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Leser - Statements

  • "SAW ist, schwarz auf weiß, eine Säge, die im zeitgeistigen Unterholz Licht und Luft schafft. Unbedingt immer wieder lesen!"

  • "Die Beiträge auf schwarz-auf-weiss sind immer interessant und anregend. Oft fühlt man sich in den eigenen Meinungen und Gedanken bestätigt, was natürlich der Eitelkeit schmeichelt. Zum Glück stimme ich nicht allen Ansichten zu, denn das wäre langweilig."

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  • "schwarz-auf-weiss ist eine höchst interessante Seite: ich habe mich [...] regelrecht festgelesen."


Monat-Jahr*Nr.

- 2012 -

AUTOR / RUBRIK

THEMA
15.05.2012 *** Meldung ***

Wir, die Macher von schwarz-auf-weiss, gratulieren - Felicitas Hoppe - zum Georg-Büchner-Preis 2012.

[(c) Bild privat]

Wir freuen uns mit der Autorin über diesen Preis, der unseres Erachtens eine Auszeichnung ihrer klaren Sprache und ihrer Fähigkeit, Geschichten zu erfinden und diese auch formal auf neue und mutige Weise zu erzählen ("Hoppe"), ist.

"Hoppe Cuts to the Chase" titelten wir unsere Besprechung zu "Hoppe" - Mit diesem Preis haben "Fly" und Felicitas Hoppe gepunktet – mit Leuchtpuck und Sprache.

Wir sind stolz darauf, dass wir Beiträge von Felicitas Hoppe auf unserer Internetseite publizieren konnten.

Was für Sportler die Hall of Fame - ist für Schriftsteller der Georg-Büchner-Preis.

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH - und keep on writing!

04-2012*126 THIELEMANN, Ulrich

Der Wettbewerb und die "Effizienz". Vom ethischen Scheitern des Neoliberalismus   ...mehr

Auszug:... Der Wettbewerb taugt nicht zum Prinzip der guten und gerechten Ordnung von Wirtschaft und Gesellschaft. Eine Wirtschaftsethik, die sich ihrer eigenen praktisch-politischen Grenzen bewusst ist und sich folglich auf transzendentale Kritik (Aufzeigen der Verletzung des Moralprinzips) und Werterhellung (statt Wertentscheidung) beschränkt, bringt daher die Option einer Begrenzung des Wettbewerbs ins Spiel. Die Gründe, diese Option praktisch-politisch nicht aus-, sondern einzuschließen, sind vielfältig.

• Da ist zunächst (und wohl auch zuletzt) der Freiheitsverlust, der darin besteht, ein zunehmend ‚unternehmerisches‘ Leben führen zu müssen. Unter der Ägide ungebremsten Wettbewerbs ist der Zwang zum ‚Lebensunternehmertum‘ vollständig unausweichlich. Dies ist unter dem normativen Gesichtspunkt einer liberalen und pluralistischen Gesellschaft nur dann unproblematisch, wenn die dem Wettbewerb Unterworfenen ein ‚unternehmerisches‘ Leben marktlicher Selbstbehauptung unbedingt führen wollen, und wenn man einem kruden Freiheitsbegriff anhängt, der mit ‚Freiheit‘ nicht reale Freiheit meint, sondern bloß die Abwesenheit von Gewalt, so dass ‚die Freiheit‘ bereits und nur dann als verwirklicht angesehen wird, wenn auf die Ausübung positiver Macht, gleich ob rechtsstaatlicher oder privater Natur, verzichtet wird, alle Fragen der Fairness also als irrelevant ausgeschlossen werden. ...mehr

Im Zusammenhang mit diesem Beitrag empfehlen wir auch die DENKFABRIK FÜR WIRTSCHAFTSETHIK

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04-2012*125 s-a-w Lesenswert

Hoppe Cuts to the Chase von Uwe Dörwald

Auszug:... Felicitas Hoppe zieht uns in ein Abenteuer, das Hoppe heißt, vorgibt eine Biographie und ein Roman zu sein, und die Geschichte eines abenteuerlichen Leben ist. - Mit allen Risiken und Nebenwirkungen  ...mehr

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04-2012*124 s-a-w Lesenswert

Ein Meister und seine Form - zu den Essays von Montaigne

Lesen ist (und bleibt) ein Fest des Intellekts von Uwe Dörwald

Auszug:... Mit seinem Hauptwerk, den Essais, die 1580 in zwei und 1588 in drei Büchern erschienen, wurde Montaigne zum Begründer des Essays als Form. Er behandelt in seinen Essays sehr frei und unter Verwendung der antiken Überlieferung moral- und lebensphilosophische Themen. Sein Hauptthema ist der Mensch und die Frage nach dem richtigen Leben.  ...mehr

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04-2012*123 s-a-w Lesenswert

Vorausschauende Träume

Besprechung zu "Emma James und die Zukunft der Schmetterlinge" von Dorothea Hoppe-Dörwald

 

Auszug:... Wenn man als Mädchen Emma James heißt, dann muss man schon recht selbstbewusst sein, um bei diesem Doppelnamen gelassen zu bleiben. Aber Emma James bekommt das sehr gut hin, denn schließlich gilt es, in ihrem Leben ganz andere Dinge zu meistern. Beispielsweise das Leben mit einem schwerkranken kleinen Bruder, mit dem sie nie wirklich spielen kann, ...mehr

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03-2012*122 RAINER, Ulrike

Steile Karriere! Jim Yong Kim, der Präsident des renommierten Dartmouth College, wechselt höchstwahrscheinlich zur Weltbank.

Inzwischen weiß es ein Großteil der Welt: der (noch) Dartmouth Präsident Jim Yong Kim wird höchstwahrscheinlich der nächste Präsident der World Bank. Ich, die ich mich eher dem wunderbaren Kinderbuchautor Dr. Seuss,  einem ehemaligen Studenten dieses Colleges nahe fühle, freue mich, vor allem natürlich für den Mediziner Dr. Kim, aber noch mehr, dass er nun nicht mehr “unser” Präsident ist. Das hat nichts mit den objektiv gesehen beachtlichen Fähigkeiten und Leistungen des Manns zu tun, sondern mit der Tatsache, dass er einen Typus repräsentiert, der mit humanistischen und künstlerischen Anliegen wenig bis nichts am Hut hat, obwohl der Sinn eines Liberal Arts Colleges gerade, auch historisch gesehen, darin besteht, junge Menschen zu gedankenfähigen  und gedankenvollen Bürgern heranzubilden, nicht zu einseitig orientierten Fachkräften. Dafür ist nach dem College Zeit genug.   ...mehr

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03-2012*121 GLOY, Karen

Das Verhältnis zwischen Wirtschaftssystem und Lebenswelt

 

"Meine Aufgabe als Philosophin, als Vor- und Querdenkerin, als jemand, der einen Schritt zurücktritt und eine Sache als Ganzes zu überblicken sucht, ist es, Strukturen freizulegen und ihre Tendenzen aufzuzeigen, zu fragen, woher wir kommen und wohin wir gehen." (Karen Gloy)

 

Auszug:... Wirtschaft geht uns alle an, weil sie Teil unserer Lebenswelt ist. Wer noch bis vor kurzem glaubte, sich ruhig in seinem Lehnstuhl zurücklehnen zu können, weil er seinen Arbeitsplatz für sicher hielt, weil er seine Rente für gesichert wähnte, weil er vorsorglich  - wie die meisten Deutschen  – ein Sparbuch als Rücklage und Notgroschen angelegt oder in Fonds und Aktien investiert hatte, der sah sich plötzlich durch die weltweite Wirtschafts- und Finanzkrise  eines anderen belehrt.   ...mehr

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03-2012*120 s-a-w Lesenswert

Über die Komplexität der Wahrnehmung und der Welt. Besprechung zu Karen Gloys "Wahrnehmungswelten" von Uwe  Dörwald

Auszug:... Wir nehmen die Welt wahr mit allen unseren Sinnen. Meinen wir. So wie wir unsere Umwelt und Mitwelt wahrnehmen, ist es die richtige und die passende Art und Weise. Meinen wir. Wie eingeschränkt und andere Wahrnehmungsrealitäten ausschließend unser (westlicher) Blick auf die Welt ist, wie „die Totalität möglicher übereinandergeschichteter Wahrnehmungswelten“ aussieht, „statt reduktionistisch allein auf die Sachqualitäten (der Dinge, U.D.) abzuheben“, zeigt Karen Gloy in ihrem Buch >>Wahrnehmungswelten<<. Die inzwischen emeritierte Professorin für Philosophie und Geistesgeschichte zeigt damit auch „die Defizite fest eingeschliffener, traditioneller Vorstellungsgewohnheiten“.

Wie alle Bücher von Karen Gloy, - die Philosophie, Germanistik, Physik, Psychologie und Kunstgeschichte an den Universitäten Hamburg und Heidelberg studierte und an den Universitäten Wien, München und Ulm lehrte und ihren Lehrstuhl an der Universität Luzern hatte -, ist auch dieses Buch in einer klaren Sprache verfasst, die systematisch, aber nie schulmeisterlich belehrend darüber aufklärt, was unter dem scheinbar unscheinbaren Begriff Wahrnehmungswelten zu verstehen ist, wie unsere Wahrnehmung (der Welt) funktioniert und welche Vorstellungen von Wahrnehmung es in der Kultur- und Geistesgeschichte gibt. ...mehr

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03-2012*119 RAINER, Ulrike

Happy Birthday, Dr. Seuss

Am 2. März feiert man in den USA den Geburtstag des berühmten Kinderbuchautors Ted Geisels (1904-1991), alias Dr. SEUSS, auf ganz besondere Weise. Es gibt landesweit Read-Across-America Events. Das bedeutet, dass in Schulen, Bibliotheken und im Fernsehen Kinder und Erwachsene sich dem Lesen widmen.  ...mehr

 

 

 


02-2012*118 s-a-w Glosse

Was weiß Amazon, was Elkes Mann nicht weiß von Elisabeth Heinemann

Eins ist klar: Wir sind nicht nur  "Kunden" von Facebook, Google oder Amazon, sondern auch deren Produkte. Portale und soziale Netzwerke wie beispielsweise Amazon, Facebook oder Google machen ordentlichen Gewinn mit unseren Persönlichkeitsprofilen und Daten.  ...mehr  

Auszug:...Jedes Mal, wenn Du Dich auf Amazon.de anmeldest, dann merkt sich Amazon genau, was Du auf der Seite so treibst. Wenn Du Dir Anhänger für Dein Bettelarmband anschaust, merkt sich das eine im Hintergrund laufende Software und bietet Dir im nächsten Newsletter eben genau diese oder ähnliche Anhänger an. Du hast ja schon mal Interesse gezeigt und brauchst vielleicht nur noch einen kleinen Kaufimpuls. Wenn Du ein bestimmtes Buch anschaust oder sogar auf Deinem virtuellen Wunschzettel abspeicherst, dann behält sich das Amazon quasi im Hinterkopf. .....mehr

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02-2012*117 s-a-w Lesenswert

Von einem Luftkutscher, der keine Luftnummer ist

Besprechung zu "Wie die Wörter tanzen lernten" von Dorothea Hoppe-Dörwald

Auszug:...Leicht und nicht als Lehrbuch, sondern verspielt und beglückt, lässt uns Harig an seinem Leben mit der Poetik teilhaben. Sprachlich kommt ihm immer wieder ein verschmitztes Lächeln über die Lippen. Hier schreibt ein Mann, dessen Handwerk mit Feder und Tinte, mit Bleistift und Leim ausgeführt wird. Und mit viel Lesen! Für Poetikkenner ist dieses Buch sicherlich ein literarischer Leckerbissen. Für Poetikeinsteiger vielleicht ein Buch, das Lust auf vertiefende Lektüre macht. Und für Schüler - Dank des hervorragenden Glossars, welches alle Begrifflichkeiten der Poetiklehre erklärt, vom Alexandriner bis hin zum Vers - ein ideales Nachschlagwerk.  .....mehr

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02-2012*116 s-a-w im Gespräch

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mit Hubertus Wolf  -  Institut für Zukunftsmanagement

Über die Notwendigkeit von Nachhaltigkeit, Strategie und gute Unternehmensführung .....mehr

Auszug:... In der Tat, der Begriff Nachhaltigkeit ist ein sehr problembehafteter Begriff, ich möchte sagen sehr fiktiv, sehr widersprüchlich, vielfach missbräuchlich, verlogen und anderes. Die FAZ sprach mal in einem Kommentar zur gescheiterten Klimakonferenz von Kopenhagen von einem „bürokratischen Wieselwort“. Es ranken sich um diesen vermeintlichen Begriff des Guten und Besseren für die Welt („Welt in Balance“) endlose, teils versponnene und idealistische Initiativen. Das ist alles kaum mehr überschaubar und eher verwirrend als wegweisend. Und entscheidend: Vom Reden und Appellieren, von immer neuen Kodizes und Ethik-Formeln wird nichts besser. Aber alles das eignet sich enorm gut für Augenwischerei.

Zum anderen werden die politische Ebene verantwortlicher Gestaltung von Rahmenbedingungen und die Ebene unternehmerisch selbst verantwortlicher Gestaltung verwischt und verwaschen. Dazwischen nehmen mächtige Interessengruppen Einfluss. Wie auf einem Verschiebebahnhof. Und jeder wartet auf den anderen. Das ist das Gegenteil von Leuchtturm-Kompetenz und Strategie.

Für mich ist Nachhaltigkeit ganz grundsätzlich zunächst einmal ein Gegenbegriff zu allem, was wir mit der Bedrohung und Zerstörung unserer Lebensgrundlagen erfahren. Und zwar unabhängig davon, ob diese nun vorsätzlich oder unwissentlich geschehen. Die Botschaft ist: Verhalte dich auf deinem Lebensweg und dem eigenen Bestreben nach Entfaltung und Erfüllung deiner Lebensvorstellungen so, dass andere, die Mitwelt im weitesten Sinne, dadurch in ihrem eigenen Streben nicht bedroht oder gefährdet werden. .....mehr

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01-2012*115 KISS, Endre

Der TOTO-Skandal im Medium von Soziologie und Geschichte. Das Beispiel einer Korruption vor dem Einbruch der Globalisierung

Auch wenn der hier beschriebene TOTO-Skandal schon einige Zeit zurückliegt, so zeigt er, wie sich Korruption in einer geschichtlichen Perspektive gewandelt hat.

Auszug:...Dieser Skandal erfolgte in den 1980er Jahren, im historischen Augenblick vor dem Einbruch der Globalisierung. Gerade deshalb zeigen sich auch markante Unterschiede zu den Arten der Sportskandale unserer Tage.

Die heutigen Skandale generieren sich nicht aus dem (negativen) Mangel im alten Sinne, sondern aus dem (positiven) Hunger nach dem großen Geld. Sie sind nicht eingeschüchtert von der Allmacht eines Establishments, sondern sind von dem in ihrer Nähe zirkulierenden cash flow fasziniert. Sie wollen nicht eine Stagnation beleben, sondern nehmen auch die Zerstörung von funktionalen Systemen in Kauf. Sie nehmen nicht von unten, sondern von oben, zumindest von einem nennenswerten Zentrum ihren Ausgang. Sie akzeptieren keine Macht über sich, wenn nötig, kämpfen sie gegen sie.

Oft gilt heute, was auch damals schon galt: Die Normenlosigkeit ist die Norm...... .....mehr 

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01-2012*114 s-a-w Lesenswert

Die Vermessung der fiktiven Welt - Ein ATLAS besser als jedes GPS - Besprechung zu "Atlas der fiktiven Orte" von Uwe Dörwald

 

Auszug:...Mercator, dessen 500.ten Geburtstag wir in diesem Jahr Anfang März begehen (können) und dessen Karten und Globen die Welt erschlossen und den Menschen Orientierung gaben, hätte an diesem Buch wahrscheinlich auch seine Freude gehabt.   .....mehr

Im >>Atlas der fiktiven Orte<< begeben sich Werner Nell (Texte) und Steffen Hendel (Illustrationen) auf „eine Entdeckungsreise zu erfundenen Schauplätzen“ der Weltliteratur. Es sind Orte der Phantasie, die bereist, beschrieben und kartografiert werden. Insgesamt 30 Orte liegen auf der ausgedehnten Reise- und Abenteuerroute der Autoren. Es geht von Atlantis und dem Auenland über Entenhausen und Lilliput nach Lummerland, Schilda, ins Schlaraffenland und am Ende, unter dem Buchstaben Z, bis hoch hinauf in die dünne Luft des Zauberbergs.  .....mehr

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01-2012*113 DIMMERS, Jan

Die Autonomie des Schönheitsempfindens

Über Snobismus und Kitsch

Auszug:...Der Snob hält den Schein aufrecht. Er will der die Hochkultur oder eine Hochkultur vertretenden Gruppe angehören. Er stattet sich deswegen mental aus mit der Statussymbolik dieser Gruppe. Demzufolge imitiert er, bis in alle Einzelheiten, diese Gruppe in ihrem Aufwand des guten Geschmacks: die Schätzung der Kunst und den dazu gehörenden Lebensstil. Damit ist eine in sich verflochtene, verwickelte, aber auch sich trotzdem locker und lustig präsentierende Dramaturgie der verbalen und nicht verbalen Anstrengung, Aufbietung und Darstellung gemeint. Sie ist die Expression einer imitierten Authentizität, in der man sich die Kultur des Kunstgenusses in ihrem innersten Zusammenhang zu eigen gemacht hat. Der Snob verbringt damit eine glänzende, aber mental sehr komplexe Leistung. Eine Sache gelingt ihm aber nicht: er wird, der Art der Sache wegen, nicht imstande sein, die Kunst um der Kunst Willen zu lieben. Seine Zuwendung zur Kunst bleibt, in ihrer ganzen Passioniertheit, instrumental. Deswegen wird er immer auf Zehenspitzen gehen, denn Gesichtsverlust ist immer in der Nähe...... .....mehr 

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Monat-Jahr*Nr.

- 2011 -

AUTOR / RUBRIK

THEMA
12-2011*112 RAINER, Ulrike

Kandidatenkür der Republikaner in den USA

Obama's Gegner bringen sich in Stellung. Ihr einziger Programmpunkt heißt: Weg mit Obama!

Auszug:...In einem Jahr wissen wir, ob wir hier die Hände vor Verzweiflung ringen oder erleichtert aufseufzen. Das kann vorläufig niemand vorhersehen. Noch ist alles offen. Da die Republikaner das schamlos prahlerisch zugegebene einzige Programm vertreten, Obama aus dem Amt zu jagen, komme was wolle und egal, was es im Land dringend an echten, ernsten  Problemen zu lösen gäbe, verkommt der sogenannte Wahlkampf seit mindestens letztem Frühjahr zum Komödiantenstadel. Die Comic Zeichner haben Hochkonjunktur...... .....mehr 

Es gibt zudem ein trauriges Phänomen, dass die Armseligkeit der Presse in immer grelleres Licht rückt. Täglich erscheinen Kandidaten, egal welchen Unsinn sie verzapfen, im Fernsehen und werden von der eitlen Wichtigtuerei der Interviewer legitimiert. Mit Respekt empfangen und unterwürfig behandelt werden hier Leute, die man anderorts in die Gummizelle sperren würde. Millionen Zuschauer hören dann von Gingrich, dass Obama eine genauso große Gefahr für die USA ist wie Hitler für Deutschland und Stalin für Russland, und sie hören von Bachmanns idiotischer Behauptung, dass die HPV Impfung für junge Frauen, die später Krebs verhindern kann, zur “geistigen Zurückgebliebenheit” führt. Journalisten sollten eigentlich solcher Ignoranz entgegenarbeiten. Sie tun es immer seltener. Außerdem ist die Qualifikation mancher derjenigen, die sich im Medium profilieren, zweifelhaft. “Prominente”, für die nicht mehr spricht, als dass man ihren Namen erkennt, treten als “Experten” auf Gebieten auf, von denen sie keine Ahnung haben.    .....mehr

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12-2011*111 s-a-w Lesenswert

That’s definitly not Russia

Besprechung zu "Das eingeschossige Amerika" von Dorothea Hoppe-Dörwald

Auszug:...Ich war noch nie in Amerika und bin mit meinen Vorstellungen über diesen Kontinent vielleicht auch genau auf dem Stand wie es 1935 Ilf und Petrow waren, als sie gemeinsam Amerika bereisten. Die zwei berühmten russischen Autoren, die ihren Durchbruch mit dem Doppelroman „Zwölf Stühle/Das goldene Kalb“ hatten, unternahmen die Reise als Korrespondenten der Zeitung Prawda.

Noch nie habe ich einen so fantastischen Reisebericht gelesen, der mit viel Humor und Zugewandtheit Amerika beschreibt.    .....mehr

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12-2011*110 s-a-w im Gespräch

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mit Mathew D. Rose  -  investigativer Journalist und Autor von KORRUPT? 

s-a-w startet mit diesem Interview eine neue Rubrik. im Gespräch nutzt das Interview, um Themen auf den Punkt zu bringen.

In Beitrag #107 >>Die Macht des Lobbyismus<<  hat s-a-w  das Buch von Mathew D. Rose besprochen und vorgestellt. Unser Fazit war: Kaufen und Lesen! Denn: "Korrupt liest sich wie ein Polit-Krimi, nur ist das Thema von Mathew D. Rose nicht die Fiktion, sondern die Realität und die Gegenwart." - Der in Berlin lebende Journalist Mathew D. Rose wurde 1954 in New York geboren, ist Historiker und arbeitet seit Jahren in Deutschland.

s-a-w hatte Gelegenheit, ein ausführliches Interview mit dem Autor zu führen.

Lesen Sie es hier und jetzt!  .....zum Interview

 

Auszug:...Tagtäglich berichten die Medien von einer politischen Märchenwelt, die wenig mit der Realität zu tun hat. Entscheidend sind die materiellen Aspekte und die tatsächlichen Ergebnisse des politischen Handelns.

Es gibt noch Politiker aus Leidenschaft, aber als schwindende Qualität. Da Parteien sich zunehmend auf ihre Geschäfte konzentrieren, sind die Wirtschaftsmanager gefragt, nicht die Politik-Manager. [.....] am Ende bedienen die politischen Parteien die Partikularinteressen auf Kosten der Mehrheit. Die CDU, CSU und FDP (geschweige denn die großen Energieversorger und Wirtschaft) beklagen ständig die Verteuerung von Energie durch erneuerbare Quellen. Doch gleichzeitig wird die Industrie von vielen Strom-Gebühren befreit oder sogar mit öffentlichen Mitteln subventioniert. Diese Geschenke an die Wirtschaft werden hauptsächlich auf die Kleinverbraucher abgewälzt. Das ist keine Energiepolitik, sondern eine Umverteilung von Reichtum. Gehen sie mal auf einen Parteitag oder schauen sie in die Mitgliederzeitschriften der Parteien. Wer mietet die teuren Stände oder schaltet die Anzeigen?........mehr

zum Thema siehe auch den Bericht von MONITOR am 12.01.2012

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11-2011*109 HOPPE, Felicitas

Lösung: Liebe

Heinrich von Kleist zum 200sten Todestag

Heute vor 200 Jahren nahm sich der Schriftsteller Heinrich von Kleist zusammen mit Henriette Vogel am Kleinen Wannsee zwischen Berlin und Potsdam das Leben.  .....mehr 

Das wird offenbar und exzessiv zum Anlaß genommen, zahlreiche Gedenkveranstaltungen und Lesungen zu zelebrieren, wie man einer Pressemeldung des internationales literaturfestival berlin entnehmen kann. Dort heißt es: "am 21. November 2011 liegt die Selbsttötung von Heinrich von Kleist 200 Jahre zurück. An diesem Tag wird Heinrich von Kleist mit einer weltweiten Lesung geehrt. Zu der außerordentlichen Initiative des worldwide readings, zu der die Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft in Kooperation mit dem internationalen literaturfestival berlin aufgerufen haben, sind bereits mehr als 130 Kulturinstitutionen, Theaterhäuser, Bibliotheken und Universitäten aus aller Welt angemeldet. Die Liste der Teilnehmer wächst stetig. - Hier finden Sie eine Übersicht zu den Lesungen, die weltweit stattfinden werden."

Da wollte Felicitas Hoppe nicht nachstehen. Am 18.11.2011 trug sie im Bonner Theater einen Text vor, den wir hier mit freundlicher Genehmigung der Autorin und des Bonner Theaters publizieren. .....mehr

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11-2011*108 s-a-w Lesenswert

Lachen garantiert  -  Besprechung zu GRÜNES EI MIT SPECK von Ulrike RAINER

Auszüge:... Wenn ich frage, ”und wer kennt Dr. Seuss”, schießen sofort alle Hände in die Höhe, denn den kennt fast jedes amerikanische Kind. Immerhin haben sich über 222 Millionen seiner Bücher verkauft. Kein Wunder, denn die Texte, Verse und dazugehörigen farbprächtigen Illustrationen dieses begnadeten Künstlers sind sowohl für Kinder als auch Erwachsene unwiderstehlich. - [...] - Kindheit ist voller Phantasie und Magie, und wir müssen diese nur zulassen und uns ab und zu als Erwachsene daran erinnern, dass es eine Zeit gab, als “die ganze Welt wunderbar” war, weil noch alle Türen weit offen standen und man aus dem Staunen nicht herauskam und alles, aber auch alles, selbst probieren wollte. [...]

Ein Wort noch zu der genialen Übersetzung von Felicitas Hoppe. Besser oder glücklicher hätte es nicht kommen können. Ich, die ich mit den Originalen vertraut bin und deren Wirkung öfter erprobt habe, habe nun erlebt, dass sich Seuss ebenso wunderbar auf Deutsch liest bzw. vorliest.    .....mehr

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11-2011*107 s-a-w Lesenswert

 

Die Macht des Lobbyismus - von Uwe Dörwald 

Besprechung zu Mathew D. Rose: Korrupt? - Wie unsere Politiker und Parteien sich bereichern - und uns verkaufen   

Nicht nur literarisch gesehen geht es um den >>prize of souls<<... thou art virtue, fame, honour, and all things else...und um die Frage, inwieweit wir unser Handeln contrecoeure ausrichten können. Denn: Mit Gold kann man die Seele kaufen, [...], also nicht nur die Menschen zwingen, etwas gegen ihren innersten sittlichen Antrieb zu tun, sondern diesen innersten sittlichen Antrieb, das was ihre Seele ausmacht, ihr fühlendes, liebendes, hassendes Dasein, tatsächlich umschaffen. Ihr Gewissen spricht dann so, wie das Gold es will. - aus P.v.Matt: Die Intrige

Auszug:...Die Missstände und die für eine demokratisch organisierte Gesellschaft zersetzenden Strukturen mit klaren Worten und guten Belegen zu beschreiben, ist ein klares Verdienst des vorliegenden Buches. Es geht um ein effektives "Netzwerk von Kreuzbeteiligungen und Verflechtungen"; gemeinhin heißt dies Filz. - Korrupt liest sich wie ein Polit-Krimi, nur ist das Thema von Mathew D. Rose nicht die Fiktion, sondern die Realität und die Gegenwart. .....mehr

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10-2011*106 van BERKEL, Jan

X-Terra WM 2011: Ist das ein echter Sieger?

Abwägungen zwischen juristischen und sportlich-gesellschaftlichen Wertvorstellungen.    .....mehr

Auszug:...Nach dem Sieg von Michael Weiss (AUT) bei der X-Terra WM in Maui (Hawaii) mehren sich die emotionalen Kommentare. Eine Statusaufnahme der sportlich-gesellschaftlichen sowie juristischen Elemente. 

Juristische Würdigung des Falles

Michael Weiss hat die Ziellinie in Maui als erster regelkonform überquert. Es liegen momentan keine, weder im Vorfeld noch im Zielbereich durchgeführte, positive Dopingbefunde vor. Er gilt somit, vorbehaltlich der Resultate der Dopingtests im Ziel, als offizieller Sieger des Rennens. Michael Weiss ist X-Terra Weltmeister.

Ist doch alles eine klare Sache, oder? Warum dann die Aufregung?     .....mehr

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10-2011*105 s-a-w Lesenswert

Von Menschen und Notizbüchern - Besprechung zu HARRIET - Spionage aller Art von Dorothea Hoppe-Dörwald

Auszug:... Harriet wächst wohl behütet auf. Sie ist Einzelkind und lebt mit ihren Eltern, ihrem Kindermädchen Ol' Golly und der immer etwas mürrischen Köchin in einem großen Haus in New York. Harriet ist elf Jahre alt und hat sehr genaue Vorstellungen von ihrer Zukunft. Sie will Schriftstellerin oder Spionin werden. Spionage betreibt sie bereits jetzt gründlich und ausdauernd, ein ständiger Begleiter ist hierbei ihr kleines Notizbuch, welches sie immer bei sich führt und in das sie alles aufschreibt, was ihr auffällt und was ihr wichtig erscheint......mehr

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10-2011*104 s-a-w Lesenswert

Blinder Aktionismus und leere Worte

Besprechung zu Theresia VOLK: Unternehmen Wahnsinn - von Uwe Dörwald     .....mehr

Auszug:... Aktionismus und hohle Worte scheinen heute und in vielen Unternehmen zum Standardrepertoire zu gehören. Zeit zum (Nach- und Durch-) Denken gibt es immer weniger, obwohl „der mündige Bürger die Sehnsucht nach Führung eigentlich begrenzen“ (S.91) sollte. Die Management- und Organisationsberaterin Theresia Volk, die eine geisteswissenschaftliche Ausbildung hat, was sich wohltuend bemerkbar macht, beschreibt in ihrem Buch, das – um es gleich am Anfang zu sagen - intelligent, klug und nicht nur lesenswert, sondern auch lesbar geschrieben ist, die Differenz, die vielfach zwischen Wunsch und Wirklichkeit in der Welt der Unternehmen besteht.  ..  .....mehr

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10-2011*103 s-a-w Lesenswert

Über Atemschaukel von Hertha Müller: Hermeneutik in einer hermetischen Welt - von Jan Dimmers (Amsterdam)

In diesem Essay bin ich nicht dabei, eine Kritik der Atemschaukel zu schreiben. Ich schreibe nicht, um für mich selbst und anderen klar zu machen, wie gut oder schlecht ich das gelesene Buch finde. Hier wird mehr der Akt des Lesens als Lesestrategie und Leseabenteuer hervorgehoben. Ich wandere nur durch eine textuelle Landschaft hindurch, wo ich Angst und Einsamkeit kennenlerne....  .....mehr

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10-2011*102 s-a-w Glosse

Einfältige Vielfalt – vielfältige Einfalt von Dorothea Hoppe-Dörwald

Die Bachelorisierung des Studienangebots   .....mehr

Auszug:...Teildisziplinen werden zu eigenständigen Fächern, somit kann man endlich orientiert an den eigenen Neigungen studieren, ohne sich mit den anderen ärgerlichen Pflichtauflagen herum zu quälen. Bald wird es sicherlich möglich sein, Informatik gänzlich ohne Mathematik zu studieren, vielleicht auch Deutsch ohne Grammatik. Auch Pädagogik wird es irgendwie ohne Didaktik geben, denn sonst könnte man ja auch gleich Didaktik studieren. Viel besser sind aber die noch konkreteren und anregenden Studiengänge wie beispielsweise 'Abenteuer- und Erlebnispädagogik', 'Alternde Gesellschaften', 77 betriebswirtschaftliche Bindestrich-Varianten, Caritaswissenschaft, E-Learning und Medienbildung. .....mehr

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09-2011*101 BAUER, Joachim

Aggressivität und Gewalt in der Schule .....mehr

Auszug:... Der „zuverlässigste“ Auslöser von Aggression ist die Zufügung von Schmerzen. Wer die Schmerzgrenze tangiert, wird Aggression ernten. Ein entscheidender Durchbruch zum Verständnis der menschlichen Aggression war die erst vor wenigen Jahren gemachte Entdeckung, dass die Schmerzzentren des menschlichen Gehirns nicht nur auf körperliche Schmerzen, sondern auch auf soziale Ausgrenzung und Demütigung reagieren. Dies erklärt, warum nicht nur körperliche Schmerzen Aggression auslösen, sondern auch Ausgrenzung und Demütigungen. .....mehr

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08-2011*100 DIMMERS, Jan

Summa Theologiae der Doppelspionage .....mehr

Auszug:... Die olympischen Götter haben, in der Langeweile ihrer Unsterblichkeit, unbändig gelacht. Ein seriöses Gespräch im Himmel, wie zum Beispiel über Hiob, Odysseus und Faust, hat es über mich aber nicht gegeben. Der letzte Veranstalter so eines Gespräches, der entschlafene Harry Mulisch, konnte auch nach seiner Entdeckung des Himmels nichts für mich tun. .....mehr

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08-2011*99 DÖRWALD, Uwe

Vom lebendigen Geist zum gebrochenen Herz .....mehr

… so könnte man - augenzwinkernd und leicht pathetisch sowie - kurz und bündig die Entwicklung der Universität seit dem Start der Bologna-Reform beschreiben, wenn die Lage nicht ernst und ein Verlust zu beklagen wäre.

Ohne Not, wie viele und insbesondere Geisteswissenschaftler bemerken, entwickelt sich die Universität weg von einer Institution, in der die Freiheit der Forschung als eigenständiger Wert hoch gehalten wurde, hin zu einem Unternehmen, das Bildung und Bildungszertifikate verkauft.

Bedenkenswert ist diese Reform auch deshalb, weil es "keinen >>wissenschaftlichen<< Beweis dafür gibt, dass bei der Einführung ökonomischer Steuerungsmodelle in nichtökonomische Felder tatsächlich offene Märkte erzeugt und gesetzte Ziele besser erreicht werden als vorher." .....mehr

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08-2011*98 KISS, Endre

Die mögliche Geschichte der Globalisation .....mehr

Auszüge: ... Die Bipolarität dieser eigentlich dritten Periode (abgelaufen durch den Tod des Terroristenführers und Terorristensymbols) bestand aus den beiden Polen „Wir” und die „Terorristen” und baute eine ganze Reihe von neuen Kontakten und Bündnissen aus und wurde wie selbstverständlich auch noch im weiteren vielfach instrumentalisiert. Auf diesem Wege entstand eine Mischung von einer virtuellen und einer wirklichen neuen zweipoligen Welt.

Es versteht sich von selbst, dass die partikulären Interessen von China unter keinen Umständen universal genannt werden dürfen. Es fällt aber auf, dass diejenige Formulierungen, die in der Literatur in Verbindung mit Chinas internationalen Schritten auftauchen, auf das „gegenseitige Vertrauen”, auf die „Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten” von anderen, sowie auf die Realisierung von „gegenseitigen Vorteilen” begründet sind. In die entsprechenden Zusammenhänge gestellt, weisen diese an sich partikulären Zielsetzungen bereits auch universale Elemente auf, da sie die Momente des offen Ideologischen, der Neudefinition der Begrifflichkeit der internationalen Politik, des Identitätstranfers, der Missionierung bewusst nicht enthalten, wenn nicht gar absichtlich vermeiden. .....mehr

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07-2011*97 MÜNCH, Richard

Sieger und Besiegte   .....mehr

Wie der ökonomische Wettbewerb um Geld und Prestige zunehmend den wissenschaftlichen Wettbewerb um Erkenntnisfortschritt kolonisiert

|RICHARD MÜNCH| Kernstück der Reformen in der Gegenwart ist die Umgestaltung von Hochschulen in Unternehmen, die untereinander um Geld und Prestige konkurrieren. Dabei wird systematisch übersehen, dass der verschärfte Wettbewerb um Ressourcen die Funktionsbedingungen des genuin wissenschaftlichen Wettbewerbs um Erkenntnisfortschritt außer Kraft setzt. .....mehr

schwarz-auf-weiss dankt Richard MÜNCH für die Überlassung des Textes.

Bibliografischer Hinweis: Der Text ist zuerst erschienen in:

Forschung & Lehre, Jahrgang 18, Heft 7/11, S. 512-514 (Juli 2011)

zur Diskussion um die BOLOGNA-REFORM siehe auch den Beitrag "Welche Bedeutung hat das Humboldt'sche Erbe für unsere Zeit" von J.Hofmann unter: http://www.humboldtgesellschaft.de/inhalt.php?name=humboldt#C

 

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07-2011*96 s-a-w Lesenswert

Grenzland oder eine Geschichte des Erwachsenwerdens von Dorothea Hoppe-Dörwald

Auszug:... Agnes ist intelligent und fleißig, die kleinen Schwestern nerven - auch das ist ganz normal. Die Langeweile, ein seltsames Gefühl stellt sich manchmal ein, etwas woran ich mich selbst sehr gut erinnere, die Phase der Tagträume und die langen Blicke aus dem Fenster, anstatt die Vokabeln zu lernen.

Agnes beginnt, nachts schlecht zu schlafen, sie versucht diese Wachphasen heimlich mit Fernsehen zu überbrücken. Sie zappt sich wahllos durch die Programme und wählt blind den Kanal 87 der eigentlich unprogrammiert ist. In dieser einen Nacht ist es anders, ... .....mehr

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07-2011*95 KISS, Endre

Die Philosophie der Krise .....mehr

Auszug:... Die Momente der Staatsverschuldung ..... und der Weltwirtschaftskrise aktualisieren gleicherweise die Problematik des modernen Staates. ... Diese ganze Problematik ist in der Tat eine historische. Zu ihrer Vergegenwärtigung ist eine Portion historischen Denkens unerlässlich notwendig.   .....mehr

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Schuldenturm


07-2011*94 RAINER, Ulrike

Der Weg in die Freiheit .....mehr

Auszug:... So wie gute Pferde waren junge kräftige Männer teuer in der Anschaffung, und junge gesunde Frauen konnten sowohl schuften, als auch den Besitz vermehren. Die Schizophrenie der weißen Besitzer und Aufseher, die ihre eigenen Kinder zu einem solchen Geschick verdammen konnten, beschäftigt die Gemüter bis heute. Ab und zu plagte den einen oder anderen das schlechte Gewissen, meistens wenn sie merkten, dass es mit ihnen zu Ende ging, und sie stellten, wie Thomas Jefferson seinen Kindern mit Sally Hemings, Freibriefe aus. Es kann dem späteren Präsidenten kaum der Widerspruch entgangen sein, dass er als Botschafter in Paris (1784-1789) seinen Sklaven, die in Frankreich ja frei waren, anstandslos Lohn bezahlte.

.....

Aber vergessen wir nicht, dass sich damals die Feder mächtiger als das Schwert erwies. 1852 wurden innerhalb eines Jahres in Amerika dreihunderttausend Exemplare verkauft. In England waren es über eine Million.

Zehn Jahre später, so sagt die unbestätigte Überlieferung, soll Abraham Lincoln Harriet Beecher Stowe mit den Worten empfangen haben: “Ist das die kleine Frau, die diesen großen Krieg veranlasst hat?"  .....mehr

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06-2011*93 RAINER, Ulrike

Attentate - Waffen - Meinungsfreiheit

Was gibt’s sonst Neues? Déjà vu und wie gehabt  .....mehr

Auszug:... Die Motive für die Ermordung von 33 Amerikanern im öffentlichen Amt, einschließlich der oben erwähnten vier Präsidenten, reichen von Rivalität und politischer Gegnerschaft bis zu den Handlungen Wahnsinniger. Sidney Dorsey, Sheriff in Georgia ließ 2000, nachdem er die Wiederwahl an Derwin Brown verloren hatte, diesen durch seinen Deputy erschießen. Präsident William McKinley wurde durch eine Kugel aus dem Revolver des Anarchisten Leon Czolgosz getötet. Kongressmitglied Leo Ryan (California) wurde 1978 von Mitgliedern der Sekte “Peoples Temple” auf dem Flugplatz von Jonestown, Guyana, niedergemäht. Tatsache ist, dass 29 der durch Attentate Umgekommenen erschossen wurden.   .....mehr

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05-2011*92

BONTRUP, Heinz-J.

MASSARRAT, Mohssen

 

Arbeitszeitverkürzung und Ausbau der öffentlichen Beschäftigung jetzt! Manifest - zur Überwindung der Massenarbeitslosigkeit .....mehr

Die Thematik des auch an dieser Stelle publizierten Beitrags empfinden wir als wichtig. Denn es muss "Kümmerer" geben, die die Dinge ansprechen und beschreiben, wie sie sind, und die sich einsetzen für die Menschen am Rand, die entweder nur eine kleine oder keine Lobby in unserer Gesellschaft haben, zumal die im MANIFEST beschriebenen Probleme unsere Gesellschaft und ihre Verfassung als ganze betreffen. Wenn dies dazu beiträgt, die Zukunft der Gesellschaft in eine gerechtere Richtung zu gestalten, dann kann dies nicht falsch sein. Die hier angesprochenen Themen gehören ebenso auf die politische Agenda und sind mindestens ebenso dringlich wie die Debatten über die erforderliche Energiewende oder über den Klimaschutz.(ud-saw)

Auszug:... Arbeitslosigkeit bedeutet für den Einzelnen einen „Gewaltakt, ein(en) Anschlag auf die körperliche und seelisch-geistige Integrität“ (Oskar Negt). Arbeitslosigkeit ist Missachten von Kenntnissen und Fähigkeiten, die der Mensch in Familie, Schule, Ausbildung oder an einer Hochschule über Jahre erworben hat. Bei längerer Arbeitslosigkeit droht das erworbene Arbeitsvermögen zu verkümmern, letztlich kann es sogar zu Persönlichkeitsstörungen und psychosomatischen Krankheiten kommen. Gleichzeitig ist Arbeitslosigkeit ein Zeugnis für die Unfähigkeit eines Systems und der herrschenden Politik, wenn Millionen von Menschen und deren produktives Potential in ein gesellschaftliches Abseits geschoben werden. Es ist ein Skandal ersten Ranges,

  • ·      dass Menschen gezwungen werden, sich in die Obhut einer Arbeitsmarktbürokratie zu begeben, die bei einem Defizit von mehreren Millionen Arbeitsplätzen kaum in der Lage ist, Arbeit zu vermitteln, und sich deshalb oftmals darauf beschränkt, die Arbeitslosen zu schikanieren und die Öffentlichkeit zu beschwichtigen;

  • ·      dass für die Verwaltung von Massenarbeitslosigkeit und für die Disziplinierung der Arbeitslosen gesellschaftliche Werte in beträchtlichem Umfang aufgewandt werden müssen, statt diese in Qualifizierung und Beschäftigungsförderung zu investieren;

  • ·      dass Millionen von Menschen, die arbeiten wollen, gegen ihren Willen zur Hartz IV-Tortur gedrängt und zu staatlichen Almosenempfängern degradiert und ihrer Menschenwürde beraubt werden.

Die Lasten der Arbeitslosigkeit treffen aber nicht nur den oder die Einzelne/n, sondern die gesamte Gesellschaft: Arbeitslosigkeit bedeutet nicht nur, dass der Einsatz menschlicher Arbeit begrenzt und Teile eines möglichen gesellschaftlichen Reichtums vergeudet werden, da die Gesamtwirtschaft bei Arbeitslosigkeit unter ihren Möglichkeiten lebt. Hinzu kommt, dass Arbeitslosigkeit mit einer enormen Belastung der öffentlichen Haushalte einhergeht. .....mehr

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05-2011*91 DÖRWALD, Uwe

Alternativlos bleibt die Kritik .....mehr

Auszug: ... ALTERNATIVLOS hieß das Unwort des Jahres 2010. Folgt man dem Germanisten H.D. Schlosser bedeutet alternativlos: „es lohnt sich nicht mehr, darüber zu reden. Das ist in der Politik gefährlich.“ .... [...] ....

Im MEMORANDUM 2011 wird nachdrücklich darauf hingewiesen, dass das Ziel der demokratisch gewählten Politik immer das Allgemeinwohl der Bevölkerung (sein muss) und nicht das Streben partikularer Kapitalinteressen nach maximalem Profit; denn es geht auch um ethische Belange in der Ökonomie, um die Freiheit der Individuen durch eine Zurückdrängung von entwürdigenden ökonomischen Abhängigkeiten und Fremdbestimmungen. In diesem Zusammenhang ist es wichtig zu sehen, dass es „in den Unternehmen (und auch in den Verwaltungen, U.D.) immer weniger Mitbestimmung der abhängig Beschäftigten (gibt). Autokratische und paternalistische Führungsstile sind auf einzelwirtschaftlicher Ebene an der Tagesordnung.“ (MEMORANDUM 2011. S. 43) Solange sich an diesen Verhältnissen und an der zu beobachtenden Tendenz zu einer Re-Feudalisierung der Gesellschaft (Stichworte sind hier: Lobbyismus, Korruption und Vetternwirtschaft) nichts ändert oder bewegt in Richtung einer ökonomischen Demokratietheorie und in eine Richtung, die die Menschen auch als Arbeitnehmer als erwachsene Menschen behandelt und schätzt, solange wird die Wirtschaft mit ihren Ideen und Ideologien erfolgreich der Politik Vorgaben machen können, zumal sie besser und schlagkräftiger organisiert ist als Politik und Arbeitnehmer. Die Aufgabe der Kritik und die Aufgabe von Arbeitsgruppen wie der Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik ist es, für diese Zusammenhänge Bewusstsein zu schaffen und Argumente auf der Grundlage von Zahlen und Fakten zu liefern, die es ermöglichen, wenigsten Alternativen zum vermeintlich alternativlosen Mainstream zu denken. .....mehr

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05-2011*90 s-a-w Glosse

Der süsse Brei  oder  Der Fluch der Endlosschleife von Dorothea Hoppe-Dörwald .....mehr

Auszug: ...Süßer Hirsebrei, wie in dem bekannten Grimmschen Märchen, ist heute wohl kaum noch das Lebensmittel der Wahl, und man muss kein Gourmet sein, um bei Hirsebrei das Gesicht zu verziehen. Aber trotz allem sind wir heute mehr denn je von süßem Brei umgeben, von einem medialen klebrigen Einheitsbrei, der sich ausbreitet, als sei der Ausschalteknopf abhanden gekommen. In unserer Berieselungswelt rollt der süße Konsumbrei auf allen Kanälen über uns hinweg, um uns herum und droht, uns zu ersticken. Die Fülle und Dicke und Zuckerwattensüße droht jeden kritischen Geist früher oder später zu verkleben. Der Unterschied zum Märchen allerdings besteht darin, dass es nicht zu schaffen ist, sich durch den Brei hindurchzulesen, ...........mehr

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04-2011*89 s-a-w Lesenswert

Den Dunklen zu hell - den Hellen zu spanisch - von Dorothea Hoppe-Dörwald

Eines Nachts machen sich die Freunde auf den Weg und trampen nach Wisconsin, 1000 Meilen von New York entfernt. Für die zwei New Yorker scheint sich eine neue Welt aufzutun. Hier gibt es Bäume und Vögel und Sterne, die man nachts ganz wahnsinnig hell leuchten sehen kann. Es ist eine Ruhe und ein komplett anderes Dasein, es ist kaum begreiflich, dass diese andere Welt nur 1000 Meilen von New York entfernt existiert. Die Sorgen fallen von Rico langsam ab.

Ein Jahr bleibt er bei Gilberto auf der Hippiefarm, der Preis ist hart, denn neben einem Job als Nachttankwart ist er es, der die Plumsklos der Farm reinigen muss. .....mehr

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04-2011*88 KISS, Endre

Die Symmetrie von Neopositivismus/Neoliberalismus und Postmoderne als Herausforderung für neue Ansätze in der Wissenssoziologie   .....mehr

Auszug: ...Was aber in der Allgemeinheit noch problemlos ausschauen kann, erweist sich auf der Ebene der Einzelheiten, aber auch auf derselben des methodischen Vergleichens als problematisch, wenn nicht gerade als extrem. In der ganzen philosophischen Tradition lassen sich nämlich diese beiden symmetrischen Neuregelungen als Phänomen in dieser Form nicht ausweisen. Diese an die klassischen Ideologien erinnernde Suggestion der einzig richtigen Verfahrensweise, der Wille, die eigene Begriffskonstitution nicht in der Richtung der möglichen kommunikativen Diskursbildung voranzutreiben, vielmehr jegliche andere mögliche Begriffskonstitution zu marginalisieren, wenn eben nicht intellektuell zu kriminalisieren, kann in der gesamten philosophischen Tradition für weitgehend unbekannt und präzedenzlos gelten. Schon diese Präzendenzlosigkeit weist vorwärts auf einmalige methodische Eigenschaften beider grossen umfassenden Denkrichtungen.   .....mehr

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04-2011*87 DÖRWALD, Uwe

Love it, change it or leave it! ...  .....mehr

Auszug: ...  In diesen Verwaltungsstrukturen sind demokratische Verhältnisse sowie innovative Konzepte der Mitarbeiterführung, in denen der Mitarbeiter als Erwachsener mit eigenen Zielen und Ideen geachtet wird, weder angekommen noch erwünscht. Offenheit und Modernität stehen hier nur in Imagebroschüren. Insbesondere die junge Generation, die man gerne (be-)halten und an die strukturschwachen und durch die demographische Entwicklung bedrohten Regionen binden möchte, und gut ausgebildete Fachkräfte kehren diesen Regionen, die langweilig, nicht innovativ und unterschwellig intolerant sind, den Rücken, sobald sich eine passende Gelegenheit bietet.

Eine schöne Landschaft und das Eigenheim im Grünen reichen eben als alleinige Bindung für innovative und kreative Menschen nicht aus. Insbesondere im ländlichen Raum, in dem Tradition zählt, ist Innovation oft nur ein PR-Schlagwort, das man bedienen muss, wie andere Schlagworte, die Modernität signalisieren. Zwischen dem Schein als dem Bedienen der Schlagworte, um eventuelle Vorteile zu haben, und dem Sein als einem Leben in verkrusteten Strukturen herrscht ein tiefer Graben. Wer in diesen Regionen wohnt, weiß, wo die rechte Seite ist. ...  .....mehr

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03-2011*86 PAECH, Niko

(ud-saw) Es gibt immer noch Bundesländer, insbesondere auch Baden-Württemberg, und Landkreise, die sich (aus ästhetischen und touristischen Gründen) dagegen aussprechen z.B. Windräder aufzustellen, um die erneuerbaren Energien zu fördern. Es gibt politische Entscheider, die ihre Klimaschutzkonzepte von Energieversorgungsunternehmen erarbeiten lassen (wollen), obwohl die gleichen Energieversorgungsunternehmen Atomkraftwerke betreiben - hier wird der Bock zum Gärtner gemacht.  Man muss sich entscheiden für einen konsequenten Klimaschutz und deshalb für den konsequenten Ausbau der erneuerbaren Energien. Wenn man diese Dinge halbherzig betreibt, gilt der Satz: "Wenn (aber politische) Autoritäten und Manipulationen blockierend werden, ist das ganze sinnlos..."

Produkte und Technik in einer Postwachstumsökonomie

Immer deutlicher zeichnet sich ab, dass es nicht gelingen kann, ökonomische Wertschöpfung, die aus einer geldbasierten und global arbeitsteiligen Industrieproduktion resultiert – dazu zählt auch die Wissens- und Erlebnisproduktion – systematisch von ökologischen Schäden und materiellen Ressourcenverbräuchen zu entkoppeln (vgl. Paech 2009a, 2010). Als einzige Alternative verbleibt daher eine „Postwachstumsökonomie“ (Paech 2009).

Wie widersprüchlich die Vorstellung eines „qualitativen“ bzw. „grünen“ Wachstums ist, lässt sich am Beispiel der regenerativer Energien zeigen. Das zusätzliche Elektrizitätsangebot hat am zweiten Weihnachtsfeiertag 2009 den Preis an der Leipziger EEX Strombörse auf einen Wert von unter Null sinken lassen. Der „ökologische“ Strom wird schlicht zum sonstigen Angebot addiert, anstatt dieses zu ersetzen. Das expandierende Elektrizitätsangebot speist indes eine stetige Aufrüstung der Haushalte und Arbeitsplätze mit „Energiesklaven“ jeglicher Art. Insofern sind die Erneuerbaren wahrlich ein Wachstumsgarant – erzielen aber gerade deshalb keinen Beitrag zur Umweltentlastung.

Ein Windpark, ein Biomassekraftwerk oder eine Solaranlage trägt nur dann zur CO2-Senkung bei, wenn die Produktion fossiler Anlagen im Umfang der zusätzlichen regenerativen Endenergie zurückgefahren, also gegen sauberen Strom ausgetauscht wird. Aber dies entspräche keinem Wachstum, sondern bestenfalls einem ökonomischen Nullsummenspiel. Wer kann wissen, ob der fossile Sektor durch diesen Rückbau, ohne den Klimaschutz undenkbar ist, nicht sogar mehr Wertschöpfung und Arbeitsplätze verlieren würde, als die Erneuerbaren neu hervorzubringen vermögen. Nicht nur für die erneuerbaren Energien gilt das Dilemma: Klimaschutz oder Wachstum – beides ist nicht zu haben.  .....mehr

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schwarz-auf-weiss dankt Niko Paech und Werner Zentner vom BdWi-Verlag (www.bdwi.de) für die Überlassung des Textes.

Bibliografischer Hinweis: BdWi-Studienheft 7: BdWi, fzs, GEW, ÖH, NatWiss (Hg.): Wege und Irrwege in die Wissensgesellschaft. Forschungspolitik zwischen Standortsicherung und gesellschaftlicher Verantwortung, Marburg 2011

HINWEIS: In der Süddeutschen Zeitung vom 08.06.2011 ist ein interessanter und kritischer Artikel von Niko PAECH mit dem Titel "Rettet die Welt vor den Weltrettern" zum Thema Nachhaltigkeit zu finden.

Hier der Link: http://www.sueddeutsche.de/kultur/sz-serie-die-gruene-frage-rettet-die-welt-vor-den-weltrettern-1.1106177


02-2011*83-85 ALT, Franz

Die erneuerbaren Energien brauchen Vorfahrt und Mutmacher

(ud-saw) Wie der im Herbst 2010 verstorbene SPD-Politiker Hermann SCHEER, der ein mutiger Streiter und Vorkämpfer für die erneuerbaren Energien war und der das überaus lesenswerte Buch "Der energethische Imperativ" geschrieben hat, ergreift auch der Jounalist Franz ALT in seinem Buch "Gute Geschäfte" Partei für den Ausbau der erneuerbaren Energien und für eine öko-soziale Marktwirtschaft.

Dies ist umso wichtiger zu einem Zeitpunkt, zu dem die Solarstromvergütung durch die Bundesregierung zum wiederholten Mal gekürzt und das EEG ausgehöhlt wird. Diese Kürzung ist ein ebenso falsches politisches Signal wie der Kauf der Mehrheitsanteile der EnBW durch das Land Baden-Württemberg. Denn die politische Allianz zwischen den großen Energieversorgungsunternehmen und der Politik bringt die notwendige Energiewende nicht voran, sondern verzögert sie.

Franz ALT stellt schwarz-auf-weiss dankenswerter Weise drei lesenswerte Beiträge zur Verfügung, die sich mit der Zukunft der erneuerbaren Energien und der Notwendigkeit einer Energiewende befassen. Diese Wende kann nur dann gelingen, wenn alte und verkrustete Strukturen (und politische Allianzen mit den großen Stromversorgern) aufgebrochen werden.

"Der aktuell zu realisiernde Systemwechsel gehört (...) zu dem >>ethischen Imperativ<<, von dem der Philosoph Peter Sloterdijk in >>Du musst dein Leben ändern<<, schreibt, dass mit >>ihm nicht zu spaßen<< sei: >>Die Zauberlehrlinge der planetarischen Gestaltung haben die Erfahrung machen müssen, dass das Unberechenbare der strategischen Kalkulation um eine ganze Dimension voraus ist.<< Deshalb gebe es auch >>kein Recht darauf, nur solchen Problemen zu begegnen, deren Lösung man mit den Bordmitteln bewältigt<<. Der schnelle Wechsel zu 100 Prozenz erneuerbaren Energien wird deshalb aus der Multiplizierung vielfältig motivierter Akteure erwachsen, die nicht der Systemlogik des überkommenden Energieregimes unterworfen sind. Die wichtigste politische Maxime ist, diesen Handlungsräume zu öffnen und sie beständig zu erweitern." Soweit noch einmal Hermann Scheer.

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Lesen Sie jetzt die Beiträge von Franz ALT:

 

So ist unsere ERDE zu retten

STADT von morgen

Arbeitgeber UMWELT


02-2011*82 s-a-w Lesenswert

Seilschaften und Gutsherren – die Spätzle-Connection  .....mehr

"Die moderne Freiheit ist wesentlich Freiheit von der Politik." (H. Ritter)

Besprechung zu: „Wir können alles.“ Filz, Korruption & Kumpanei im Musterländle herausgegeben von Josef-Otto Freudenreich bei Klöpfer & Meyer 2008  -  von Uwe Dörwald

Baden-Württemberg, das „Musterländle“, ist ein schönes Fleckchen Erde unter dem bestirnten Himmel. Hier gibt es wunderbare Landschaften auf der einen Seite und auf der anderen Seite – verteilt über das Land – eine große Anzahl mittelständischer Unternehmen, die man mit ihren spezifischen Produkten getrost in die exklusive Riege der Weltmarktführer einordnen kann. Das Land ist geprägt von fortschrittlichen Unternehmen und weltoffenen Unternehmern, die sich behaupten müssen und können, wie von Strukturen, die aus einer anderen Zeit zu stammen scheinen, die aber auf alle Fälle nicht mehr in die heutige Zeit passen. .....mehr

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02-2011*81 anonym - Um die Identität unserer Autorin bzw. unseres Autors zu schützen, veröffentlichen wir diesen  Artikel anonym.

Synergieeffekte der Arbeitsmarktpolitik - Wie Bildungsträger das Personal zum eigenen Klientel machen  .....mehr

Personal beim Bildungsträger ist (fast) immer befristet angestellt oder direkt nach Auftragslage unverbindlich auf Honorarbasis beschäftigt. Befristet Beschäftigte sollten nach dem Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG § 14) maximal zweimal befristet werden. Danach sollte eine Entscheidung über eine unbefristete Anstellung erfolgen, nicht zuletzt um den Arbeitsnehmer vor einer Ewigkeit in der Probezeit zu bewahren und um sog. Kettenverträge und deren Folgen zu vermeiden. Liegt jedoch ein Sachgrund für Befristungen vor, ist es möglich, eine nicht begrenzte Anzahl von Kettenverträgen abzuschließen. Alle Bildungsmaßnahmen, die von Bildungsträgern umgesetzt werden, sind naturgemäß immer auf einen bestimmten Zeitraum befristet und werden aus arbeitsmarktpolitischen Gründen und wegen der Tendenz zur kontinuierlichen Kostensenkung immer kürzer.

Dies ist ein Sachgrund und eine Hintertür für Bildungsträger.

Bildungsträgerpersonal erhält auf diese Weise und bei bildungsträgerkonformer Führung alle paar Monate neue Arbeitsverträge, sofern es neue Aufträge gibt. (Gibt es diese nicht, muss sich der Arbeitnehmer beim Konkurrenz-Bildungsträger bewerben, denn irgendein Bildungsträger hat die Aufträge erhalten). Dies hat für Bildungsträger den Vorteil, Arbeitnehmer sehr schnell freisetzen zu können, wenn er weniger Personal benötigt, weil er vielleicht die eine oder andere Ausschreibung nicht gewonnen hat. Für den Arbeitnehmer hat es erhebliche Nachteile, nicht nur privat - keine Planungssicherheit, keine Familiengründung, kein Frühbucherrabatt beim Urlaub buchen, dafür Schwierigkeiten beim Autokauf per Kredit oder bei der Wohnungssuche, immer verbunden mit der Frage: Und was ist, wenn ihr Vertrag zu Ende geht? Mit dem Risiko „Arbeitslosigkeit“ können wir Ihnen Dies oder Jenes nicht anbieten!  .....mehr

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02-2011*80 DÖRWALD, Uwe

Philosophie ist kritisches und lebendiges Denken

"... aber der Mensch, der nicht denken gelernt hat, der aus den kurzen, den üblichen Verbindungen des Vorstellens nicht herauskommt, fällt ins ewig Gestrige. Er wiederholt, was andere wiederholt haben, er treibt im Gänsemarsch der Phrase. ..."  .....mehr

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01-2011*79 KISS, Endre

Postsozialistische Politik als Narrativum in Ungarn

Der Abstand zwischen Politik bzw. politischer Klasse und Lebenswelt vergrößert sich zunehmend. Dafür sind viele Gründe verantwortlich: Lobbyismus, das Bestreben der politischen Klasse ihre Macht zu erhalten, ein Mangel an Transparenz von Entscheidungen, ein Mangel an Mut Entscheidungen zu treffen u.v.a.m. Endre Kiss beschreibt und analysiert in seiner kleinen Studie die (politischen) Strukturen Ungarns in der jüngsten Vergangenheit.

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Wir publizieren diese Studie auch vor dem Hintergrund des neuen Mediengesetzes in Ungarn.  .....mehr

Siehe hierzu auch die beiden Artikel aus der Süddeutschen Zeitung vom 25. Januar 2011

Die große Säuberung und Schützt die Philosophen!


01-2011*78 s-a-w Lesenswert

Und die Morgensterne brachen aus im Lied, und die Engel jauchzten vor Freude: Hiob von Ulrike Rainer    .....mehr

Unter der schönsten Lyrik in der Literatur, die ich kenne, ist die Stimme Jahwes, die Hiobs Fragen nach dem Sinn der menschlichen Existenz unbeantwortet lässt und bloß Fragen gegen Fragen stellt.  .....mehr

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2010

   
12-2010*77 s-a-w Lesenswert

Quark gab es immer...- Moskauer Eis – oder der wohl beste Roman über die postkommunistische Transformation .....mehr

Annja macht eine zur gleichen Zeit politische und historische Reise. Die DDR-Stadt ihrer Vergangenheit wurde inzwischen zur Hauptstadt eines neuen Bundeslandes in der Mitte Europas. Hinter den alten Kulissen muss die Grossmutter im Dschungel des neuen Gesundheitswesen am Leben erhalten werden. Die ergreifende und assoziationsreiche Zeitreise verwandelt sich aber auf einen Schlag schnell zu einer Horrorgeschichte. Dadurch wird das Sujet von Moskauer Eis endgültig entworfen. [.....]

Die Gestalt Klaus Kobes verkörpert die Geschichte einer Lebenswelt. Durch seine Figur wird aber auch eine realistische, philosophische, absurde und letztlich auch ironische Dimension sichtbar -  der Mensch ist doch, was er tut, etwas prosaischer ausgedrückt: er wird durch seine Arbeit mit seiner kleineren und grösseren Umwelt verknüpft. .....mehr

Besprechung von Endre KISS (Budapest) zu Annett Gröschner, Moskauer Eis. Berlin 2009. Aufbau Verlag. (erste Ausgabe: Berlin, 2000. Gustav Kiepenhauer Verlag) 

 

12-2010*76 s-a-w Lesenswert

Die Widrigkeiten des Alltags

Besprechung zu Walter E. Richartz von Uwe Dörwald ....mehr

Es sind (mitunter) die Strukturen, die (uns) zermürben. Die Macht liegt in Systemen und Strukturen. Und "umfangreiche Kompendien des Ordnungsrechts sowie Verwaltungsvorschriften sind ihre Stütze und ihr Raster. Macht übt aus, wer besagte Instrumente als Mittel nutzen kann, um Verfahrensdruck zu erzeugen und zu erhöhen. Die Erhöhung des Drucks, die sich für Mitarbeiter in Institutionen insbesondere durch chronischen Zeitmangel zeigt, ist dabei besonders wichtig. Denn Zeitdruck verhindert systematisch das kritische Nachdenken und eine ausgiebige Beschäftigung mit einem Thema. Dieser Zeitdruck schleift auch Querköpfe rund und erzieht zur Angleichung, wenn nicht sogar zur Anpassung an das jeweilige System. Offenheit, eine offene Gesellschaft gar, in dem Sinne, dass Transparenz herrschen würde über Vorgänge, Beschlüsse, Strukturen ist oder scheint nicht gewünscht. Man rechnet in Institutionen offensichtlich damit, dass, da der Bürger eh eine Scheu vor ihnen hat, nicht so genau hingesehen bzw. kontrolliert wird. Auf diese Art und Weise können öffentliche Institutionen Dinge, zu denen sie eigentlich per Gesetz verpflichtet sind, für sich umgehen bzw. nicht ganz so genau nehmen. [...]"   ....mehr 

 

11-2010*75 WESTERHOFF, Nikolas

Kreativitätsmythen auf dem Prüfstand .....mehr

Streich zehn Freunde aus Deiner Facebook-Liste und Du bekommt einen „Doppel Whopper“ gratis! Mit diesem Einfall, meine Damen und Herren, überraschte die Fast-Food-Kette Burger King vor einiger Zeit die Social-Network-Community. Was ist diese Idee nun, idiotisch, kindisch, kreativ? Das lässt sich – vom wissenschaftlichen Standpunkt aus betrachtet – schwer beurteilen. Fest steht lediglich: Diese Opfere-Deine-Freunde-für-einen-Whopper-Kampagne steigerte den Gewinn von Burger King. Das „Originelle“ an dem Einfall bestand darin, etwas „Asoziales“ in einem sozialen Netz zu tun. Also die Idee von Facebook zu konterkarieren. Menschen nicht zu verbinden, sondern sie zu trennen.

Ob und wann aus einem pubertär anmutenden Einfall eine kreative Geschäftsidee wird, vermag niemand genau zu sagen.  Als Beispiel seien hier die Mitarbeiter des US-Haushaltgeräteherstellers Blendtec genannt, die  sich vor kurzem folgenden „kreativen“ Scherz ausdachten: Um zu beweisen, wie zuverlässig die Geräte ihrer Firma funktionieren, zerhäxelten sie Handys und iPods in einem Blendtec-Mixer – und hielten das Ganze auf Youtube-Clips fest. Mittlerweile sind diese „destruktiven“ Videos der absolute Renner im Netz, wurden millionenfach angeklickt. Und die Produkte des Unternehmens finden reißenden Absatz! Was ist das nun, kreativ – oder einfach nur Unfug?  .....mehr

 

11-2010*74 s-a-w Lesenswert

Achtung! Comic! - Such dir was aus, aber beeil dich! Kindsein in zehn Kapitel (Text und Bild - Nadia BUDDE) von Dorothea Hoppe-Dörwald

Dieses schwungvolle Buch im wilden - schrillen  - gelben Pappschuber mit den irrwitzigsten Figuren darauf verrät schon von außen: hier geht es nicht zimperlich zu, auch nicht unbedingt im landläufigen Sinn schön, denn nein, die Figuren sind wirklich nicht das, was man unter Märchenprinzessinnen und Prinzen versteht.   .....mehr

 

11-2010*73 HAAF, Leonhard

Das magische Dreieck der Energietransformation:
Neue Technologien, Neue Kultur und politische Gestaltung.

Nur bei Berücksichtigung aller 3 Elemente kann das Energiesystem schnell genug verändert werden, um noch größere Verwerfungen durch den Klimawandel, durch Ressourcenkriege oder zivilisatorische Katastrophen zu vermeiden. .....mehr

 

10-2010*72 RAINER, Ulrike

Es geht um die Wurst: Zwischenwahl am 2. November 2010 in den USA

....... Obwohl der Präsident immerhin weitgreifende Veränderungen zum Guten durchgesetzt hat, nicht selten gegen schwere Opposition, haben wir es seit Monaten mit einem Vorwahlkampf zu tun, der weder Fakten noch Vernunft gelten lässt, sondern mit der Verbreitung von irrationaler Furcht und unverfrorenen Lügen arbeitet. Es scheint, dass - wenn man Lügen oft genug wiederholt - sie irgendwann “Wahrheit” werden. Trotz aller Beweise zum Gegenteil glaubt nun doch bereits ein nicht unansehnlicher Teil der Bevölkerung, dass Obama kein geborener Staatsbürger und ein geheimer Muslim ist. Selbst mäßige Republikaner wie Lincoln Chafee von Rhode Island finden sich in die Enge gedrängt. .....mehr

 

08-2010*71 KISS, Endre

Mögliche Konsequenzen der Globalisierung auf die Theorie der Gesellschaft

1989 publizierte Francis Fukuyama seine auf einen Schlag weltberühmt gewordene Studie über das "Ende der Geschichte". Zu dieser Zeit existierte noch die Sowjetunion als Megastaat, so dass in diesem Fall der Theoretiker keineswegs erst nach der Entscheidung der Ereignisse seine Arbeit geleistet hatte.  .....mehr

Fukuyama machte hier den ersten Versuch, um jenen historischen Prozess in einen universalgeschichtlichen Rahmen zu stellen, den man seit 1985 als "Glasnost" und später schon als "Perestrojka" kennengelernt hatte. Der Begriff "Universalgeschichte" bedarf der Erklärung. Wir schlagen nicht nur eine klare begriffliche  Unterscheidung zwischen Geschichte und Geschichtsphilosophie, sondern auch zwischen "Geschichtsphilosophie" im traditionellen Sinne und  "Universalgeschichte" (die sich im englischsprachigen philosophischen Raum unschwer als "universal history" benennen lässt) vor. Die Differenz zwischen diesen beiden Arten der Philosophie der Geschichte ist weitreichend. Denn eine richtige Philosophie der Geschichte ist berufen, den Gesamtprozess der menschlichen Entwicklung philosophisch reflektiert zu konstituieren und darzustellen. Dagegen besteht die ursprüngliche Aufgabe der Universalgeschichte nicht in einer ganzheitlichen und theoretischen Darstellung des historische Gesamtprozesses, sie muss mehr essentialistisch sein und jene Essenz des Gesamtprozesses in der Form einer einzigen Konzeption entwerfen, die auch schon direkte und explizite kausale Optionen für die Erklärung dieses Gesamtprozesses enthält. Die nächste Frage, die an dieser Stelle mit Notwendigkeit gestellt werden muss, ist die, ob die globale Bedeutung von Gorbatschows Perestrojka und der aus ihr ausgehende Gesamtprozess tatsächlich von universalgeschichtlicher Relevanz war oder nicht.   .....mehr

 

08-2010*70 ACKERMANN, Ulrike

Die individuelle Freiheit - Das kostbarste Gut unserer Zivilisation

Vor gut zwanzig Jahren, 1989, kämpften die Bürger in Ostmitteleuropa nicht nur für Bürgerrechte, sondern auch für Eigentumsrechte. Sie wollten politische, wirtschaftliche und individuelle Freiheit, Demokratie und Kapitalismus. Sie wollten die Wahlmöglichkeiten, ihr Leben von eigener Hand zu gestalten und damit ihre bis dahin staatlich enteigneten Biographien zurückerobern. Von diesem Aufbruch in die Freiheit ist heute nichts mehr zu spüren. Mit der Wirtschaftskrise ist auch die Freiheit in die Krise geraten.    .....mehr

08-2010*69 s-a-w Lesenswert

Ovids Metamorphosen von Ulrike Rainer .....mehr

Die griechischen Götter sind keinen Deut besser als die Menschen, bloß Verbrecher, die der Strafe entgehen.      .....mehr

08-2010*68 s-a-w Lesenswert

Türme, Paläste, Kathedralen oder eine manchmal langatmige, aber immer lehrreiche Zeitreise durch die Geschichte der Architektur von Dorothea Hoppe-Dörwald

Ich melde mich erst jetzt wieder, weil ich von einer sehr langen und turbulenten Reise zurückkehre. Ich habe mit den Zwillingen Iris und Martin eine Zeitreise durch die Geschichte der Architektur gemacht. [...] Nun also geht es durch die archetektonischen Sehenswürdigkeiten. Die Reisenden beginnen bei der Cheops-Pyramide, gelangen dann zum Turm von Babylon, weiter zum Palast von Knossos, dann zur Akropolis, um anschließend das Kolosseum und das Pantheon zu bewundern.   .....mehr

 

06-2010*67 RAINER, Ulrike

Smarte Frauen, wuchernde Pfunde und schnelle Nonnen mit Flip-Flops - Obamas Jahresbilanz (Teil 2)

Es muss für Obama Tage geben, in denen er sich sowohl mit Sisyphus als auch mit Herkules identifizieren möchte. Stein, Stall oder beides. Während die groß angelegten Reformen wie, z.B. zurzeit die des Bankwesens, ihre Zeit brauchen, wenden wir uns näher liegenden Dingen zu.   .....mehr

 

04-2010*66 BÖTTCHER, Wolfgang

Chancenungleichheit als Herausforderung - Oder: Wie an einem Problem vorbei agiert wird .....mehr

Nach der Veröffentlichung der internationalen Vergleichsstudien mag man einen gewissen Zynismus in der Kommentierung verzeihen. In einer Hinsicht nämlich ist das kritisierte deutsche Schulwesen ziemlich erfolgreich: Es gelingt ihm nahezu perfekt, gesellschaftliche Ungleichheit in Bildungsungleichheit zu übersetzen und die Vererbung sozialer Privilegien zu legitimieren, indem Schulerfolg als Resultat individueller Leistung und Begabung erscheint. In den 60er und 70er Jahren war dieser Tatbestand ein zentrales Thema der Erziehungs- und Sozialwissenschaften. Damals wurde nicht nur regelmäßig dokumentiert, wie sehr Schicht- oder Klassenzugehörigkeit die Bildungschancen der Einzelnen dominieren, es wurden auch unterschiedliche – und durchaus konkurrierende – Erklärungen angeboten, welche die Mechanismen aufzuzeigen versuchten, die für diesen Prozess verantwortlich sind. Gegen Ende der 70er Jahre war dieses Interesse weitgehend erloschen. Verantwortlich hierfür war nicht nur ein politischer Klimawechsel, auch die wissenschaftlich Disziplinen, die bis dahin das Thema forciert hatten, wandten sich ab. Die schichtenspezifische Sozialisationsforschung wandelte sich in eine „ökologische", und die Ungleichheitsmodelle der Soziologie wurden durch sophistische Modellkomplizierungen in Unterschiedlichkeitsmodelle überführt, beides mit dem Effekt, tendenziell die vertikale Achse sozialer Differenzierung zu vernachlässigen.

Die Frage der sozialen Ungleichheit im Bildungswesen war in der deutschen Erziehungswissenschaft seitdem marginalisiert. Ein wenig mag das mit einer gewissen Tendenz deutscher Pädagogik zusammenhängen, Bildung als Medium der Emanzipation zu verklären, statt ihre Funktion als Instrument der Sicherung von Privilegien zu erklären. Insbesondere jedoch scheint auch eine generelle Abstinenz hinsichtlich empirischer Wirkungsforschung verantwortlich zu sein. Anders als in vielen anderen vergleichbaren Ländern bestand im Deutschland „Vor-Pisa" kein ausgeprägtes Interesse daran, die Ergebnisse pädagogischer Aktivitäten systematisch und mit wissenschaftlicher Distanz zu analysieren.

Dieser Beitrag skizziert ausgewählte pädagogische und bildungspolitische Maßnahmen, von denen man begründet eine Reduktion der Chancenungleichheit erwarten kann. Dies geschieht vor dem Hintergrund eines Bezugsrahmens, den ich als das „ökonomische Programm der Schulreform" bezeichne. Zunächst sollen aber einige Erklärungen zur Genese der herkunftsspezifischen Bildungsungleichheit referiert werden, denn hier finden sich Ansätze für ernstzunehmende Versuche, die Verkoppelung von Herkunft und Schulerfolg zu reduzieren.

.....mehr

 

04-2010*65 s-a-w Lesenswert

Die Langerud Kinder oder eine (scheinbar) unbeschwerte Kindheit von Dorothea Hoppe-Dörwald

Wer Bullerbü gelesen und geliebt hat, der muss  „Die Langerud Kinder“ genauso lieben. Diese oder ähnliche Aussagen werden sich sicherlich finden lassen, wenn man über die Langerudkinder spricht.  .....mehr

 

03-2010*64 RAINER, Ulrike

Der Hase läuft - Obamas Jahresbilanz (Teil 1)

In seiner Wahlkampfrede (1912) sagte Theodore Roosevelt: ”Hinter der sichtbaren Regierung sitzt auf dem Thron eine unsichtbare Regierung, die dem Volk keine Treue schuldet und keine Verantwortlichkeit anerkennt. Diese unsichtbare Regierung zu vernichten, den gottlosen Bund zwischen korruptem Geschäft und korrupter Politik zu lösen, das ist die Aufgabe des Staatsmannes.”  Hundert Jahre später hat sich an dieser Herausforderung an den Präsidenten nichts geändert.  .....mehr

 

02-2010*63 KISS, Endre

Ein Revolutionär mit Genauigkeit und Seele

Otto Bauer im Dritten Jahrtausend .....mehr

„Nicht die große geologische Katastrophe hat die Welt umgebildet, nein die kleinen Revolutionen, im unmerklichen, nicht einmal mehr mit dem Mikroskop studierbaren Atome, die ändern die Welt, die erzeugen die Kraft, die sich dann in einem Tage in einer geologischen Katastrophe auslöst. Das Kleine, das Unmerkliche, das wir Kleinarbeit nennen, das ist das wahre Revolutionäre.“

Auch Otto Bauer (wie unter anderen auch der Austromarxismus) wurde von der zweifachen Aussperrung überholt. Einerseits sperrte ihn der 1917 zur Macht kommende Leninismus kurzweg als „nicht-bolschewistisch” aus, während Richtungen, die zum rechten Lager gehört haben, es nie vergessen haben, dass er nicht nur links, sondern auch noch revolutionär war. So wirkte sich diese Ausgrenzung gleichzeitig auch als  Neutralisierung der von Bauer ausgeführten Tabubrüche aus.’Ihre Gescheitheit bringt uns um!’ wird in einem 1919 von Bauer geschriebenen Roman geschrieben.Diese spontane Reaktion lässt sich fast verstehen. Intellektuelle Exzellenz wird zwar manchmal öffentlich gefordert, wird aber gleichzeitig in keiner Organisation wirklich positiv aufgenommen. Die Geschichte bietet solcher „Gescheitheit” manchmal eine gewaltige Herausforderung. Ganz allgemein aufgefasst, wird diese gewaltige Herausforderung im Falle Bauers entweder in der russischen Revolution (Stellungnahme zu Lenins Kommunismus) oder in der Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus/Faschismus (Möglichkeit oder Unmöglichkeit der Bekämpfung desselben) gesehen. Uns scheint, die grosse und historisch konkrete Herausforderung an seine einmalige „Gescheitheit” war ein drittes Feld, und zwar die Herausführung Österreichs aus der unvergleichlich komplexen und gleichzeitig tragischen historischen Situation des Zusammenbruchs in den Jahren 1918-1919. .....mehr

 

02-2010*62 s-a-w Lesenswert

Grimpel oder das entschieden andere Leben von Dorothea Hoppe-Dörwald

Wer heißt schon Grimpel? Und wer weiß nur so ungefähr, wie alt er ist, weil seine Eltern so vergesslich sind? Von Anfang an wird klar, bei Grimpel geht nicht alles so, wie man sich das als ungefähr acht- oder neunjähriger Junge vorstellt. Nein – Grimpel führt ein entschieden anderes Leben......mehr

 

02-2010*61 WICHTERICH, Christa

Prekär ist ganz normal

Was im Süden die Regel ist, bleibt im Westen nicht die Ausnahme .....mehr

 Bezahlte Arbeit wird knapp, dafür hat die Prekarisierung der Arbeitenden Hochkonjunktur. So ungefähr stellt sich der Wandel auf dem Arbeitsmarkt in den westlichen Industrieländern dar. Doch was neoliberale Politik im Westen erst durchsetzen musste, ist im globalen Süden schon lange üblich. .....mehr

Die ungekürzte Originalfassung des Beitrags ist in der Zeitschrift zwischen Nord und Süd - iz3w 309 (Nov./Dez. 2008) - erschienen. Weitere Informationen unter www.iz3w.org

 

01-2010*60 s-a-w Lesenswert

Hodja oder der fliegende Teppich der Phantasie von Dorothea Hoppe-Dörwald

Vorab muss ich etwas über das Äußere sagen, denn - das Auge liest mit!

Dies ganz besonders bei der im Fischer Verlag erscheinenden Kinder- und Jugendbuchreihe „Die Bücher mit dem blauen Band“, die Tilman Spreckelsen liebevoll zusammenstellt und welche auch genau so liebevoll aufgemacht ist. Die Bücher, alle in blaues Leinen gebunden und mit einem blauen Kapitalbändchen versehen, sind ein reiner Augenschmaus, was den Lesegenuss noch erhöht!

Jedes Buch ist mit einem Pappschuber versehen, der die Fortführung des Titelbildes darstellt, und diese Bücher sind ein sowohl optischer als auch haptischer Hochgenuss!

Unsere Kinder sind leider längst dem Vorlesealter entwachsen, das ist aber kein Hinderungsgrund, nicht doch begeisterter Leser dieser Reihe zu werden und diese abwechslungsreichen sowie immer aufs Neue überraschenden Bücher zu sammeln.

Daher will ich die Reihe hier in Gänze besprechen. Es werden nicht immer lange Rezensionen sein, auch ist die Reihenfolge willkürlich gewählt, denn wer wollte schon sagen können, welches das beste Buch dieser Edition ist? Ich kann es nicht, aber ich möchte auf diese Bücher hinweisen, weil sie mir ins Herz geflogen sind, fast so wie Hodja mit seinem fliegenden Teppich. .....mehr

 

01-2010*59 KISS, Endre

Über den verbleibenden Geist in den sozialen Systemen  .....mehr

 

Die Erfahrungen der heutigen Stunden der Weltgeschichte würden viele auch inhaltlich zur Hegelschen Einstellung missionieren, die aktuellen Erfahrungen der historischen Stunde schaffen eine hermeneutische Situation, in welcher Hegels konsequente Gegenüberstellung der abstrakten Reflexion und der konkreten Freiheit mit Notwendigkeit eine sehr starke Räsonanz hervorrufen müssen.  .....mehr

 

2009

   
12-2009*58 s-a-w Glosse

Schneller ist besser! - von Dorothea Hoppe-Dörwald   .....mehr

Turbulenzen zum Jahresende  .....mehr

 

10-2009*57 s-a-w Lesenswert

Die Odyssee von Ulrike Rainer .....mehr

Also fangen wir beim Anfang an, z.B., Homers Odyssee. Ich kann den Text zwar nicht auswendig, doch ich kenne ihn sehr gut, weil ich ihn in den letzten Jahren öfter unterrichtet habe, in den verschiedensten Übersetzungen. Trotzdem hat die Geschichte des vielgeplagten Manns der wunderlichsten Abenteuer nichts von ihrem Zauber verloren. Abenteuer- und Heimkehrergeschichten gibt es jede Menge, beschwerliche Reisen und kluge Helden, die sich am Ende behaupten, auch. Und warum sich für einen Protagonisten begeistern, der nicht viel besser als ein Seeräuber, ein Plünderer und noch dazu ein Prahler und gewandter Lügner ist, dessen Leiden oft auf’s eigene Konto gehen, denn die Götter fechten ihre Machtkämpfe hauptsächlich untereinander aus?  Sie bleiben jedoch, im Unterschied zu denen der Menschen, ohne Folgen. .....mehr

  Lesenswert

In eigener Sache: Die neue Rubrik Lesenswert bietet die Möglichkeit, alte und neue Bücher bzw. Literatur zu besprechen und vorzustellen. Lesenswert ist subjektiv, unterhaltend und informativ. Starten wird Lesenswert zur Frankfurter-Buchmesse 2009

 

08-2009*56 RAINER, Ulrike

So laßt mich scheinen, bis ich werde: Moonwalkers .....mehr

Es naht der zweihundertste Tag im Amt. Die Arbeitslast Obamas wird nicht leichter, die Probleme sind weiterhin größer als kleiner. Den ihm Wohlgesinnten geht alles nicht schnell genug,  und die Opposition nutzt jede Gelegenheit zum Haarespalten. .....mehr

07-2009*55

MONDON, Christine

Hermann Broch oder die Idee des Menschen .....mehr

Der Wertzerfall, die Unzulänglichkeit der Wissenschaft und der Technik, die spirituellen Bedürfnisse des Menschen zu stillen, führen manche Denker zur Behauptung, es sei notwendig, gegen die Mechanisierung der Welt zu kämpfen. Die Entzauberung der Welt, die von Max Weber diagnostiziert wurde, wird begriffen als Vorherrschaft des Rationalen und als Verlust des Mythischen und Religiösen. Infolge seiner Einsamkeit und seiner Weltangst sucht der Mensch nach einem neuen Wertzentrum, das dem Zerfall der Welt entgegenwirken könnte. Broch ist für diese Entwicklung der Menschheit äußerst empfänglich gewesen, und sein Werk steht im engen Zusammenhang mit der Suche nach einem erlösenden Ausgang aus der Wertkrise, in welcher der wissenschaftsgierige Mensch, der Gott vergessen hat, sich befindet.

Die Elemente, die in den Essays und in den Romanen Die Schlafwandler und Der Tod des Vergil Widerhall finden, sollen dazu beitragen, Elemente einer Philosophie herauszuarbeiten. .....mehr

 

07-2009*54

DIMMERS, Jan

Holland ein Frühlingsmärchen: Ich bin von der Königin der Niederlande getröstet worden. .....mehr

In diesem Text nimmt Jan Dimmers das Attentat (am Königinnentag 2009) auf die Königin der Niederlande zum Anlaß, um über die Pole der Toleranz zu berichten, zwischen denen sich die niederländische Gesellschaft der Gegenwart bewegt: >>Man ehrt was man bekämpft. Später hat man aufgehört zu bekämpfen, was man nicht ehren soll, aber letzten Endes, des geringen moralischen Zeitaufwandes wegen, toleriert. Das ist das Problem der holländischen Toleranz. Es gab schon das allgemein anerkannte Prinzip in Bezug auf die Grenzen der Toleranz und dieses lautete: „Die Freiheit des Einzelnen darf sich nicht zu einer Belästigung für Andere entwickeln.“. In Holland hat man sich dieses, von John Stuart Mill verkündete Prinzip, schon lange zu eigen gemacht. Die Grenzen der Toleranz waren also bereits bekannt. Aber zum alltäglichen Gebrauch hat die Anwendung sich allmählich und irgendwie grundsätzlich geändert und folgendermaßen neu formuliert: “Was die anderen machen ist mir völlig egal. Sie sollen mich nur in Ruhe lassen. Sonst rufe ich die Polizei“. Da hat man das moralische Gerüst der Toleranz ohne Anteilnahme in ganzer Figur.<< .....mehr

 

06-2009*53 Ms. Soon Ok Lee - North Korean prison camp survivor

 

Straflager und Folter in Nordkorea - ein Augenzeugenbericht  .....mehr
06-2009*52 s-a-w Glosse

Der Projektpendler - von Dorothea Hoppe-Dörwald   .....mehr

Ein Charakteristikum in der aktuellen Arbeitssituation ist der Projektcharakter, der den neuen Tätigkeiten anhaftet. Hier handelt es sich immer um Arbeit auf Zeit, aber an einem Projekt mitzuarbeiten suggeriert an etwas Großem und Innovativem beteiligt zu sein. Und es lässt die Hoffnung entstehen, dass aus dem Projekt etwas unentbehrlich Wichtiges generiert wird. Angeschoben werden Projekte oft aufgrund politischer Interessen. Auf diese Weise können unverbindliche Testballons starten .....mehr

 

01-05-2009*41-51

 

RAINER, Ulrike

AMERIKA-EXTRA: Die ersten 100 Tage von B. Obama

 

Teil 11 (30.04.2009) - 101 Tage OBAMA  .....mehr

Teil 10 - Die Letzten - Indianer in den USA  .....mehr

Teil 9 - Lehrjahre, zweiter Teil  .....mehr

Teil 8 - Lehrjahre, erster Teil  .....mehr

Teil 7 - Halbzeit  .....mehr

Teil 6 - Manche sind gleicher .....mehr

Teil 5 - Mädchen und Frauen .....mehr

Teil 4 - Von goldenen Kälbern und schwarzen Köchen .....mehr

Teil 3 - Ein Ende der Voodoowissenschaft .....mehr

Teil 2 - Have We Overcome? .....mehr

Teil 1 - Wo bleibt der Hund? .....mehr

 

02-2009*40 KISS, Endre
Edit Gyömrői und Hermann Broch .....mehr

Literarische Freundschaften erweisen sich nur selten als so inhaltsreich, geheimnisvoll, wenn eben nicht abenteuerlich, wie es im Falle der intellektuellen und emotionellen Beziehung zwischen Edit Gyömrői (1897-1987) und Hermann Broch geschah. .....mehr

 

01-2009*39 BACKES, Martina

Konjunkturen der Tourismuskritik .....mehr

Trouble in Paradise: Die Zimmermädchen in den Hotelhochburgen, für deren Tätigkeit keine Ausbildung notwendig ist und die so viel verdienen, wie ein Frühstücksbuffet für zwei Personen kostet, sind aus klassisch-tourismuskritischer Perspektive Opfer des touristischen Systems. Sie stehen stellvertretend für die Unterdrückten und Entrechteten in der untersten Hierarchie eines komplexen Klassengefüges, an dessen oberen Ende die finanzkräftigen Investoren und transnationalen Tourismusunternehmen stehen. Letztere profitierten von der Armut des dienstleistenden Personals ebenso wie von dem Bedürfnis der Urlauber, die auf der Suche nach Erholung vom schnöden Alltag dem Versprechen nach Exotik und dem billigen Angebot eines Reiseanbieters auf den Leim gingen.

So jedenfalls lässt sich auf einen Nenner bringen, was von den vielen Jahren kritischer Auseinandersetzung mit dem Tourismus öffentlich rezipiert worden ist. .....mehr

 

2008

   
12-2008*38 BACKES, Martina

Multikulturalismus. Einzigartig anders. Multikultur in der Werbung   .....mehr

In der Werbung treffen Schwarze und Weiße mal in vielfältig multikulturellen, mal in vereinheitlicht globalisierten Welten aufeinander. Was wie ein Widerspruch scheint, passt jedoch zusammen: Das Ideal der universalen Werbe-Welt funktioniert nur, weil die BetrachterInnen von seiner realen Kehrseite wissen.   .....mehr

11-2008*37 DÖRWALD, Uwe

Alles ist Sport - Sport ist Nichts      .....mehr

Kritik zu Midas Dekkers: Der Gesundheitswahn. Vom Glück des Unsportlichseins.

Neben der politischen Linie, die Dekkers in seinem Buch verfolgt, kritisiert er als Biologe aber auch den „Gesundheitswahn“, dem unsere Hochleistungsgesellschaft verfallen zu sein scheint. Damit sind im Wesentlichen die Mythen gemeint, die durch den Sport und deren Funktionäre vertreten werden. Zu diesen Mythen zählt insbesondere, dass Sport gesund macht und ist. „Noch nie hat man eine Kausalität zwischen Bizepsumfang und Verstand beweisen können.“ So wird z.B. das Diktum „aus Bewegung folgt Gesundheit“ nicht angezweifelt, obwohl man die Nachteile des Sports an der Zahl der Sportverletzungen und der daraus folgenden Kosten trefflich messen kann. Nach Dekkers GLAUBEN wir an die Wirkung (Gesundheit) des Sports, obwohl es keine Beweise, keine vom Sport unabhängige Forschung gibt. „Die Heilige Kuh der Sportreligion ist: Sport ist gesund.“ Gesundheit können wir aber allein schon dadurch haben, dass wir wenig Alkohol trinken, nicht zu fettes Essen zu uns nehmen, keine Drogen konsumieren und ab und zu einen Spaziergang in unseren Tagesablauf integrieren. Dies reicht völlig aus, um gesund zu leben, und diese einfachen Verhaltensregeln lassen sich in den Alltag integrieren ohne Sport, der FREI-ZEIT frisst, zu treiben.   .....mehr

10-2008*36 s-a-w Glosse Kaufen - was das Zeug hält! - von Dorothea Hoppe-Dörwald -   .....mehr
07-2008*35 WERNZ, Stefanie

Strukturelle Voraussetzungen für Korruption

"Um den Kern der Macht bildet sich immer und schnell ein Mantel aus Filz."

Bei der vorliegenden Studie handelt es sich um eine Diplomarbeit der Humboldt-Universität zu Berlin, die nicht zuletzt deshalb wichtig ist, weil "Korruption der Prozess (ist), durch welchen die virtú des Bürgers untergraben und schließlich zerstört wird“ und gegen die man sich im Sinne von Pulitzer wehren muss; denn: "Es gibt kein Verbrechen, keinen Kniff, keinen Trick, keinen Schwindel, kein Laster, das nicht von Geheimhaltung lebt. Bringt diese Heimlichkeiten ans Tageslicht, beschreibt sie, macht sie vor aller Augen lächerlich, und früher oder später wird die öffentliche Meinung sie hinwegfegen. Bekannt machen allein genügt nicht - aber es ist das einzige Mittel, ohne das alle anderen versagen." .....mehr

04-2008*34 KALINA, Thorsten; WEINKOPF, Claudia

Institut Arbeit und Qualifikation der Universität Duisburg

Weitere Zunahme der Niedriglohnbeschäftigung

(IAQ-Report 2008-01)

Auf der einen Seite wird über die Zunahme von Armut in unserer Gesellschaft geklagt, auf der anderen Seite werden seit Jahren bei wachsenden Kosten Löhne gedrückt mit dem Argument, höhere Löhne seien nicht konkurrenzfähig und würden zum Abbau von Arbeitsplätzen führen. Es gilt aber auch: Wer als Arbeitgeber peanuts bezahlt, muss sich nicht wundern, wenn er Affen als Arbeitnehmer hat. Wer also Qualität will und vor allem wer eine soziale Marktwirtschaft will, muss gegen Niedriglöhne sein; denn Niedriglöhne sind ein Skandal und der Einstieg in die Armut.

Auszüge:

Der Vergleich mit den anderen an unserer Studie beteiligten Ländern zeigt, dass Deutschland inzwischen den höchsten Niedriglohnanteil unter den kontinental-europäischen Ländern (Dänemark, Frankreich, Niederlande) hat und recht nahe bei den Werten für Großbritannien liegt. Selbst verglichen mit den USA, für die der Niedriglohnanteil auf rund 25% beziffert wird (Solow 2007), liegt die Niedriglohnbeschäftigung in Deutschland (bezogen auf alle Beschäftigte) mit einem Anteil von mindestens 22,2%, wie die aktualisierten Berechnungen für 2006 hier noch-mals unterstrichen haben, nicht mehr weit hiervon entfernt. In keinem der anderen Länder ist die Niedriglohnbeschäftigung in den vergangenen Jahren so stark gestiegen wie in Deutschland. Bemerkenswert ist auch, dass eine Ausdifferenzierung der Löhne nach unten, wie wir sie für Deutschland festgestellt haben, in den europäischen Nachbarländern undenkbar ist, weil gesetzliche Mindestlöhne zwischen 8 und 9 € oder tarifliche Standards (in Dänemark) dies nicht zulassen.

Im internationalen Vergleich ist weiterhin auffällig, dass in Deutschland ein hoher Anteil der Niedriglohnbeschäftigten nicht aus dem Kreis der gering Qualifizierten stammt. Rund drei Viertel aller Niedriglohnbeschäftigten haben eine abgeschlossene Berufsausbildung oder sogar einen akademischen Abschluss. Dies ist umso gravierender, als die Chance, aus einem Niedriglohnjob in besser bezahlte Beschäftigung zu kommen, hierzulande besonders gering ist (Bosch/Kalina 2007: 43ff; Rhein et al. 2005). Im europäischen Vergleich ist diese so genannte Aufstiegsmobilität aus dem Niedriglohnbereich nur in Großbritannien ähnlich niedrig (European Commission 2004). .....mehr

 

03-2008*33 FRIEDRICH, Thomas

Die Emotion der Geborgenheit

Auszüge: Die Produkte versprechen Glück, lösen es aber nicht ein. Dieses Phänomen wird traditionell mit dem Begriff der Sucht bezeichnet. Unverdeckt ehrlich spricht der Marketingfachmann auch vom “Anfixen” potentieller Kunden und gesteht damit offen ein, daß er gar nicht vorhat, ihre Bedürfnisse zu befriedigen. Zuverlässig Süchtige sollen hervorgebracht werden, das heißt Menschen, die eine Tendenz haben, ständig die Dosis steigern zu müssen. Unsere heutige Wirtschaft fußt auf der Sucht nach glückversprechenden Gütern. Wie jede Sucht erzeugt auch diese beständig ihre Voraussetzungen selbst, in diesem Fall die Abwesenheit von Glück. Der Gemeinplatz, der Kunde sei König, man müsse ihn zufriedenstellen, sonst laufe er einem davon, ist freilich nur die halbe Wahrheit. Ein unzufriedener Kunde läuft in der Tat davon. Ist die Zufriedenheit gar zu groß, bleibt er jedoch ebenso fern. Diese berechnende Art der Zufriedenstellung ähnelt allerdings der, die den Süchtigen mit seinem Dealer verbindet. In vielen Produktbereichen, zum Beispiel bei Uhren, Spielzeug, Porzellan, Autos, mittlerweile auch bei Verbrauchsgütern wie Mitteln zur Körperpflege oder Nahrungsmitteln, erhält man sich Kunden zum Beispiel durch Limited Editions. Man packt sie erstens bei der Sammlerseele, denn diese strebt nach Vollständigkeit, und zweitens wird dem Konsumenten suggeriert, das gekaufte Gut könnte in Zukunft eine Wertsteigerung erfahren.     .....mehr

 

03-2008*32 DÖRWALD, Uwe

Wie (manche) Bildungsträger funktionieren  ....mehr

"Wenn die Sonne der Bildung tief steht, werfen auch Zwerge lange Schatten." (K. Kraus)

Wie arbeiten eigentlich Bildungsträger, die mit öffentlichen Mitteln bezahlt werden um Menschen mittels Fortbildung neue Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu eröffnen? Wie gelingt es ihnen zwei Herren zu dienen, der Arbeitsagentur und den Teilnehmern und gleichzeitig den nötigen Profit abzuwerfen? Nun, eine allgemein gültige Antwort gibt es hierzu wohl nicht, aber wer einen Blick durchs Schlüsselloch wagen will, was zumindest bei einigen Bildungsträgern vor sich geht, kann dies jetzt tun.

Der Bericht kommt zu dem Schluss, dass sich Träger eines “kreative Einsparungspotentials im Personal- und Sachbereich” bedienen und dabei vor allem auf die mangelnde Kontrolle durch die Arbeitsagentur bauen. “Man kann sich in gewissem Grade sicher fühlen bei seinem Tun und Lassen.”

Im Bezugssystem des Arbeitgebers Bildungsträger ist kritisches Denken und Hinterfragen in den meisten Fällen weder erwünscht noch gefragt, man muss im Sinne des Systems funktionieren. Und das kann zu einer psychologischen Last werden, wenn man mitbekommt oder ahnt, dass auf diese Weise einiges nicht vertragskonform läuft. Man weiß andererseits aber auch, dass die viel gepriesene und immer in kritischen Situationen eingeforderte Loyalität einer Firma gegenüber ihre Grenze hat – das Maß ist so etwas wie die eigene ethische Disposition oder das Verständnis von Recht.

Von Arbeitgeberseite wird Loyalität oft verwechselt mit „Abhängigkeit“ und „Obrigkeitsdenken“, also dem Festhalten an getroffenen Vereinbarungen gegen besseres Wissen und Gewissen. Die Frage ist aber a) kann man sich außerhalb der gesetzlichen Regelungen stellen und b) ist die Treue gegenüber einer vermeintlichen Autorität höher zu bewerten als das Einhalten von Gesetzesvorschriften?

Eingeforderte Loyalität, die stillschweigende Forderung nach dem Vertuschen von kleinen Unregelmäßigkeiten und die systematische Durchsetzung der Wirtschaftlichkeit mittels kreativer Interpretation von Verträgen rechtfertigen auf der Dozenten- und Mitarbeiterseite die Pflicht zur Untreue, so dass der Missbrauch staatlicher Mittel offen gelegt werden kann. Der Mitarbeiter hat also das Recht und die Pflicht zum Ungehorsam, sofern die Ausführung von Anweisungen übergeordnete Werte verletzten würde. Dies erfordert allerdings Mut und Zivilcourage und allzu oft werden Mitarbeiter, die mutig sind und gegen Mauscheleien vorgehen, kalt gestellt als Leute, die den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens gefährden. Doch was ist diese Art wirtschaftlicher Erfolg wert?”

Viele dieser Aussagen lassen sich leider wohl 1:1 auf andere Unternehmen in anderen Branchen übertragen.....mehr

03-2008*31 KISS, Endre

Zwischen schriftstellerischer Botschaft und Tabuisierung

Zur Gestaltpoetik von Tibor Déry  

Auszüge:

Die Problematik der Tabuisierung in der Gestaltpoetik schafft realisierte Interdisziplinaritaet. Sie schaltet die Literaturgeschichte, aber auch die Literaturtheorie ohne Schwierigkeiten in die breiteren Kontexte von der Sozialontologie, Anthropologie oder einfach der Soziologie oder Ethnographie ein. Auch die moderne Gesellschaft ist voll von Tabus, die nicht jederzeit wahrgenommen und erlebt werden, denn sie sind in vielen Faellen hinter der Sozialisation, den nicht mehr hinterfragten sozialen Verhaltensregeln oder der ebenfalls nicht mehr reflektierten sozialen Normalitaet versteckt. Neben diesen nur selten erlebten und bewusst gemachten Tabus existieren auch offene soziale, sogar politische Verbote. Selbst diese offenen und expliziten Tabus und Verbote werden des öfteren nicht (mehr) als solche erlebt, weil wir die sozialen Verhaeltnisse generell für sehr veränderbar ansehen und deshalb auch selbst wirkliche Tabus und Verbote nicht mehr in ihren strukturell absoluten Position wahrnehmen.....mehr

03-2008*30 s-a-w Glosse Vom ganzen Satz zurück zur Höhlenmalerei - von Dorothea Hoppe-Dörwald ....mehr
02-2008*29 FRIEDRICH, Thomas

Das Design der Zukunft - Die Zukunft des Designs

Auszüge:

Demokratie ist heute weniger durch Verweigerung von unten, wie niedrige Wahlbeteiligungen, gefährdet, wie uns Politiker heute weismachen wollen, sondern durch demokratiefeindliche Maßnahmen von oben: Wir haben in dieser Hinsicht tendenziell wieder feudalismusähnliche Verhältnisse. Die Staatsbürgerdemokratie transformiert tendenziell zur Eigentümerdemokratie.

Das immer häufigere Auftreten des Wortes "Motivation" in unterschiedlichen gesellschaftlichen Zusammenhängen ist ein indexikalisches Zeichen für den immensen Zuwachs an entfremdeter Arbeit.    .....mehr

02-2008*28 KISS, Endre

Der soziale Wandel als Politikum: Ideologische Konzepte

Auszüge:

Durch unsere alltaegliche Arbeit, ..., durch die Erfüllung unserer bürgerlichen Pflichten, entsteht Fortschritt und Geschichte, sie ist zwar nicht unabhaengig von unserem Willen, sie ist aber auch kein Ausfluss unserer freien Entscheidungen.

Emanzipative Gesetzgebung, liberale Ideen, freie Kommunikation, demokratische Progression, diesseitige Kultur, Zurückdraengen der Barbarei und die ewig scheinenden Garantien für das Individuum, seine emanzipative Daseinsweise nunmehr jederzeit und ohne Widerstaende erleben zu können, diese Momente machen das Bewusstsein des zivilisatorischen Höhepunktes aus. .........mehr

2007

   
05-2007*27 Kiss, Endre

Thomas Bernhard - eine Literatur des Objektverlustes ...>

04-2007*26 Meyer, Helge Performance Art - Untersuchung eines Zustands ...>

2006

   
08-2006*25 Kiss, Endre

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08-2006*24 Hoppe-Dörwald, Dorothea

Kuhmist - ein verträumter Blick aus dem Zeitfenster...>

05-2006*23 Ram Adhar Mall Säkulare und sakrale Theorie und Praxis der Toleranz ...>
05-2006*22 Hamid Reza Yousefi Toleranz als Weg - zur interkulturellen Kommunikation und Verständigung ...>
05-2006*21 Hamid Reza Yousefi

Weltterrorismus im Gewande demokratischer Gesinnung.  Offener Brief...>

04-2006*20

Wolfgang Eßbach

Krieg gegen die Intelligenz...>

2005

 

 
12-2005*19 Thomas Hering Universitäten als Unternehmen - Akademische Zerrbilder und ideologische Illusionen einer Anti-Elite...>
05-2005*18 Albrecht Müller Die Reformlüge... >

05-2005*17

Hoppe-Dörwald, Dorothea

Elektronisches Lernen Teil 2 - Ein Selbstversuch... >

04-2005*16 Dörwald, Uwe

Disziplin, Drill und Gewalt   -   führen zu Nichts!...  >

04-2005*15 Stark, Karl HARTZ IV  - Wehe, du wirst arbeitslos oder: "es gibt kein Recht auf Faulheit"!...  >
03-2005*14 Kiss, Endre Menschenrechte und Menschen im Strome der Globalisation...  >
02-2005*13 Neu, Margret Analphabetismus - Ursachen und Hintergründe... >
01-2005*12 Randhawa, Marion

Selbstkonzept und Selbstwertgefühl  im sozialen Kontext... >

2004

 

 

12-2004*11

Hoppe, Felicitas

BLINDE HÜHNER: Warum Schreiben lernbar, aber nicht lehrbar ist... >

10-2004*10

Dr. Joachim Walter

Anti-Gewalttraining im Jugendstrafvollzug - Tummelplatz für ‘crime fighter’?... >

07-2004*9

IAB

Zur Arbeitsmarktpolitik ... >

06-2004*8

Hoppe-Dörwald, Dorothea

Elektronisches Lernen ... >

06-2004*7

Dr. Hinner, Kajetan

Thesen über Arbeitslosigkeit ... >

06-2004*6

Dörwald, Uwe

Absurditätenkabinett Teil 2 ... >

06-2004*5

Dörwald, Uwe

Karen Gloy - Das Verständnis der Natur ... >

05-2004*4

Axmann, Steffen

Nanotechnologie in Deutschland ... >

05-2004*3

Dörwald, Uwe

Zwischen Warnung und Hoffnung ... >

05-2004*2

Dörwald, Uwe

Absurditätenkabinett Teil 1 ... >

05-2004*1

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Kondylis - Nüchternheit in der Politik ... >



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