf
Jahre alt und hat sehr genaue Vorstellungen von ihrer Zukunft. Sie
will Schriftstellerin oder Spionin werden. Spionage betreibt sie
bereits jetzt gründlich und ausdauernd, ein ständiger Begleiter ist
hierbei ihr kleines Notizbuch, welches sie immer bei sich führt und
in das sie alles aufschreibt, was ihr auffällt und was ihr wichtig
erscheint......mehr
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10-2011*104 |
s-a-w
Lesenswert |
Blinder Aktionismus und leere Worte
Besprechung zu
Theresia VOLK: Unternehmen Wahnsinn
- von
Uwe Dörwald
.....mehr
Auszug:...
Aktionismus und hohle Worte scheinen heute und in
vielen Unternehmen zum Standardrepertoire zu gehören. Zeit zum
(Nach- und Durch-) Denken gibt es immer weniger, obwohl „der mündige
Bürger die Sehnsucht nach Führung eigentlich begrenzen“ (S.91)
sollte. Die Management- und Organisationsberaterin Theresia Volk, die
eine geisteswissenschaftliche Ausbildung hat, was sich wohltuend
bemerkbar macht, beschreibt in ihrem Buch, das – um es gleich am
Anfang zu sagen - intelligent, klug und nicht nur lesenswert,
sondern auch lesbar geschrieben ist, die Differenz, die vielfach
zwischen Wunsch und Wirklichkeit in der Welt der Unternehmen
besteht. .. .....mehr
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10-2011*103 |
s-a-w
Lesenswert |
Über Atemschaukel von Hertha Müller:
Hermeneutik in einer hermetischen Welt -
von
Jan Dimmers (Amsterdam)
In diesem Essay bin ich nicht dabei, eine Kritik der Atemschaukel
zu schreiben. Ich schreibe nicht, um für mich selbst und anderen
klar zu machen, wie gut oder schlecht ich das gelesene Buch finde.
Hier wird mehr der Akt des Lesens als Lesestrategie und
Leseabenteuer hervorgehoben. Ich wandere nur durch eine textuelle
Landschaft hindurch, wo ich Angst und Einsamkeit kennenlerne....
.....mehr
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10-2011*102 |
s-a-w
Glosse |
Einfältige Vielfalt – vielfältige Einfalt
von Dorothea Hoppe-Dörwald
Die Bachelorisierung des Studienangebots
.....mehr
Auszug:...Teildisziplinen
werden zu eigenständigen Fächern, somit kann man endlich orientiert
an den eigenen Neigungen studieren, ohne sich mit den anderen
ärgerlichen Pflichtauflagen herum zu quälen. Bald wird es sicherlich
möglich sein, Informatik gänzlich ohne Mathematik zu studieren,
vielleicht auch Deutsch ohne Grammatik. Auch Pädagogik wird es
irgendwie ohne Didaktik geben, denn sonst könnte man ja auch gleich
Didaktik studieren. Viel besser sind aber die noch konkreteren und
anregenden Studiengänge wie beispielsweise 'Abenteuer- und
Erlebnispädagogik', 'Alternde Gesellschaften', 77
betriebswirtschaftliche Bindestrich-Varianten, Caritaswissenschaft,
E-Learning und Medienbildung.
.....mehr
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09-2011*101 |
BAUER, Joachim |
Aggressivität und Gewalt in der Schule
.....mehr
Auszug:...
Der „zuverlässigste“
Auslöser von Aggression ist die Zufügung von Schmerzen. Wer die
Schmerzgrenze tangiert, wird Aggression ernten. Ein entscheidender
Durchbruch zum Verständnis der menschlichen Aggression war die erst
vor wenigen Jahren gemachte Entdeckung, dass die Schmerzzentren des
menschlichen Gehirns nicht nur auf körperliche Schmerzen, sondern
auch auf soziale Ausgrenzung und Demütigung reagieren. Dies erklärt,
warum nicht nur körperliche Schmerzen Aggression auslösen, sondern
auch Ausgrenzung und Demütigungen. .....mehr
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08-2011*100 |
DIMMERS,
Jan |
Summa Theologiae der Doppelspionage
.....mehr
Auszug:... Die olympischen Götter haben, in
der Langeweile ihrer Unsterblichkeit, unbändig gelacht.
Ein seriöses Gespräch im Himmel, wie zum Beispiel über Hiob,
Odysseus und Faust, hat es über mich aber nicht gegeben. Der letzte
Veranstalter so eines Gespräches, der entschlafene Harry Mulisch,
konnte auch nach seiner Entdeckung des Himmels nichts für mich tun.
.....mehr
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08-2011*99 |
DÖRWALD, Uwe |
Vom lebendigen Geist zum gebrochenen
Herz
.....mehr
…
so könnte man - augenzwinkernd und leicht pathetisch sowie - kurz
und bündig die Entwicklung der Universität seit dem Start der
Bologna-Reform beschreiben, wenn die Lage nicht ernst und ein
Verlust zu beklagen wäre.
Ohne Not, wie viele und insbesondere Geisteswissenschaftler
bemerken, entwickelt sich die Universität weg von einer Institution,
in der die Freiheit der Forschung als eigenständiger Wert hoch
gehalten wurde, hin zu einem Unternehmen, das Bildung und
Bildungszertifikate verkauft.
Bedenkenswert ist
diese Reform auch deshalb, weil es "keinen >>wissenschaftlichen<<
Beweis dafür gibt, dass bei der Einführung ökonomischer
Steuerungsmodelle in nichtökonomische Felder tatsächlich offene
Märkte erzeugt und gesetzte Ziele besser erreicht werden als
vorher." .....mehr
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08-2011*98 |
KISS,
Endre |
Die mögliche Geschichte der
Globalisation
.....mehr
Auszüge: ...
Die
Bipolarität dieser eigentlich dritten Periode (abgelaufen
durch den Tod des Terroristenführers und Terorristensymbols) bestand
aus den beiden Polen „Wir” und die „Terorristen” und baute eine
ganze Reihe von neuen Kontakten und Bündnissen aus und wurde wie
selbstverständlich auch noch im weiteren vielfach
instrumentalisiert. Auf diesem Wege entstand eine Mischung von einer
virtuellen und einer wirklichen neuen zweipoligen
Welt.
Es versteht sich von
selbst, dass die partikulären Interessen von China unter keinen
Umständen universal genannt werden dürfen. Es fällt aber auf, dass
diejenige Formulierungen, die in der Literatur in Verbindung mit
Chinas internationalen Schritten auftauchen, auf das „gegenseitige
Vertrauen”, auf die „Nichteinmischung in die inneren
Angelegenheiten” von anderen, sowie auf die Realisierung von
„gegenseitigen Vorteilen” begründet sind. In die entsprechenden
Zusammenhänge gestellt, weisen diese an sich partikulären
Zielsetzungen bereits auch universale Elemente auf, da sie die
Momente des offen Ideologischen, der Neudefinition der
Begrifflichkeit der internationalen Politik, des
Identitätstranfers, der Missionierung bewusst nicht
enthalten, wenn nicht gar absichtlich vermeiden.
.....mehr
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07-2011*97 |
MÜNCH, Richard |
Sieger und Besiegte .....mehr
Wie der ökonomische Wettbewerb um Geld und
Prestige zunehmend den wissenschaftlichen Wettbewerb um
Erkenntnisfortschritt kolonisiert
|RICHARD MÜNCH| Kernstück
der Reformen in der Gegenwart ist die Umgestaltung von Hochschulen
in Unternehmen, die untereinander um Geld und Prestige konkurrieren.
Dabei wird systematisch übersehen, dass der verschärfte Wettbewerb
um Ressourcen die Funktionsbedingungen des genuin wissenschaftlichen
Wettbewerbs um Erkenntnisfortschritt außer Kraft setzt. .....mehr
schwarz-auf-weiss dankt
Richard MÜNCH für die Überlassung des Textes.
Bibliografischer Hinweis: Der Text ist zuerst erschienen in:
Forschung & Lehre, Jahrgang 18, Heft 7/11, S. 512-514 (Juli 2011)
zur Diskussion um die BOLOGNA-REFORM siehe
auch den Beitrag "Welche Bedeutung hat das Humboldt'sche Erbe für
unsere Zeit" von J.Hofmann unter:
http://www.humboldtgesellschaft.de/inhalt.php?name=humboldt#C
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07-2011*96 |
s-a-w
Lesenswert |

Grenzland oder eine Geschichte des
Erwachsenwerdens
von Dorothea
Hoppe-Dörwald
Auszug:...
Agnes ist intelligent und fleißig, die kleinen Schwestern nerven -
auch das ist ganz normal. Die Langeweile, ein seltsames Gefühl
stellt sich manchmal ein, etwas woran ich mich selbst sehr gut
erinnere, die Phase der Tagträume und die langen Blicke aus dem
Fenster, anstatt die Vokabeln zu lernen.
Agnes beginnt, nachts schlecht zu schlafen, sie versucht diese
Wachphasen heimlich mit Fernsehen zu überbrücken. Sie zappt sich
wahllos durch die Programme und wählt blind den Kanal 87 der
eigentlich unprogrammiert ist. In dieser einen Nacht ist es anders,
... .....mehr
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07-2011*95 |
KISS, Endre |
Die
Philosophie der Krise
.....mehr

Auszug:...
Die
Momente der Staatsverschuldung
..... und der
Weltwirtschaftskrise aktualisieren gleicherweise die Problematik des
modernen Staates.
... Diese ganze Problematik ist in der Tat eine historische. Zu
ihrer Vergegenwärtigung ist eine Portion historischen Denkens
unerlässlich notwendig.
.....mehr
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Schuldenturm
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07-2011*94 |
RAINER, Ulrike |
Der
Weg in die
Freiheit
.....mehr
Auszug:... So wie gute Pferde
waren junge kräftige Männer teuer in der Anschaffung, und junge
gesunde Frauen konnten sowohl schuften, als auch den Besitz
vermehren. Die Schizophrenie der weißen Besitzer und Aufseher, die
ihre eigenen Kinder zu einem solchen Geschick verdammen konnten,
beschäftigt die Gemüter bis heute. Ab und zu plagte den einen oder
anderen das schlechte Gewissen, meistens wenn sie merkten, dass es
mit ihnen zu Ende ging, und sie stellten, wie Thomas Jefferson
seinen Kindern mit Sally Hemings, Freibriefe aus. Es kann dem
späteren Präsidenten kaum der Widerspruch entgangen sein, dass er
als Botschafter in Paris (1784-1789) seinen Sklaven, die in
Frankreich ja frei waren, anstandslos Lohn bezahlte.
.....
Aber vergessen wir
nicht, dass sich damals die Feder mächtiger als das Schwert erwies.
1852 wurden innerhalb eines Jahres in Amerika dreihunderttausend
Exemplare verkauft. In England waren es über eine Million.
Zehn Jahre später,
so sagt die unbestätigte Überlieferung, soll Abraham Lincoln Harriet
Beecher Stowe mit den Worten empfangen haben: “Ist das die kleine
Frau, die diesen großen Krieg veranlasst hat?"
.....mehr
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06-2011*93 |
RAINER, Ulrike |
Attentate - Waffen - Meinungsfreiheit
Was gibt’s sonst
Neues? Déjà vu und wie gehabt
.....mehr
Auszug:...
Die Motive für die Ermordung von 33 Amerikanern im öffentlichen Amt,
einschließlich der oben erwähnten vier Präsidenten, reichen von
Rivalität und politischer Gegnerschaft bis zu den Handlungen
Wahnsinniger. Sidney Dorsey, Sheriff in Georgia ließ 2000, nachdem
er die Wiederwahl an Derwin Brown verloren hatte, diesen durch
seinen Deputy erschießen. Präsident William McKinley wurde durch
eine Kugel aus dem Revolver des Anarchisten Leon Czolgosz getötet.
Kongressmitglied Leo Ryan (California) wurde 1978 von Mitgliedern
der Sekte “Peoples Temple” auf dem Flugplatz von Jonestown, Guyana,
niedergemäht. Tatsache ist, dass 29 der durch Attentate Umgekommenen
erschossen wurden.
.....mehr
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05-2011*92 |
BONTRUP,
Heinz-J.
MASSARRAT,
Mohssen
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Arbeitszeitverkürzung und Ausbau
der öffentlichen Beschäftigung jetzt!
Manifest - zur Überwindung der
Massenarbeitslosigkeit
.....mehr
Die Thematik des auch an dieser Stelle publizierten
Beitrags empfinden wir als wichtig. Denn es muss "Kümmerer" geben,
die die Dinge ansprechen und beschreiben, wie sie sind, und die sich
einsetzen für die Menschen am Rand, die entweder nur eine kleine
oder keine Lobby in unserer Gesellschaft haben, zumal die im
MANIFEST beschriebenen Probleme unsere Gesellschaft und ihre
Verfassung als ganze betreffen. Wenn dies dazu beiträgt, die
Zukunft der Gesellschaft in eine gerechtere Richtung zu gestalten,
dann kann dies nicht falsch sein. Die hier angesprochenen Themen
gehören ebenso auf die politische Agenda und sind mindestens ebenso
dringlich wie die Debatten über die erforderliche Energiewende oder
über den Klimaschutz.(ud-saw)
Auszug:... Arbeitslosigkeit bedeutet für den Einzelnen einen „Gewaltakt,
ein(en) Anschlag auf die körperliche und seelisch-geistige
Integrität“ (Oskar Negt). Arbeitslosigkeit ist Missachten von
Kenntnissen und Fähigkeiten, die der Mensch in Familie, Schule,
Ausbildung oder an einer Hochschule über Jahre erworben hat. Bei
längerer Arbeitslosigkeit droht das erworbene Arbeitsvermögen zu
verkümmern, letztlich kann es sogar zu Persönlichkeitsstörungen und
psychosomatischen Krankheiten kommen. Gleichzeitig ist
Arbeitslosigkeit ein Zeugnis für die Unfähigkeit eines Systems und
der herrschenden Politik, wenn Millionen von Menschen und deren
produktives Potential in ein gesellschaftliches Abseits geschoben
werden. Es ist ein Skandal ersten Ranges,
-
· dass Menschen gezwungen werden, sich
in die Obhut einer Arbeitsmarktbürokratie zu begeben, die bei
einem Defizit von mehreren Millionen Arbeitsplätzen kaum in der
Lage ist, Arbeit zu vermitteln, und sich deshalb oftmals darauf
beschränkt, die Arbeitslosen zu schikanieren und die
Öffentlichkeit zu beschwichtigen;
-
· dass für die Verwaltung von
Massenarbeitslosigkeit und für die Disziplinierung der
Arbeitslosen gesellschaftliche Werte in beträchtlichem Umfang
aufgewandt werden müssen, statt diese in Qualifizierung und
Beschäftigungsförderung zu investieren;
-
· dass Millionen von Menschen, die
arbeiten wollen, gegen ihren Willen zur Hartz IV-Tortur gedrängt
und zu staatlichen Almosenempfängern degradiert und ihrer
Menschenwürde beraubt werden.
Die Lasten der
Arbeitslosigkeit treffen aber nicht nur den oder die Einzelne/n,
sondern die gesamte Gesellschaft: Arbeitslosigkeit bedeutet nicht
nur, dass der Einsatz menschlicher Arbeit begrenzt und Teile eines
möglichen gesellschaftlichen Reichtums vergeudet werden, da die
Gesamtwirtschaft bei Arbeitslosigkeit unter ihren Möglichkeiten
lebt. Hinzu kommt, dass Arbeitslosigkeit mit einer enormen Belastung
der öffentlichen Haushalte einhergeht.
.....mehr
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05-2011*91 |
DÖRWALD, Uwe |
Alternativlos bleibt die Kritik
.....mehr
Auszug: ... ALTERNATIVLOS
hieß das Unwort des Jahres 2010. Folgt man dem Germanisten H.D.
Schlosser bedeutet alternativlos: „es lohnt sich nicht mehr, darüber
zu reden. Das ist in der Politik gefährlich.“ .... [...] ....
Im MEMORANDUM 2011 wird nachdrücklich darauf hingewiesen, dass das
Ziel der demokratisch gewählten Politik immer das Allgemeinwohl
der Bevölkerung (sein muss) und nicht das Streben partikularer
Kapitalinteressen nach maximalem Profit; denn es geht auch um
ethische Belange in der Ökonomie, um die Freiheit der Individuen
durch eine Zurückdrängung von entwürdigenden ökonomischen
Abhängigkeiten und Fremdbestimmungen. In diesem Zusammenhang ist
es wichtig zu sehen, dass es „in den Unternehmen (und auch in den
Verwaltungen, U.D.) immer weniger Mitbestimmung der abhängig
Beschäftigten (gibt). Autokratische und paternalistische
Führungsstile sind auf einzelwirtschaftlicher Ebene an der
Tagesordnung.“ (MEMORANDUM 2011. S. 43) Solange sich an diesen
Verhältnissen und an der zu beobachtenden Tendenz zu einer
Re-Feudalisierung der Gesellschaft (Stichworte sind hier:
Lobbyismus, Korruption und Vetternwirtschaft) nichts ändert oder
bewegt in Richtung einer ökonomischen Demokratietheorie und in eine
Richtung, die die Menschen auch als Arbeitnehmer als erwachsene
Menschen behandelt und schätzt, solange wird die Wirtschaft mit
ihren Ideen und Ideologien erfolgreich der Politik Vorgaben machen
können, zumal sie besser und schlagkräftiger organisiert ist als
Politik und Arbeitnehmer. Die Aufgabe der Kritik und die Aufgabe von
Arbeitsgruppen wie der Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik
ist es, für diese Zusammenhänge Bewusstsein zu schaffen und
Argumente auf der Grundlage von Zahlen und Fakten zu liefern, die es
ermöglichen, wenigsten Alternativen zum vermeintlich alternativlosen
Mainstream zu denken.
.....mehr
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05-2011*90 |
s-a-w
Glosse |
Der
süsse Brei oder Der Fluch der Endlosschleife
von Dorothea Hoppe-Dörwald
.....mehr
Auszug:
...Süßer Hirsebrei, wie in dem bekannten Grimmschen Märchen, ist
heute wohl kaum noch das Lebensmittel der Wahl, und man muss kein
Gourmet sein, um bei Hirsebrei das Gesicht zu verziehen. Aber trotz
allem sind wir heute mehr denn je von süßem Brei umgeben, von einem
medialen klebrigen Einheitsbrei, der sich ausbreitet, als sei der
Ausschalteknopf abhanden gekommen. In unserer Berieselungswelt rollt
der süße Konsumbrei auf allen Kanälen über uns hinweg, um uns herum
und droht, uns zu ersticken. Die Fülle und Dicke und
Zuckerwattensüße droht jeden kritischen Geist früher oder später zu
verkleben. Der Unterschied zum Märchen allerdings besteht darin,
dass es nicht zu schaffen ist, sich durch den Brei hindurchzulesen,
...........mehr
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04-2011*89 |
s-a-w
Lesenswert |

Den Dunklen zu
hell - den Hellen zu spanisch
-
von Dorothea
Hoppe-Dörwald
Eines Nachts machen
sich die Freunde auf den Weg und trampen nach Wisconsin, 1000 Meilen
von New York entfernt. Für die zwei New Yorker scheint sich eine
neue Welt aufzutun. Hier gibt es Bäume und Vögel und Sterne, die man
nachts ganz wahnsinnig hell leuchten sehen kann. Es ist eine Ruhe
und ein komplett anderes Dasein, es ist kaum begreiflich, dass diese
andere Welt nur 1000 Meilen von New York entfernt existiert. Die
Sorgen fallen von Rico langsam ab.
Ein Jahr bleibt er
bei Gilberto auf der Hippiefarm, der Preis ist hart, denn neben
einem Job als Nachttankwart ist er es, der die Plumsklos der Farm
reinigen muss. .....mehr
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04-2011*88 |
KISS, Endre |
Die Symmetrie von Neopositivismus/Neoliberalismus und Postmoderne
als Herausforderung für neue Ansätze in der Wissenssoziologie
.....mehr
Auszug: ...Was
aber in der Allgemeinheit noch problemlos ausschauen kann, erweist
sich auf der Ebene der Einzelheiten, aber auch auf derselben
des methodischen Vergleichens als problematisch, wenn nicht
gerade als extrem. In der ganzen philosophischen Tradition lassen
sich nämlich diese beiden symmetrischen Neuregelungen als Phänomen
in dieser Form nicht ausweisen. Diese an die klassischen
Ideologien erinnernde Suggestion der einzig richtigen
Verfahrensweise, der Wille, die eigene Begriffskonstitution nicht in
der Richtung der möglichen kommunikativen Diskursbildung
voranzutreiben, vielmehr jegliche andere mögliche
Begriffskonstitution zu marginalisieren, wenn eben nicht
intellektuell zu kriminalisieren, kann in der gesamten
philosophischen Tradition für weitgehend unbekannt und präzedenzlos
gelten. Schon diese Präzendenzlosigkeit weist vorwärts auf einmalige
methodische Eigenschaften beider grossen umfassenden Denkrichtungen.
.....mehr
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04-2011*87 |
DÖRWALD, Uwe |
Love
it, change it or leave it! ...
.....mehr
Auszug: ... In diesen
Verwaltungsstrukturen sind demokratische Verhältnisse sowie
innovative Konzepte der Mitarbeiterführung, in denen der Mitarbeiter
als Erwachsener mit eigenen Zielen und Ideen geachtet wird, weder
angekommen noch erwünscht. Offenheit und Modernität stehen hier nur
in Imagebroschüren. Insbesondere die junge Generation, die man gerne
(be-)halten und an die strukturschwachen und durch die
demographische Entwicklung bedrohten Regionen binden möchte, und gut
ausgebildete Fachkräfte kehren diesen Regionen, die langweilig,
nicht innovativ und unterschwellig intolerant sind, den Rücken, sobald sich eine passende
Gelegenheit bietet.
Eine schöne
Landschaft und das Eigenheim im Grünen reichen eben als alleinige
Bindung für innovative und kreative Menschen nicht aus. Insbesondere
im ländlichen Raum, in dem Tradition zählt, ist Innovation oft nur
ein PR-Schlagwort, das man bedienen muss, wie andere Schlagworte,
die Modernität signalisieren. Zwischen dem Schein als dem Bedienen
der Schlagworte, um eventuelle Vorteile zu haben, und dem Sein als
einem Leben in verkrusteten Strukturen herrscht ein tiefer Graben.
Wer in diesen Regionen wohnt, weiß, wo die rechte Seite ist.
...
.....mehr
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03-2011*86 |
PAECH, Niko |
(ud-saw) Es gibt immer noch Bundesländer,
insbesondere auch Baden-Württemberg, und Landkreise, die sich (aus
ästhetischen und touristischen Gründen) dagegen aussprechen z.B.
Windräder aufzustellen, um die erneuerbaren Energien zu fördern. Es
gibt politische Entscheider, die ihre Klimaschutzkonzepte von
Energieversorgungsunternehmen erarbeiten lassen (wollen), obwohl die
gleichen Energieversorgungsunternehmen Atomkraftwerke betreiben -
hier wird der Bock zum Gärtner gemacht. Man muss sich
entscheiden für einen konsequenten Klimaschutz und deshalb für den
konsequenten Ausbau der erneuerbaren Energien. Wenn man diese Dinge
halbherzig betreibt, gilt der Satz:
"Wenn (aber
politische) Autoritäten und Manipulationen blockierend werden, ist
das ganze sinnlos..."
Produkte und
Technik in einer Postwachstumsökonomie
Immer deutlicher zeichnet sich ab, dass es nicht
gelingen kann, ökonomische Wertschöpfung, die aus einer
geldbasierten und global arbeitsteiligen Industrieproduktion
resultiert – dazu zählt auch die Wissens- und Erlebnisproduktion –
systematisch von ökologischen Schäden und materiellen
Ressourcenverbräuchen zu entkoppeln (vgl. Paech 2009a, 2010). Als
einzige Alternative verbleibt daher eine „Postwachstumsökonomie“
(Paech 2009).
Wie widersprüchlich die Vorstellung eines
„qualitativen“ bzw. „grünen“ Wachstums ist, lässt sich am Beispiel
der regenerativer Energien zeigen. Das zusätzliche
Elektrizitätsangebot hat am zweiten Weihnachtsfeiertag 2009 den
Preis an der Leipziger EEX Strombörse auf einen Wert von unter Null
sinken lassen. Der „ökologische“ Strom wird schlicht zum sonstigen
Angebot addiert, anstatt dieses zu ersetzen. Das expandierende
Elektrizitätsangebot speist indes eine stetige Aufrüstung der
Haushalte und Arbeitsplätze mit „Energiesklaven“ jeglicher Art.
Insofern sind die Erneuerbaren wahrlich ein Wachstumsgarant –
erzielen aber gerade deshalb keinen Beitrag zur Umweltentlastung.
Ein Windpark, ein Biomassekraftwerk oder eine Solaranlage trägt nur
dann zur CO2-Senkung bei, wenn die Produktion fossiler
Anlagen im Umfang der zusätzlichen regenerativen Endenergie
zurückgefahren, also gegen sauberen Strom ausgetauscht wird.
Aber dies entspräche keinem Wachstum, sondern bestenfalls einem
ökonomischen Nullsummenspiel. Wer kann wissen, ob der fossile Sektor
durch diesen Rückbau, ohne den Klimaschutz undenkbar ist, nicht
sogar mehr Wertschöpfung und Arbeitsplätze verlieren würde, als die
Erneuerbaren neu hervorzubringen vermögen. Nicht nur für die
erneuerbaren Energien gilt das Dilemma: Klimaschutz oder
Wachstum – beides ist nicht zu haben.
.....mehr
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schwarz-auf-weiss dankt Niko Paech und
Werner Zentner vom BdWi-Verlag (www.bdwi.de) für die Überlassung des Textes.
Bibliografischer Hinweis:
BdWi-Studienheft 7: BdWi, fzs, GEW, ÖH, NatWiss (Hg.): Wege und
Irrwege in die Wissensgesellschaft. Forschungspolitik zwischen
Standortsicherung und gesellschaftlicher Verantwortung, Marburg 2011
HINWEIS: In der
Süddeutschen Zeitung vom 08.06.2011 ist ein interessanter und
kritischer Artikel von Niko PAECH mit dem Titel "Rettet
die Welt vor den Weltrettern" zum Thema Nachhaltigkeit zu
finden.
Hier der
Link:
http://www.sueddeutsche.de/kultur/sz-serie-die-gruene-frage-rettet-die-welt-vor-den-weltrettern-1.1106177
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02-2011*83-85 |
ALT,
Franz |
Die erneuerbaren
Energien brauchen Vorfahrt und Mutmacher
(ud-saw) Wie der im Herbst 2010 verstorbene
SPD-Politiker Hermann SCHEER, der ein mutiger Streiter
und Vorkämpfer für die erneuerbaren Energien war und der das überaus
lesenswerte Buch "Der energethische Imperativ" geschrieben
hat, ergreift auch der Jounalist Franz ALT in seinem Buch
"Gute Geschäfte" Partei für den Ausbau der erneuerbaren Energien
und für eine öko-soziale Marktwirtschaft.
Dies ist umso wichtiger zu einem Zeitpunkt, zu dem
die Solarstromvergütung durch die Bundesregierung zum wiederholten Mal
gekürzt und das EEG ausgehöhlt wird. Diese Kürzung ist ein ebenso falsches politisches
Signal wie der Kauf der Mehrheitsanteile der EnBW durch das Land
Baden-Württemberg. Denn die politische Allianz zwischen den großen
Energieversorgungsunternehmen und der Politik bringt die notwendige
Energiewende nicht voran, sondern verzögert sie.
Franz ALT stellt schwarz-auf-weiss
dankenswerter Weise drei lesenswerte Beiträge zur Verfügung,
die sich mit der Zukunft der erneuerbaren Energien und der
Notwendigkeit einer Energiewende befassen. Diese Wende kann nur dann
gelingen, wenn alte und verkrustete Strukturen (und politische
Allianzen mit den großen Stromversorgern) aufgebrochen werden.
"Der aktuell zu realisiernde Systemwechsel gehört
(...) zu dem >>ethischen Imperativ<<, von dem der Philosoph Peter
Sloterdijk in >>Du musst dein Leben ändern<<, schreibt, dass mit
>>ihm nicht zu spaßen<< sei: >>Die Zauberlehrlinge der
planetarischen Gestaltung haben die Erfahrung machen müssen, dass
das Unberechenbare der strategischen Kalkulation um eine ganze
Dimension voraus ist.<< Deshalb gebe es auch >>kein Recht darauf,
nur solchen Problemen zu begegnen, deren Lösung man mit den
Bordmitteln bewältigt<<. Der schnelle Wechsel zu 100 Prozenz
erneuerbaren Energien wird deshalb aus der Multiplizierung
vielfältig motivierter Akteure erwachsen, die nicht der Systemlogik
des überkommenden Energieregimes unterworfen sind. Die wichtigste
politische Maxime ist, diesen Handlungsräume zu öffnen und sie
beständig zu erweitern." Soweit noch einmal Hermann Scheer.
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Lesen Sie jetzt die Beiträge von Franz ALT:
So ist unsere ERDE zu retten
STADT von morgen
Arbeitgeber UMWELT
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02-2011*82 |
s-a-w
Lesenswert |
Seilschaften und
Gutsherren – die Spätzle-Connection
.....mehr
"Die moderne Freiheit ist wesentlich Freiheit
von der Politik." (H. Ritter)
Besprechung zu:
„Wir können alles.“ Filz, Korruption & Kumpanei im Musterländle
herausgegeben von Josef-Otto Freudenreich bei Klöpfer & Meyer 2008
- von
Uwe Dörwald
Baden-Württemberg, das „Musterländle“, ist ein schönes Fleckchen Erde
unter dem bestirnten Himmel. Hier gibt es wunderbare Landschaften
auf der einen Seite und auf der anderen Seite – verteilt über das
Land – eine große Anzahl mittelständischer Unternehmen, die man mit
ihren spezifischen Produkten getrost in die exklusive Riege der
Weltmarktführer einordnen kann. Das Land ist geprägt von
fortschrittlichen Unternehmen und weltoffenen Unternehmern, die sich
behaupten müssen und können, wie von Strukturen, die aus einer
anderen Zeit zu stammen scheinen, die aber auf alle Fälle nicht mehr
in die heutige Zeit passen. .....mehr
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02-2011*81 |
anonym -
Um die Identität unserer
Autorin bzw. unseres Autors zu schützen, veröffentlichen wir diesen Artikel anonym. |
Synergieeffekte der
Arbeitsmarktpolitik - Wie Bildungsträger das Personal zum eigenen
Klientel machen .....mehr
Personal beim Bildungsträger ist (fast) immer
befristet angestellt oder direkt nach Auftragslage unverbindlich auf
Honorarbasis beschäftigt. Befristet Beschäftigte sollten nach dem
Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG § 14) maximal zweimal
befristet werden. Danach sollte eine Entscheidung über eine
unbefristete Anstellung erfolgen, nicht zuletzt um den Arbeitsnehmer
vor einer Ewigkeit in der Probezeit zu bewahren und um sog.
Kettenverträge und deren Folgen zu vermeiden. Liegt jedoch ein
Sachgrund für Befristungen vor, ist es möglich, eine nicht begrenzte
Anzahl von Kettenverträgen abzuschließen. Alle Bildungsmaßnahmen,
die von Bildungsträgern umgesetzt werden, sind naturgemäß immer auf
einen bestimmten Zeitraum befristet und werden aus
arbeitsmarktpolitischen Gründen und wegen der Tendenz zur
kontinuierlichen Kostensenkung immer kürzer.
Dies ist ein Sachgrund und eine Hintertür für
Bildungsträger.
Bildungsträgerpersonal erhält auf diese Weise und bei
bildungsträgerkonformer Führung alle paar Monate neue
Arbeitsverträge, sofern es neue Aufträge gibt. (Gibt es diese nicht,
muss sich der Arbeitnehmer beim Konkurrenz-Bildungsträger bewerben,
denn irgendein Bildungsträger hat die Aufträge erhalten). Dies hat
für Bildungsträger den Vorteil, Arbeitnehmer sehr schnell freisetzen
zu können, wenn er weniger Personal benötigt, weil er vielleicht die
eine oder andere Ausschreibung nicht gewonnen hat. Für den
Arbeitnehmer hat es erhebliche Nachteile, nicht nur privat - keine
Planungssicherheit, keine Familiengründung, kein Frühbucherrabatt
beim Urlaub buchen, dafür Schwierigkeiten beim Autokauf per Kredit
oder bei der Wohnungssuche, immer verbunden mit der Frage: Und was
ist, wenn ihr Vertrag zu Ende geht? Mit dem Risiko
„Arbeitslosigkeit“ können wir Ihnen Dies oder Jenes nicht anbieten! .....mehr
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02-2011*80 |
DÖRWALD,
Uwe |
Philosophie ist kritisches und
lebendiges Denken
"... aber der
Mensch, der nicht denken gelernt hat, der aus den kurzen, den
üblichen Verbindungen des Vorstellens nicht herauskommt, fällt ins
ewig Gestrige. Er wiederholt, was andere wiederholt haben, er treibt
im Gänsemarsch der Phrase. ..." .....mehr
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01-2011*79 |
KISS, Endre |
Postsozialistische Politik als Narrativum in
Ungarn
Der
Abstand zwischen Politik bzw. politischer Klasse und Lebenswelt
vergrößert sich zunehmend. Dafür sind viele Gründe verantwortlich:
Lobbyismus, das Bestreben der politischen Klasse ihre Macht zu
erhalten, ein Mangel an Transparenz von Entscheidungen, ein Mangel
an Mut Entscheidungen zu treffen u.v.a.m. Endre Kiss beschreibt und
analysiert in seiner kleinen Studie die (politischen) Strukturen
Ungarns in der jüngsten Vergangenheit.
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Wir
publizieren diese Studie auch vor dem Hintergrund des neuen
Mediengesetzes in Ungarn.
.....mehr
Siehe hierzu auch die beiden Artikel aus
der Süddeutschen Zeitung vom 25. Januar 2011
Die große Säuberung und
Schützt die Philosophen!
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01-2011*78 |
s-a-w
Lesenswert |
Und die
Morgensterne brachen aus im Lied, und die Engel jauchzten vor Freude:
Hiob von Ulrike Rainer
.....mehr
Unter der
schönsten Lyrik in der Literatur, die ich kenne, ist die Stimme
Jahwes, die Hiobs Fragen nach dem Sinn der menschlichen Existenz
unbeantwortet lässt und bloß Fragen gegen Fragen stellt.
.....mehr
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2010
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12-2010*77 |
s-a-w
Lesenswert |
Quark gab es
immer...-
Moskauer Eis – oder der wohl beste Roman über die postkommunistische
Transformation
.....mehr
Annja
macht eine zur gleichen Zeit politische und historische
Reise. Die DDR-Stadt ihrer Vergangenheit wurde inzwischen zur
Hauptstadt eines neuen Bundeslandes in der Mitte Europas. Hinter den
alten Kulissen muss die Grossmutter im Dschungel des neuen
Gesundheitswesen am Leben erhalten werden. Die ergreifende und
assoziationsreiche Zeitreise verwandelt sich aber auf einen Schlag
schnell zu einer Horrorgeschichte. Dadurch wird das Sujet von
Moskauer Eis endgültig entworfen.
[.....]
Die Gestalt
Klaus Kobes
verkörpert
die
Geschichte einer Lebenswelt. Durch seine Figur wird aber auch eine
realistische, philosophische, absurde und letztlich auch ironische
Dimension sichtbar - der Mensch ist doch, was er tut, etwas
prosaischer ausgedrückt: er wird durch seine Arbeit mit seiner
kleineren und grösseren Umwelt verknüpft.
.....mehr
Besprechung von Endre KISS (Budapest) zu
Annett Gröschner, Moskauer Eis.
Berlin 2009. Aufbau
Verlag. (erste Ausgabe: Berlin, 2000. Gustav Kiepenhauer Verlag)
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12-2010*76 |
s-a-w
Lesenswert |
Die
Widrigkeiten des Alltags
Besprechung zu Walter E. Richartz von Uwe Dörwald
....mehr
Es sind (mitunter) die
Strukturen, die (uns) zermürben. Die Macht liegt in Systemen und
Strukturen. Und "umfangreiche Kompendien des Ordnungsrechts sowie
Verwaltungsvorschriften sind ihre Stütze und ihr Raster. Macht übt
aus, wer besagte Instrumente als Mittel nutzen kann, um
Verfahrensdruck zu erzeugen und zu erhöhen. Die Erhöhung des Drucks,
die sich für Mitarbeiter in Institutionen insbesondere durch
chronischen Zeitmangel zeigt, ist dabei besonders wichtig. Denn
Zeitdruck verhindert systematisch das kritische Nachdenken und eine
ausgiebige Beschäftigung mit einem Thema. Dieser Zeitdruck schleift
auch Querköpfe rund und erzieht zur Angleichung, wenn nicht sogar
zur Anpassung an das jeweilige System. Offenheit, eine offene
Gesellschaft gar, in dem Sinne, dass Transparenz herrschen würde
über Vorgänge, Beschlüsse, Strukturen ist oder scheint nicht
gewünscht. Man rechnet in Institutionen offensichtlich damit, dass,
da der Bürger eh eine Scheu vor ihnen hat, nicht so genau hingesehen
bzw. kontrolliert wird. Auf diese Art und Weise können öffentliche
Institutionen Dinge, zu denen sie eigentlich per Gesetz verpflichtet
sind, für sich umgehen bzw. nicht ganz so genau nehmen. [...]"
....mehr
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11-2010*75 |
WESTERHOFF, Nikolas |
Kreativitätsmythen
auf dem Prüfstand .....mehr
Streich zehn Freunde aus Deiner Facebook-Liste und Du bekommt einen
„Doppel Whopper“ gratis! Mit diesem Einfall, meine Damen und Herren,
überraschte die Fast-Food-Kette Burger King vor einiger Zeit die
Social-Network-Community. Was ist diese Idee nun, idiotisch,
kindisch, kreativ? Das lässt sich – vom wissenschaftlichen
Standpunkt aus betrachtet – schwer beurteilen. Fest steht lediglich:
Diese Opfere-Deine-Freunde-für-einen-Whopper-Kampagne steigerte den
Gewinn von Burger King. Das „Originelle“ an dem Einfall bestand
darin, etwas „Asoziales“ in einem sozialen Netz zu tun. Also die
Idee von Facebook zu konterkarieren. Menschen nicht zu verbinden,
sondern sie zu trennen.
Ob und wann aus einem pubertär anmutenden Einfall eine kreative
Geschäftsidee wird, vermag niemand genau zu sagen. Als Beispiel
seien hier die Mitarbeiter des US-Haushaltgeräteherstellers Blendtec
genannt, die sich vor kurzem folgenden „kreativen“ Scherz
ausdachten: Um zu beweisen, wie zuverlässig die Geräte ihrer Firma
funktionieren, zerhäxelten sie Handys und iPods in einem
Blendtec-Mixer – und hielten das Ganze auf Youtube-Clips fest.
Mittlerweile sind diese „destruktiven“ Videos der absolute Renner im
Netz, wurden millionenfach angeklickt. Und die Produkte des
Unternehmens finden reißenden Absatz! Was ist das nun, kreativ –
oder einfach nur Unfug? .....mehr
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11-2010*74 |
s-a-w
Lesenswert |

Achtung! Comic! - Such dir was aus,
aber beeil dich! Kindsein in zehn Kapitel (Text und Bild - Nadia
BUDDE)
von Dorothea
Hoppe-Dörwald
Dieses schwungvolle
Buch im wilden - schrillen - gelben Pappschuber mit den
irrwitzigsten Figuren darauf verrät schon von außen: hier geht es
nicht zimperlich zu, auch nicht unbedingt im landläufigen Sinn
schön, denn nein, die Figuren sind wirklich nicht das, was man unter
Märchenprinzessinnen und Prinzen versteht.
.....mehr
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11-2010*73 |
HAAF, Leonhard |
Das
magische Dreieck der Energietransformation:
Neue Technologien,
Neue Kultur und politische Gestaltung.
Nur
bei Berücksichtigung aller 3 Elemente kann das Energiesystem schnell
genug verändert werden, um noch größere Verwerfungen durch den
Klimawandel, durch Ressourcenkriege oder zivilisatorische
Katastrophen zu vermeiden. .....mehr
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10-2010*72 |
RAINER, Ulrike |
Es
geht
um
die Wurst: Zwischenwahl am 2.
November 2010 in den USA
....... Obwohl der
Präsident immerhin weitgreifende Veränderungen zum Guten durchgesetzt
hat, nicht selten gegen schwere Opposition, haben wir es seit Monaten
mit einem Vorwahlkampf zu tun, der weder Fakten noch Vernunft gelten
lässt, sondern mit der Verbreitung von irrationaler Furcht und
unverfrorenen Lügen arbeitet. Es scheint, dass - wenn man Lügen oft
genug wiederholt - sie irgendwann “Wahrheit” werden. Trotz aller
Beweise zum Gegenteil glaubt nun doch bereits ein nicht unansehnlicher
Teil der Bevölkerung, dass Obama kein geborener Staatsbürger und ein
geheimer Muslim ist. Selbst mäßige Republikaner wie Lincoln Chafee von
Rhode Island finden sich in die Enge gedrängt. .....mehr
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08-2010*71 |
KISS, Endre |
Mögliche Konsequenzen der Globalisierung auf die
Theorie
der Gesellschaft
1989
publizierte
Francis
Fukuyama seine auf einen Schlag weltberühmt
gewordene Studie über das "Ende der Geschichte". Zu dieser Zeit
existierte noch die Sowjetunion als Megastaat, so dass in diesem Fall
der Theoretiker keineswegs erst nach der Entscheidung der Ereignisse
seine Arbeit geleistet hatte. .....mehr
Fukuyama machte
hier den ersten Versuch, um jenen historischen Prozess in einen
universalgeschichtlichen Rahmen zu stellen, den man seit 1985 als
"Glasnost" und später schon als "Perestrojka" kennengelernt hatte. Der
Begriff "Universalgeschichte" bedarf der Erklärung. Wir schlagen nicht
nur eine klare begriffliche Unterscheidung zwischen Geschichte
und Geschichtsphilosophie, sondern auch zwischen
"Geschichtsphilosophie" im traditionellen Sinne und
"Universalgeschichte" (die sich im englischsprachigen philosophischen
Raum unschwer als "universal history" benennen lässt) vor. Die
Differenz zwischen diesen beiden Arten der Philosophie der Geschichte
ist weitreichend. Denn eine richtige Philosophie der Geschichte ist
berufen, den Gesamtprozess der menschlichen Entwicklung philosophisch
reflektiert zu konstituieren und darzustellen. Dagegen besteht die
ursprüngliche Aufgabe der Universalgeschichte nicht in einer
ganzheitlichen und theoretischen Darstellung des historische
Gesamtprozesses, sie muss mehr essentialistisch sein und jene Essenz
des Gesamtprozesses in der Form einer einzigen Konzeption entwerfen,
die auch schon direkte und explizite kausale Optionen für die Erklärung
dieses Gesamtprozesses enthält. Die nächste Frage, die an dieser Stelle
mit Notwendigkeit gestellt werden muss, ist die, ob die globale
Bedeutung von Gorbatschows Perestrojka und der aus ihr ausgehende
Gesamtprozess tatsächlich von universalgeschichtlicher Relevanz war
oder nicht. .....mehr
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08-2010*70 |
ACKERMANN,
Ulrike |
Die individuelle Freiheit - Das kostbarste Gut
unserer Zivilisation
Vor gut zwanzig Jahren, 1989, kämpften die Bürger in
Ostmitteleuropa nicht nur für Bürgerrechte, sondern auch für
Eigentumsrechte. Sie wollten politische, wirtschaftliche und
individuelle Freiheit, Demokratie und Kapitalismus. Sie wollten
die Wahlmöglichkeiten, ihr Leben von eigener Hand zu gestalten und
damit ihre bis dahin staatlich enteigneten Biographien zurückerobern.
Von diesem Aufbruch in die Freiheit ist heute nichts mehr zu spüren.
Mit der Wirtschaftskrise ist auch die Freiheit in die Krise geraten.
.....mehr
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08-2010*69 |
s-a-w
Lesenswert |
Ovids Metamorphosen von Ulrike Rainer .....mehr
Die griechischen Götter sind keinen Deut
besser als die Menschen, bloß Verbrecher, die der Strafe
entgehen. .....mehr
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08-2010*68 |
s-a-w
Lesenswert |

Türme, Paläste,
Kathedralen oder eine manchmal langatmige, aber immer lehrreiche
Zeitreise durch die Geschichte der Architektur von Dorothea
Hoppe-Dörwald
Ich melde mich erst jetzt wieder, weil ich von einer sehr
langen und turbulenten Reise zurückkehre. Ich habe mit den Zwillingen
Iris und Martin eine Zeitreise durch die Geschichte der Architektur
gemacht. [...] Nun also geht es durch die archetektonischen
Sehenswürdigkeiten. Die Reisenden beginnen bei der Cheops-Pyramide,
gelangen dann zum Turm von Babylon, weiter zum Palast von Knossos, dann
zur Akropolis, um anschließend das Kolosseum und das Pantheon zu
bewundern.
.....mehr
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06-2010*67 |
RAINER, Ulrike |
Smarte Frauen, wuchernde Pfunde und schnelle Nonnen mit
Flip-Flops - Obamas Jahresbilanz (Teil
2)
Es muss für Obama Tage
geben, in denen er sich sowohl mit Sisyphus als auch mit Herkules
identifizieren möchte. Stein, Stall oder beides. Während die groß
angelegten Reformen wie, z.B. zurzeit die des Bankwesens, ihre Zeit
brauchen, wenden wir uns näher liegenden Dingen zu.
.....mehr
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04-2010*66 |
BÖTTCHER,
Wolfgang |
Chancenungleichheit
als
Herausforderung - Oder: Wie an einem Problem vorbei agiert wird .....mehr
Nach der Veröffentlichung der internationalen
Vergleichsstudien mag man einen gewissen Zynismus in der Kommentierung
verzeihen. In einer Hinsicht nämlich ist das kritisierte deutsche
Schulwesen ziemlich erfolgreich: Es gelingt ihm nahezu perfekt,
gesellschaftliche Ungleichheit in Bildungsungleichheit zu übersetzen
und die Vererbung sozialer Privilegien zu legitimieren, indem
Schulerfolg als Resultat individueller Leistung und Begabung erscheint.
In den 60er und 70er Jahren war dieser Tatbestand ein zentrales Thema
der Erziehungs- und Sozialwissenschaften. Damals wurde nicht nur
regelmäßig dokumentiert, wie sehr Schicht- oder Klassenzugehörigkeit
die Bildungschancen der Einzelnen dominieren, es wurden auch
unterschiedliche – und durchaus konkurrierende – Erklärungen angeboten,
welche die Mechanismen aufzuzeigen versuchten, die für diesen Prozess
verantwortlich sind. Gegen Ende der 70er Jahre war dieses Interesse
weitgehend erloschen. Verantwortlich hierfür war nicht nur ein
politischer Klimawechsel, auch die wissenschaftlich Disziplinen, die
bis dahin das Thema forciert hatten, wandten sich ab. Die
schichtenspezifische Sozialisationsforschung wandelte sich in eine
„ökologische", und die Ungleichheitsmodelle der Soziologie wurden durch
sophistische Modellkomplizierungen in Unterschiedlichkeitsmodelle
überführt, beides mit dem Effekt, tendenziell die vertikale Achse
sozialer Differenzierung zu vernachlässigen.
Die Frage der sozialen Ungleichheit im
Bildungswesen war in der deutschen Erziehungswissenschaft seitdem
marginalisiert. Ein wenig mag das mit einer gewissen Tendenz deutscher
Pädagogik zusammenhängen, Bildung als Medium der Emanzipation zu
verklären, statt ihre Funktion als Instrument der Sicherung von
Privilegien zu erklären. Insbesondere jedoch scheint auch eine
generelle Abstinenz hinsichtlich empirischer Wirkungsforschung
verantwortlich zu sein. Anders als in vielen anderen vergleichbaren
Ländern bestand im Deutschland „Vor-Pisa" kein ausgeprägtes Interesse
daran, die Ergebnisse pädagogischer Aktivitäten systematisch und mit
wissenschaftlicher Distanz zu analysieren.
Dieser Beitrag skizziert ausgewählte
pädagogische und bildungspolitische Maßnahmen, von denen man begründet
eine Reduktion der Chancenungleichheit erwarten kann. Dies geschieht
vor dem Hintergrund eines Bezugsrahmens, den ich als das „ökonomische
Programm der Schulreform" bezeichne. Zunächst sollen aber einige
Erklärungen zur Genese der herkunftsspezifischen Bildungsungleichheit
referiert werden, denn hier finden sich Ansätze für ernstzunehmende
Versuche, die Verkoppelung von Herkunft und Schulerfolg zu reduzieren.
.....mehr
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04-2010*65 |
s-a-w
Lesenswert |

Die
Langerud Kinder oder eine (scheinbar) unbeschwerte Kindheit von
Dorothea Hoppe-Dörwald
Wer Bullerbü gelesen und geliebt hat, der muss „Die Langerud Kinder“ genauso lieben. Diese
oder ähnliche Aussagen werden sich sicherlich finden lassen, wenn man
über die Langerudkinder spricht. .....mehr
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03-2010*64 |
RAINER, Ulrike |
Der Hase läuft - Obamas Jahresbilanz
(Teil 1)
In seiner Wahlkampfrede
(1912) sagte Theodore Roosevelt: ”Hinter der sichtbaren Regierung sitzt
auf dem Thron eine unsichtbare Regierung, die dem Volk keine Treue
schuldet und keine Verantwortlichkeit anerkennt. Diese unsichtbare
Regierung zu vernichten, den gottlosen Bund zwischen korruptem Geschäft
und korrupter Politik zu lösen, das ist die Aufgabe des Staatsmannes.” Hundert Jahre später hat sich an dieser
Herausforderung an den Präsidenten nichts geändert. .....mehr
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02-2010*63 |
KISS, Endre |
Ein Revolutionär mit Genauigkeit und
Seele
Otto Bauer im
Dritten Jahrtausend
.....mehr
-
„Nicht die große geologische Katastrophe hat
die Welt umgebildet, nein die kleinen Revolutionen, im unmerklichen,
nicht einmal mehr mit dem Mikroskop studierbaren Atome, die ändern die
Welt, die erzeugen die Kraft, die sich dann in einem Tage in einer
geologischen Katastrophe auslöst. Das Kleine, das Unmerkliche, das wir
Kleinarbeit nennen, das ist das wahre Revolutionäre.“
Auch Otto Bauer (wie
unter anderen auch der Austromarxismus) wurde von der zweifachen
Aussperrung überholt. Einerseits sperrte ihn der 1917 zur Macht
kommende Leninismus kurzweg als „nicht-bolschewistisch” aus, während
Richtungen, die zum rechten Lager gehört haben, es nie vergessen haben,
dass er nicht nur links, sondern auch noch revolutionär war. So wirkte
sich diese Ausgrenzung gleichzeitig auch als Neutralisierung
der von Bauer ausgeführten Tabubrüche aus.’Ihre Gescheitheit bringt
uns um!’ wird in einem 1919 von Bauer geschriebenen Roman
geschrieben.Diese spontane Reaktion lässt sich fast verstehen.
Intellektuelle Exzellenz wird zwar manchmal öffentlich
gefordert, wird aber gleichzeitig in keiner Organisation wirklich
positiv aufgenommen. Die Geschichte bietet solcher „Gescheitheit”
manchmal eine gewaltige Herausforderung. Ganz allgemein aufgefasst, wird diese
gewaltige Herausforderung im Falle Bauers entweder in der russischen
Revolution (Stellungnahme zu Lenins Kommunismus) oder in der
Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus/Faschismus (Möglichkeit
oder Unmöglichkeit der Bekämpfung desselben) gesehen. Uns scheint, die
grosse und historisch konkrete Herausforderung an seine einmalige
„Gescheitheit” war ein drittes Feld, und zwar die Herausführung
Österreichs aus der unvergleichlich komplexen und gleichzeitig
tragischen historischen Situation des Zusammenbruchs in den Jahren
1918-1919. .....mehr
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02-2010*62 |
s-a-w
Lesenswert |

Grimpel
oder
das entschieden andere Leben von Dorothea Hoppe-Dörwald
Wer heißt schon Grimpel? Und wer weiß nur so ungefähr, wie
alt er ist, weil seine Eltern so vergesslich sind? Von Anfang an wird
klar, bei Grimpel geht nicht alles so, wie man sich das als ungefähr
acht- oder neunjähriger Junge vorstellt. Nein – Grimpel führt ein
entschieden anderes Leben......mehr
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02-2010*61 |
WICHTERICH, Christa |
Prekär ist ganz normal
Was im Süden die Regel
ist, bleibt im Westen nicht die Ausnahme
.....mehr
Bezahlte Arbeit wird knapp, dafür hat
die Prekarisierung der Arbeitenden Hochkonjunktur. So ungefähr stellt
sich der Wandel auf dem Arbeitsmarkt in den westlichen Industrieländern
dar. Doch was neoliberale Politik im Westen erst durchsetzen musste,
ist im globalen Süden schon lange üblich. .....mehr
Die ungekürzte Originalfassung des
Beitrags ist in der Zeitschrift zwischen Nord und Süd - iz3w 309
(Nov./Dez. 2008) - erschienen. Weitere Informationen unter
www.iz3w.org
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01-2010*60 |
s-a-w
Lesenswert |

Hodja
oder
der fliegende Teppich der Phantasie von Dorothea
Hoppe-Dörwald
Vorab muss ich etwas über das Äußere sagen, denn - das Auge
liest mit!
Dies ganz besonders bei der im Fischer Verlag erscheinenden
Kinder- und Jugendbuchreihe „Die Bücher mit dem blauen Band“, die
Tilman Spreckelsen liebevoll zusammenstellt und welche auch genau so
liebevoll aufgemacht ist. Die Bücher, alle in blaues Leinen gebunden
und mit einem blauen Kapitalbändchen versehen, sind ein reiner
Augenschmaus, was den Lesegenuss noch erhöht!
Jedes Buch ist mit einem Pappschuber versehen, der die
Fortführung des Titelbildes darstellt, und diese Bücher sind ein sowohl
optischer als auch haptischer Hochgenuss!
Unsere Kinder sind leider längst dem Vorlesealter entwachsen,
das ist aber kein Hinderungsgrund, nicht doch begeisterter Leser dieser
Reihe zu werden und diese abwechslungsreichen sowie immer aufs Neue
überraschenden Bücher zu sammeln.
Daher will ich die Reihe hier in Gänze besprechen. Es werden
nicht immer lange Rezensionen sein, auch ist die Reihenfolge
willkürlich gewählt, denn wer wollte schon sagen können, welches das
beste Buch dieser Edition ist? Ich kann es nicht, aber ich möchte auf
diese Bücher hinweisen, weil sie mir ins Herz geflogen sind, fast so
wie Hodja mit seinem fliegenden Teppich. .....mehr
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01-2010*59 |
KISS, Endre |
Über den verbleibenden Geist in den
sozialen Systemen .....mehr
Die Erfahrungen der heutigen Stunden der
Weltgeschichte würden viele auch inhaltlich zur Hegelschen Einstellung
missionieren, die aktuellen Erfahrungen der historischen Stunde
schaffen eine hermeneutische Situation, in welcher Hegels konsequente
Gegenüberstellung der
abstrakten Reflexion
und der
konkreten Freiheit
mit Notwendigkeit eine sehr starke Räsonanz
hervorrufen
müssen. .....mehr
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2009
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12-2009*58 |
s-a-w
Glosse |
Schneller ist besser! -
von Dorothea Hoppe-Dörwald .....mehr
Turbulenzen zum
Jahresende .....mehr
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10-2009*57 |
s-a-w
Lesenswert |
Die Odyssee
von
Ulrike Rainer
.....mehr
Also fangen wir beim
Anfang an, z.B., Homers Odyssee. Ich kann den Text zwar nicht
auswendig, doch ich kenne ihn sehr gut, weil ich ihn in den letzten
Jahren öfter unterrichtet habe, in den verschiedensten Übersetzungen.
Trotzdem hat die Geschichte des vielgeplagten Manns der wunderlichsten
Abenteuer nichts von ihrem Zauber verloren. Abenteuer- und
Heimkehrergeschichten gibt es jede Menge, beschwerliche Reisen und
kluge Helden, die sich am Ende behaupten, auch. Und warum sich für
einen Protagonisten begeistern, der nicht viel besser als ein
Seeräuber, ein Plünderer und noch dazu ein Prahler und gewandter Lügner
ist, dessen Leiden oft auf’s eigene Konto gehen, denn die Götter
fechten ihre Machtkämpfe hauptsächlich untereinander aus? Sie
bleiben jedoch, im Unterschied zu denen der Menschen, ohne Folgen. .....mehr
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Lesenswert |
In eigener Sache: Die neue Rubrik Lesenswert
bietet die Möglichkeit, alte und neue Bücher bzw.
Literatur zu besprechen und vorzustellen. Lesenswert
ist subjektiv, unterhaltend und informativ. Starten wird Lesenswert zur Frankfurter-Buchmesse 2009
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08-2009*56 |
RAINER, Ulrike |
So
laßt mich scheinen, bis ich werde: Moonwalkers .....mehr
Es naht der
zweihundertste Tag im Amt. Die Arbeitslast Obamas wird nicht leichter,
die Probleme sind weiterhin größer als kleiner. Den ihm Wohlgesinnten
geht alles nicht schnell genug, und die Opposition nutzt jede
Gelegenheit zum Haarespalten. .....mehr
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07-2009*55
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MONDON, Christine |
Hermann Broch oder die Idee des Menschen
.....mehr
Der Wertzerfall, die
Unzulänglichkeit der Wissenschaft und der Technik, die spirituellen
Bedürfnisse des Menschen zu stillen, führen manche Denker zur
Behauptung, es sei notwendig, gegen die Mechanisierung der Welt zu
kämpfen. Die Entzauberung der Welt, die von Max Weber diagnostiziert
wurde, wird begriffen als Vorherrschaft des Rationalen und als Verlust
des Mythischen und Religiösen. Infolge seiner Einsamkeit und seiner
Weltangst sucht der Mensch nach einem neuen Wertzentrum, das dem
Zerfall der Welt entgegenwirken könnte. Broch ist für diese Entwicklung
der Menschheit äußerst empfänglich gewesen, und sein Werk steht im
engen Zusammenhang mit der Suche nach einem erlösenden Ausgang aus der
Wertkrise, in welcher der wissenschaftsgierige Mensch, der Gott
vergessen hat, sich befindet.
Die Elemente, die in
den Essays und in den Romanen Die Schlafwandler und Der
Tod des Vergil Widerhall finden, sollen dazu beitragen, Elemente
einer Philosophie herauszuarbeiten. .....mehr
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07-2009*54
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DIMMERS, Jan |
Holland ein Frühlingsmärchen:
Ich bin von der Königin der Niederlande getröstet worden. .....mehr
In diesem Text nimmt Jan Dimmers das
Attentat (am Königinnentag 2009) auf die Königin der Niederlande zum
Anlaß, um über die Pole der Toleranz zu berichten, zwischen denen sich
die niederländische Gesellschaft der Gegenwart bewegt: >>Man ehrt
was man bekämpft. Später hat man aufgehört zu bekämpfen, was man nicht
ehren soll, aber letzten Endes, des geringen moralischen Zeitaufwandes
wegen, toleriert. Das ist das Problem der holländischen Toleranz. Es
gab schon das allgemein anerkannte Prinzip in Bezug auf die Grenzen der
Toleranz und dieses lautete: „Die Freiheit des Einzelnen darf sich
nicht zu einer Belästigung für Andere entwickeln.“. In Holland hat man
sich dieses, von John Stuart Mill verkündete Prinzip, schon lange zu
eigen gemacht. Die Grenzen der Toleranz waren also bereits bekannt.
Aber zum alltäglichen Gebrauch hat die Anwendung sich allmählich und
irgendwie grundsätzlich geändert und folgendermaßen neu formuliert: “Was
die
anderen
machen ist mir völlig egal. Sie sollen mich nur in Ruhe
lassen. Sonst rufe ich die Polizei“. Da hat man das
moralische Gerüst der Toleranz ohne Anteilnahme in ganzer
Figur.<< .....mehr
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06-2009*53 |
Ms.
Soon Ok Lee - North Korean prison camp survivor
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Straflager und Folter in Nordkorea
- ein Augenzeugenbericht .....mehr |
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06-2009*52 |
s-a-w
Glosse |
Der Projektpendler
- von Dorothea Hoppe-Dörwald .....mehr
Ein Charakteristikum in der aktuellen
Arbeitssituation ist der Projektcharakter, der den neuen Tätigkeiten
anhaftet. Hier handelt es sich immer um Arbeit auf Zeit, aber an einem
Projekt mitzuarbeiten suggeriert an etwas Großem und Innovativem
beteiligt zu sein. Und es lässt die Hoffnung entstehen, dass aus dem
Projekt etwas unentbehrlich Wichtiges generiert wird. Angeschoben
werden Projekte oft aufgrund politischer Interessen. Auf diese Weise
können unverbindliche Testballons starten .....mehr
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01-05-2009*41-51
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RAINER, Ulrike
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AMERIKA-EXTRA: Die ersten 100
Tage von B. Obama
Teil 11
(30.04.2009) - 101 Tage OBAMA .....mehr
Teil 10 - Die Letzten -
Indianer in den USA .....mehr
Teil 9 - Lehrjahre, zweiter
Teil .....mehr
Teil 8 - Lehrjahre, erster
Teil .....mehr
Teil 7 - Halbzeit .....mehr
Teil 6 - Manche sind gleicher
.....mehr
Teil 5 - Mädchen und Frauen
.....mehr
Teil 4 - Von goldenen Kälbern
und schwarzen Köchen .....mehr
Teil 3 - Ein Ende der
Voodoowissenschaft .....mehr
Teil 2 - Have We Overcome?
.....mehr
Teil 1 - Wo bleibt der Hund? .....mehr
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02-2009*40 |
KISS, Endre |
Edit
Gyömrői und Hermann Broch
.....mehr
Literarische
Freundschaften erweisen sich nur selten als so inhaltsreich,
geheimnisvoll, wenn eben nicht abenteuerlich, wie es im Falle der
intellektuellen und emotionellen Beziehung zwischen Edit Gyömrői
(1897-1987) und Hermann Broch geschah. .....mehr
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01-2009*39 |
BACKES, Martina |
Konjunkturen der Tourismuskritik
.....mehr
Trouble
in
Paradise: Die Zimmermädchen
in den Hotelhochburgen, für deren Tätigkeit keine Ausbildung notwendig
ist und die so viel verdienen, wie ein Frühstücksbuffet für zwei
Personen kostet, sind aus klassisch-tourismuskritischer Perspektive
Opfer des touristischen Systems. Sie stehen stellvertretend für die
Unterdrückten und Entrechteten in der untersten Hierarchie eines
komplexen Klassengefüges, an dessen oberen Ende die finanzkräftigen
Investoren und transnationalen Tourismusunternehmen stehen. Letztere
profitierten von der Armut des dienstleistenden Personals ebenso wie
von dem Bedürfnis der Urlauber, die auf der Suche nach Erholung vom
schnöden Alltag dem Versprechen nach Exotik und dem billigen Angebot
eines Reiseanbieters auf den Leim gingen.
So jedenfalls lässt sich auf einen Nenner
bringen, was von den vielen Jahren kritischer Auseinandersetzung mit
dem Tourismus öffentlich rezipiert worden ist. .....mehr
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2008
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12-2008*38 |
BACKES, Martina |
Multikulturalismus. Einzigartig
anders. Multikultur in der Werbung .....mehr
In der Werbung treffen
Schwarze und Weiße mal in vielfältig multikulturellen, mal in
vereinheitlicht globalisierten Welten aufeinander. Was wie ein
Widerspruch scheint, passt jedoch zusammen: Das Ideal der universalen
Werbe-Welt funktioniert nur, weil die BetrachterInnen von seiner realen
Kehrseite wissen. .....mehr
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11-2008*37 |
DÖRWALD, Uwe |
Alles
ist Sport -
Sport ist Nichts .....mehr
Kritik
zu Midas Dekkers: Der Gesundheitswahn. Vom Glück des
Unsportlichseins.
Neben der politischen Linie,
die Dekkers in seinem Buch verfolgt, kritisiert er als Biologe aber
auch den „Gesundheitswahn“, dem unsere Hochleistungsgesellschaft
verfallen zu sein scheint. Damit sind im Wesentlichen die Mythen
gemeint, die durch den Sport und deren Funktionäre vertreten werden. Zu
diesen Mythen zählt insbesondere, dass Sport gesund macht und ist.
„Noch nie hat man eine Kausalität zwischen Bizepsumfang und Verstand
beweisen können.“ So wird z.B. das Diktum „aus Bewegung folgt
Gesundheit“ nicht angezweifelt, obwohl man die Nachteile des Sports an
der Zahl der Sportverletzungen und der daraus folgenden Kosten
trefflich messen kann. Nach Dekkers GLAUBEN wir an die Wirkung
(Gesundheit) des Sports, obwohl es keine Beweise, keine vom Sport
unabhängige Forschung gibt. „Die Heilige Kuh der Sportreligion ist:
Sport ist gesund.“ Gesundheit können wir aber allein schon dadurch
haben, dass wir wenig Alkohol trinken, nicht zu fettes Essen zu uns
nehmen, keine Drogen konsumieren und ab und zu einen Spaziergang in
unseren Tagesablauf integrieren. Dies reicht völlig aus, um gesund zu
leben, und diese einfachen Verhaltensregeln lassen sich in den Alltag
integrieren ohne Sport, der FREI-ZEIT frisst, zu treiben.
.....mehr
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10-2008*36 |
s-a-w
Glosse |
Kaufen - was das
Zeug hält! - von Dorothea Hoppe-Dörwald - .....mehr
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07-2008*35 |
WERNZ, Stefanie |
Strukturelle
Voraussetzungen für Korruption
"Um
den Kern der Macht bildet sich immer und schnell ein Mantel aus Filz."
Bei
der vorliegenden Studie handelt es sich um eine Diplomarbeit der
Humboldt-Universität zu Berlin, die nicht zuletzt deshalb wichtig ist,
weil "Korruption der Prozess (ist), durch welchen die virtú des Bürgers
untergraben und schließlich zerstört wird“ und gegen
die man sich im Sinne von Pulitzer wehren muss; denn: "Es gibt kein
Verbrechen, keinen Kniff, keinen Trick, keinen Schwindel, kein Laster,
das nicht von Geheimhaltung lebt. Bringt diese Heimlichkeiten ans
Tageslicht, beschreibt sie, macht sie vor aller Augen lächerlich, und
früher oder später wird die öffentliche Meinung sie hinwegfegen.
Bekannt machen allein genügt nicht - aber es ist das einzige Mittel,
ohne das alle anderen versagen." .....mehr
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04-2008*34 |
KALINA, Thorsten; WEINKOPF,
Claudia
Institut Arbeit und Qualifikation der
Universität Duisburg
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Weitere Zunahme der
Niedriglohnbeschäftigung
(IAQ-Report 2008-01)
Auf der
einen Seite wird über die Zunahme von Armut in unserer Gesellschaft
geklagt, auf der anderen Seite werden seit Jahren bei wachsenden Kosten
Löhne gedrückt mit dem Argument, höhere Löhne seien nicht
konkurrenzfähig und würden zum Abbau von Arbeitsplätzen führen. Es gilt
aber auch: Wer als Arbeitgeber peanuts bezahlt, muss sich nicht
wundern, wenn er Affen als Arbeitnehmer hat. Wer also Qualität will
und vor allem wer eine soziale Marktwirtschaft will, muss gegen
Niedriglöhne sein; denn Niedriglöhne sind ein Skandal und der Einstieg
in die Armut.
Auszüge:
Der Vergleich mit den anderen an unserer
Studie beteiligten Ländern zeigt, dass Deutschland inzwischen den
höchsten Niedriglohnanteil unter den kontinental-europäischen Ländern
(Dänemark, Frankreich, Niederlande) hat und recht nahe bei den Werten
für Großbritannien liegt. Selbst verglichen mit den USA, für die der
Niedriglohnanteil auf rund 25% beziffert wird (Solow 2007), liegt die
Niedriglohnbeschäftigung in Deutschland (bezogen auf alle Beschäftigte)
mit einem Anteil von mindestens 22,2%, wie die aktualisierten
Berechnungen für 2006 hier noch-mals unterstrichen haben, nicht mehr
weit hiervon entfernt. In keinem der anderen Länder ist die
Niedriglohnbeschäftigung in den vergangenen Jahren so stark gestiegen
wie in Deutschland. Bemerkenswert ist auch, dass eine
Ausdifferenzierung der Löhne nach unten, wie wir sie für Deutschland
festgestellt haben, in den europäischen Nachbarländern undenkbar ist,
weil gesetzliche Mindestlöhne zwischen 8 und 9 € oder tarifliche
Standards (in Dänemark) dies nicht zulassen.
Im internationalen Vergleich ist
weiterhin auffällig, dass in Deutschland ein hoher Anteil der
Niedriglohnbeschäftigten nicht aus dem Kreis der gering Qualifizierten
stammt. Rund drei Viertel aller Niedriglohnbeschäftigten haben eine
abgeschlossene Berufsausbildung oder sogar einen akademischen
Abschluss. Dies ist umso gravierender, als die Chance, aus einem
Niedriglohnjob in besser bezahlte Beschäftigung zu kommen, hierzulande
besonders gering ist (Bosch/Kalina 2007: 43ff; Rhein et al. 2005). Im
europäischen Vergleich ist diese so genannte Aufstiegsmobilität aus dem
Niedriglohnbereich nur in Großbritannien ähnlich niedrig (European
Commission 2004). .....mehr
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03-2008*33 |
FRIEDRICH, Thomas |
Die Emotion der
Geborgenheit
Auszüge:
Die
Produkte versprechen Glück, lösen es aber nicht ein. Dieses
Phänomen
wird
traditionell mit dem Begriff der Sucht bezeichnet.
Unverdeckt ehrlich spricht der
Marketingfachmann auch vom “Anfixen” potentieller Kunden und gesteht
damit offen ein, daß er gar nicht vorhat, ihre
Bedürfnisse zu befriedigen. Zuverlässig Süchtige sollen hervorgebracht werden, das heißt Menschen, die
eine Tendenz haben, ständig die Dosis steigern
zu müssen. Unsere heutige Wirtschaft fußt auf der Sucht nach
glückversprechenden Gütern. Wie jede Sucht
erzeugt auch diese beständig ihre Voraussetzungen selbst, in diesem Fall die Abwesenheit von Glück. Der
Gemeinplatz,
der
Kunde sei König, man müsse ihn zufriedenstellen, sonst
laufe er einem davon, ist freilich nur die
halbe Wahrheit. Ein unzufriedener Kunde läuft in der Tat davon. Ist die Zufriedenheit gar zu groß, bleibt er jedoch
ebenso fern. Diese berechnende Art der Zufriedenstellung
ähnelt
allerdings
der, die den Süchtigen mit seinem Dealer verbindet. In vielen
Produktbereichen, zum Beispiel bei Uhren,
Spielzeug, Porzellan, Autos, mittlerweile auch
bei Verbrauchsgütern wie Mitteln zur Körperpflege oder Nahrungsmitteln,
erhält man sich Kunden zum Beispiel durch
Limited Editions. Man packt sie erstens bei der Sammlerseele,
denn
diese
strebt nach Vollständigkeit, und zweitens wird dem
Konsumenten suggeriert, das gekaufte Gut könnte
in Zukunft eine Wertsteigerung erfahren. .....mehr
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03-2008*32 |
DÖRWALD, Uwe |
Wie (manche)
Bildungsträger funktionieren ....mehr
"Wenn
die
Sonne
der Bildung tief steht, werfen auch Zwerge lange Schatten."
(K. Kraus)
Wie arbeiten eigentlich
Bildungsträger, die mit öffentlichen Mitteln bezahlt werden um Menschen
mittels Fortbildung neue Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu eröffnen? Wie
gelingt es ihnen zwei Herren zu dienen, der Arbeitsagentur und den
Teilnehmern und gleichzeitig den nötigen Profit abzuwerfen? Nun, eine
allgemein gültige Antwort gibt es hierzu wohl nicht, aber wer einen
Blick durchs Schlüsselloch wagen will, was zumindest bei einigen
Bildungsträgern vor sich geht, kann dies jetzt tun.
Der Bericht kommt zu dem
Schluss, dass sich Träger eines “kreative Einsparungspotentials im
Personal- und Sachbereich” bedienen und dabei vor allem auf die
mangelnde Kontrolle durch die Arbeitsagentur bauen. “Man kann sich in
gewissem Grade sicher fühlen bei seinem Tun und Lassen.”
Im Bezugssystem des
Arbeitgebers Bildungsträger ist kritisches Denken und Hinterfragen in
den meisten Fällen weder erwünscht noch gefragt, man muss im Sinne des
Systems funktionieren. Und das kann zu einer psychologischen Last
werden, wenn man mitbekommt oder ahnt, dass auf diese Weise einiges
nicht vertragskonform läuft. Man weiß andererseits aber auch, dass die
viel gepriesene und immer in kritischen Situationen eingeforderte
Loyalität einer Firma gegenüber ihre Grenze hat – das Maß ist so etwas
wie die eigene ethische Disposition oder das Verständnis von Recht.
…
Von Arbeitgeberseite wird Loyalität oft verwechselt mit „Abhängigkeit“
und „Obrigkeitsdenken“, also dem Festhalten an getroffenen
Vereinbarungen gegen besseres Wissen und Gewissen. Die Frage ist aber
a) kann man sich außerhalb der gesetzlichen Regelungen stellen und b)
ist die Treue gegenüber einer vermeintlichen Autorität höher zu
bewerten als das Einhalten von Gesetzesvorschriften?
…
Eingeforderte Loyalität, die stillschweigende Forderung nach dem
Vertuschen von kleinen Unregelmäßigkeiten und die systematische
Durchsetzung der Wirtschaftlichkeit mittels kreativer Interpretation
von Verträgen rechtfertigen auf der Dozenten- und Mitarbeiterseite die
Pflicht zur Untreue, so dass der Missbrauch staatlicher Mittel offen
gelegt werden kann. Der Mitarbeiter hat also das Recht und die Pflicht
zum Ungehorsam, sofern die Ausführung von Anweisungen übergeordnete
Werte verletzten würde. Dies erfordert allerdings Mut und Zivilcourage
und allzu oft werden Mitarbeiter, die mutig sind und gegen Mauscheleien
vorgehen, kalt gestellt als Leute, die den wirtschaftlichen Erfolg des
Unternehmens gefährden. Doch was ist diese Art wirtschaftlicher Erfolg
wert?”
Viele dieser
Aussagen lassen sich leider wohl 1:1 auf andere Unternehmen in anderen
Branchen übertragen.....mehr
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03-2008*31 |
KISS, Endre |
Zwischen
schriftstellerischer Botschaft und Tabuisierung
Zur
Gestaltpoetik
von
Tibor Déry
Auszüge:
Die Problematik der
Tabuisierung in der Gestaltpoetik schafft
realisierte Interdisziplinaritaet. Sie schaltet die
Literaturgeschichte, aber auch die Literaturtheorie ohne Schwierigkeiten
in die breiteren Kontexte von der Sozialontologie, Anthropologie oder
einfach der Soziologie oder Ethnographie ein. Auch die moderne
Gesellschaft ist voll von Tabus, die nicht jederzeit wahrgenommen und
erlebt werden, denn sie sind in vielen Faellen hinter der Sozialisation,
den nicht mehr hinterfragten sozialen Verhaltensregeln oder der
ebenfalls nicht mehr reflektierten sozialen Normalitaet versteckt. Neben
diesen nur selten erlebten und bewusst gemachten Tabus existieren auch
offene soziale, sogar politische Verbote. Selbst diese offenen und
expliziten Tabus und Verbote werden des öfteren nicht (mehr) als solche
erlebt, weil wir die sozialen Verhaeltnisse generell für sehr
veränderbar ansehen und deshalb auch selbst wirkliche Tabus und Verbote
nicht mehr in ihren strukturell absoluten Position wahrnehmen.....mehr
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03-2008*30 |
s-a-w
Glosse |
Vom ganzen Satz
zurück zur Höhlenmalerei - von Dorothea Hoppe-Dörwald ....mehr
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02-2008*29 |
FRIEDRICH, Thomas |
Das Design der
Zukunft - Die Zukunft des Designs
Auszüge:
Demokratie
ist heute weniger durch Verweigerung von unten, wie niedrige
Wahlbeteiligungen, gefährdet, wie uns Politiker heute weismachen
wollen, sondern durch demokratiefeindliche Maßnahmen von oben: Wir
haben in dieser Hinsicht tendenziell wieder feudalismusähnliche
Verhältnisse. Die Staatsbürgerdemokratie transformiert tendenziell zur
Eigentümerdemokratie.
Das immer
häufigere Auftreten des Wortes "Motivation" in unterschiedlichen
gesellschaftlichen Zusammenhängen ist ein indexikalisches Zeichen für
den immensen Zuwachs an entfremdeter Arbeit. .....mehr
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02-2008*28 |
KISS, Endre |
Der soziale Wandel
als Politikum: Ideologische Konzepte
Auszüge:
Durch unsere alltaegliche
Arbeit, ..., durch die
Erfüllung unserer bürgerlichen Pflichten, entsteht Fortschritt und Geschichte, sie ist zwar nicht unabhaengig von
unserem Willen, sie ist aber auch kein Ausfluss
unserer freien Entscheidungen.
Emanzipative
Gesetzgebung,
liberale Ideen, freie
Kommunikation, demokratische Progression, diesseitige Kultur, Zurückdraengen der Barbarei und die ewig
scheinenden Garantien für das Individuum, seine
emanzipative Daseinsweise nunmehr jederzeit und ohne Widerstaende
erleben
zu
können, diese Momente machen das Bewusstsein des
zivilisatorischen Höhepunktes aus. .........mehr
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2007
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05-2007*27 |
Kiss, Endre |
Thomas Bernhard - eine Literatur des Objektverlustes ...>
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04-2007*26 |
Meyer, Helge |
Performance
Art
-
Untersuchung eines Zustands ...> |
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2006
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08-2006*25 |
Kiss, Endre |
Monetarismus und Liberalismus...>
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08-2006*24 |
Hoppe-Dörwald, Dorothea |
Kuhmist - ein verträumter Blick aus dem Zeitfenster...>
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05-2006*23 |
Ram Adhar Mall |
Säkulare
und
sakrale
Theorie und Praxis der Toleranz ...> |
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05-2006*22 |
Hamid Reza Yousefi |
Toleranz
als
Weg
- zur interkulturellen Kommunikation und Verständigung ...> |
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05-2006*21 |
Hamid Reza Yousefi |
Weltterrorismus im
Gewande demokratischer Gesinnung. Offener Brief...>
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04-2006*20
|
Wolfgang Eßbach
|
Krieg gegen die
Intelligenz...>
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2005
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| 12-2005*19 |
Thomas Hering |
Universitäten als Unternehmen - Akademische
Zerrbilder und ideologische Illusionen einer Anti-Elite...> |
| 05-2005*18 |
Albrecht Müller |
Die Reformlüge... > |
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05-2005*17
|
Hoppe-Dörwald, Dorothea
|
Elektronisches Lernen Teil 2
- Ein Selbstversuch... >
|
| 04-2005*16 |
Dörwald, Uwe
|
Disziplin, Drill und Gewalt
- führen zu Nichts!... >
|
| 04-2005*15 |
Stark, Karl |
HARTZ IV - Wehe, du wirst
arbeitslos oder: "es gibt kein Recht auf Faulheit"!... > |
| 03-2005*14 |
Kiss, Endre |
Menschenrechte und Menschen im Strome der
Globalisation... >
|
| 02-2005*13 |
Neu, Margret |
Analphabetismus - Ursachen und
Hintergründe... > |
| 01-2005*12 |
Randhawa, Marion |
Selbstkonzept und Selbstwertgefühl
im sozialen Kontext... >
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2004
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12-2004*11
|
Hoppe, Felicitas
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BLINDE HÜHNER: Warum Schreiben lernbar, aber
nicht lehrbar ist... >
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10-2004*10
|
Dr. Joachim Walter
|
Anti-Gewalttraining im
Jugendstrafvollzug - Tummelplatz für ‘crime fighter’?... >
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07-2004*9
|
IAB
|
Zur Arbeitsmarktpolitik ... >
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06-2004*8
|
Hoppe-Dörwald, Dorothea
|
Elektronisches Lernen ... >
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06-2004*7
|
Dr. Hinner, Kajetan
|
Thesen über Arbeitslosigkeit ... >
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06-2004*6
|
Dörwald, Uwe
|
Absurditätenkabinett Teil 2 ... >
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06-2004*5
|
Dörwald, Uwe
|
Karen Gloy - Das Verständnis der Natur ... >
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05-2004*4
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Axmann, Steffen
|
Nanotechnologie in Deutschland ... >
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05-2004*3
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Dörwald, Uwe
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Zwischen Warnung und Hoffnung ... >
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05-2004*2
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Dörwald, Uwe
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Absurditätenkabinett Teil 1 ... >
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05-2004*1
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Dörwald, Uwe
|
Kondylis - Nüchternheit in der Politik ... >
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- Wirtschaftssystem und Lebenswelt
- Wie (manche) Bildungsträger funktionieren
- Strukturelle Voraussetzungen für Korruption
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