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Dörwald, Lukas
453 |

Ein wärmendes Herbstgericht für kühle Tage: Maronensuppe

Rezept des Monats - 10

Es gibt ein paar Dinge, die sind ganz sicher im Leben: Dank der Gravitation fallen Dinge nach unten, die Erde ist keine Scheibe und der Herbst ist Suppenzeit.

Dieses Mal geht es also um Suppe. Und wenn es um Suppen geht, fallen mir sofort ein paar Favoriten ein. Eine allerdings ist fast an ein noch kürzeres Zeitfenster als die Kürbissuppe gebunden, wenn man die Hauptzutat selbst sammelt. Kürbisse werden nämlich angebaut. Es geht um die Maronensuppe.

Natürlich reichen die vorgekochten und eingeschweißten Supermarktmaronen völlig aus, aber sollte man einen Ort kennen, wo man „wilde“ Maronen sammeln kann, ist es den Aufwand sicher wert, schmeckt man den Mehraufwand doch unterbewusst immer heraus. Als ich 2018 im Herbst nach Aachen kam und…

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SIRI 16,
452 |

SIRI GOES COUNTRYSIDE: AUFZEICHNUNGEN VOM BERGHOF

Depeschen aus der Kapitale - Folge 2 / 2021

Nachdem ich Corona-bedingt 15 Monate in meiner kleinen Küche gesessen und angefangen hatte, einen alten Mann aus dem gegenüberliegenden Haus dabei zu beobachten, wie er morgens um acht auf dem Balkon stehend sein erstes Bier trank, war es an der Zeit, Berlin für eine Weile zu verlassen. Da ich mir einen Urlaub nicht leisten konnte, dachte ich an eine Kur, am liebsten in Bayern in den Bergen, mit kristallklaren Seen und Gondelfahrten. Ich sah mich schon in einer rot-weiß-karierten Bluse und Vintage-Rucksack auf dem Gipfel, natürlich winkend, dem Himmel ganz nah.

Als mir der Hausarzt den Berghof zur Erholung empfahl, umgeben von Zweitausendern, Schwimmbad, großem Garten, Zimmer mit Balkon, war ich mehr als glücklich. Hier und da ein paar…

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Rave, Marion
451 |

Der ewige Traum vom Falken

„Die Nibelungen: Ein deutscher Stummfilm“ von Felicitas Hoppe / Platz 3 der SWR Bestenliste November 2021

Ze Wormez bî dem Rîne gibt es nicht so besonders viel, womit man überregional von sich reden machen könnte. Was es allerdings gibt, und was dann auch kulturell ausgeschlachtet wird, sind die Nibelungen, die dort einst gelebt haben sollen. Seit beinahe zwanzig Jahren gedenkt man dieser Tatsache mit den im Sommer stattfindenden Nibelungenfestspielen. Auf deren Bühne, gelegen direkt vor der Kulisse des Wormser Doms, lässt Felicitas Hoppe die sagenumwobenen Gestalten der politisch vorbelasteten Dichtung ihre Intrigen spinnen.

Sie bringt alle auf die Bühne, die in den Nibelungen Rang und Namen haben: Kriemhild und Brunhild, Siegfried, Gernot, Gunter und Giselher, Ute und Hagen. Und sie ergänzt das Personal um einige zusätzliche Rollen, unter…

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Dörwald, Lukas
450 |

Der Nudelsalat - Ein Klassiker der Grillsaison für die letzten "Sommer"tage

Rezept des Monats - 9

Er liegt - unweigerlich - in der Luft: der Herbst! Die Schatten werden langsam länger, die Luft kühler und die Restaurants haben Pilz- und Kürbisgerichte angeschlagen.

An Speisekarten kann man genauso die Jahreszeiten ablesen wie an Bäumen. Auf dem Parkplatz vor meiner Arbeitsstätte stehen einzelne Laubbäume. Diese verfärben sich immer zuerst. Von oben beginnend bilden sie im Augenblick ein Farbspektrum von Rot über Gelb bis zu hellgrün ab.
Was mit dem Sommer auch für viele enden wird, ist die Grillsaison. Zuhause haben wir nie viel gegrillt, aber eingeladen wird man immer wieder mal. Natürlich, so will es die Tradition, bringt man etwas mit. Hier habe ich meinen absoluten Klassiker, denn der geht immer: ein Nudelsalat. Jedoch nicht wie…

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Dörwald, Uwe
449 |

Visueller Lärm

Eine Fotostrecke zum Wahlkampf

An dieser Stelle bringen wir eine kleine Fotostrecke zum Wahlkampf 2021. Fährt man in diesen Tagen mit dem Auto oder (vorzugsweise) mit dem Fahrrad vom Vorort in die (Innen-)Stadt wird der Blick beständig abgelenkt. Es gibt kaum einen Laternenmast ohne Wahlplakate. Alle möglichen Plakate, nicht nur die Wahlplakate, werben um unsere Aufmerksamkeit und wollen mit ihren verkürzten Botschaften Einfluss nehmen auf unsere Entscheidungen.

In diesem Zusammenhang weisen wir auf das Buch NOISE des Nobelpreisträgers Daniel Kahnemann und seiner Co-Autoren hin, die herausgearbeitet haben, dass wir uns auf unsere Urteilskraft weniger verlassen können als gedacht. In seinem neuen Buch, das in Zusammenarbeit mit Bestsellerautor Cass Sunstein und Olivier…

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Dörwald, Lukas
448 |

Zitronenpudding mit Lakritznote

Rezept des Monats - 8

Zur Abwechslung mal ein Dessert.

Auch wenn dieses Jahr das Wetter in Aachen und Umgebung es einen nicht so recht spüren lässt – es ist August; es ist Sommer! Und was braucht ein gutes Sommeressen? Ein frisches Dessert zum Abrunden eines schönen Essens. Hier kommt etwas ins Spiel, was wir in diesem Jahr schon mit Nudeln verarbeitet haben: Die Zitrone.

Meine geliebte Zitrusfrucht, diesmal eben anders. Im Prinzip wird ein Pudding angerührt. Hier ist es vor allem wichtig, immer eine Hand am Löffel zu haben. Wer aufhört zu rühren, gefährdet das Ergebnis. Das Wort Pudding hat eine umstrittene Herkunftsgeschichte. Einerseits wird das französische „boudin“ herangezogen, was Blutwurst bedeutet, und hier könnte man die Verbindung nach…

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Kiss, Endre
447 |

„Post-truth” – Eine Zeitreise mit Ortega y Gasset

Massenmensch kann jeder sein

Nicht jeden Tag führen wir einen Dialog mit Ortega y Gasset, man vergisst ihn für längere Jahre, oft denkt man auch, er wurde historisch, Spezialisten klagen über die nicht oder nicht ausreichend durchgeführte Rekonstruktionsarbeit an seinem Werk. Wenn jedoch aus irgend einem Grunde ein Dialog wieder möglich wird, erweist er sich als höchst vital (wie die Lebensfülle oder das erfüllte Leben auch zu den tiefsten Ideen von Ortega gehören). Wir treten damit auch in eine vorgeprägte und klassische Linie der Dialoge ein; 1914 initierte Ortega ein Gespräch mit Don Quichotte (Meditaciones del Quijote), 1934 publizierte Thomas Mann seine Meerfahrt mit Don Quijote. Dieses Werk war ein mehrfacher Hinweis auf Ortega, zunächst auf dessen Werk vom Jahre…

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Rainer, Ulrike
446 |

Life in the United States - 27

Missouri - Westward Ho

Angeblich war der Missouri Waltz das Lieblingslied Präsident Trumans, der aus Missouri stammte, bis auf eine Anfrage an das Weiße Haus folgende Antworten kamen: „Welche Einstellung hat der Präsident zu diesem Lied?“ „Es ist ihm egal.“ „Ist es wirklich sein Lieblingslied?“ „Nein.“ „Spielt er es oft?“ „Nein.“ „Hört man Margaret (seine Tochter) es je singen?“ „Nein.“ „Was war die Reaktion des Präsidenten, als er erfuhr, dass das Lied zu Missouris Staatslied wurde?“ „Siehe Antwort auf die erste Frage.“ Später legte er noch nach: „Es ist musikalisch so schlecht wie das Star Spangled Banner.“ Die Abneigung hat sicher damit zu tun, dass der Ragtime Komponist Lee Edgar „Jelly“ Settle das Werk ursprünglich „Graveyard Waltz“ (Friedhofwalzer) nannte.

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Dörwald, Lukas
445 |

Was in keiner Rezeptsammlung fehlen darf - der Pizzateig

Rezept des Monats - 7

Sommer, Mittelmeer, Urlaub in Italien. Vielleicht sogar in Neapel? Woran kommt man da auf keinen Fall vorbei? Zitronen? Limoncello? Sicher. Alles Standbeine der landwirtschaftlichen Erzeugnisse der Region um den Golf von Neapel. Doch sicher kommt nichts so schnell in den Sinn wie die Pizza! Ein knuspriger Boden, ein mit Finesse vom Pizzaiolo geschwungener Teig, der durch die Luft gewirbelt wird. Und ja, das ist die korrekte Bezeichnung für die italienischen Pizzabäcker.

Allgemein gilt Neapel als Geburtsort der Pizza. 2017 wurde die neapolitanische Art des Pizzabackens schließlich in das immaterielle Weltkulturerbe der UNESCO aufgenommen. Damit war es dann für viele in Stein gemeißelt, was die meisten zuvor schon wussten: Die beste Pizza…

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Schug, Wolfgang
444 |

Parodontitis - Pulpitis - Parsifal

Was verdanken die Bayreuther Festspiele einem Zahnarzt ?

Die Literatur zum Werk und zum Leben Richard Wagners ist kaum zu überschauen. Jeder noch so entfernte Winkel seines künstlerischen Wirkens, seiner schriftstellerischen Tätigkeit, aber auch seines privaten Lebens scheinen erforscht. In seiner Korrespondenz und den Tagebuchnotizen gibt es allerdings noch immer den ein oder anderen interessanten Gesichtspunkt, der bisher in der Auseinandersetzung mit dem Komponisten nicht die nötige Berücksichtigung gefunden hat und das Bild Wagners durchaus abzurunden vermag.

Dienen seine offiziellen Veröffentlichungen und theoretischen Schriften in erster Linie der Darlegung seiner Kunstvorstellungen, so berichtet er in den für den privaten Gebrauch bestimmten Briefen und Tagebucheintragungen auch über…

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